Plastikfasten 2019 Fazit

Mit etwas Verspätung kommt nun mein Fazit zum diesjährigen Plastikfasten, aber besser spät als nie !

Das Plastikkonsumfasten gestaltet sich tatsächlich leichter als gedacht. In einer der beiden DM-Filialen bei mir in der Nähe gibt es in Papier verpackte Nudeln (allerdings für 2,45 Euro pro 500g im Gegensatz zu 1,50 Euro im Unverpacktladen). Zudem gibt es dort Mais im Glas. Im Natuata habe ich einen veganen Vollkornblätterteig in Pappe verpackt (tiefgekühlt) gefunden. Da ist natürlich immer noch jeweils Backpapier dabei, was wir aber in der WG mehrmals verwenden. Zudem habe ich mir einen Nussmilchbeutel gekauft, mit dem das Herstellen von Nussmilch einfacher geht. Den Trester verwende ich meistens im Müsli oder wenn ich etwas backe. Wenn ich irgendwann mal einen richtigen Mixer habe, wage ich mich gerne an Hafermilch, da selbstgemachte Hafermilch wahrscheinlich die günstigste Variante ist.

„Da ich sehr darauf achte, fallen mir immer wieder Alternativen auf.“

Ich möchte noch über meinen Gewinn der BUNDJugend-Verlosung beim Klimafasten berichten: Ich hatte mir eine der Flaschen gewünscht, da ich keine mehr hatte (weil bei Freund*innen stehen gelassen, verloren etc.) und habe sie auch bekommen. Ich bin wirklich dankbar dafür. Zudem bekam ich ein plastikfreies Deo (da ich mein Deo selbst mache, muss ich noch überlegen, was ich damit mache), Kokosöl und Früchtetee in einer sehr schönen Flasche. Ich habe mich sehr gefreut und kann nur dazu motivieren mitzumachen. Ich habe mich auch mit meiner WG darüber unterhalten und meine Mitbewohnerin überlegt sich im nächsten Jahr auch anzumelden. Wir haben dann gebrainstormt, was wir machen könnten. Für sie am plausibelsten wäre Straßenbahnfasten. Die Ideen für mich waren Kettenfasten, Supermarktfasten, regional/saisonal essen – mal schauen, was nächstes Jahr so kommt

Nun zu meinen Cheats seit dem letzten Blog:

-Kokosmilch in beschichtetem Papier

-1 Dose Mais (kein Plastik, aber Konservendosen sind natürlich trotzdem nicht so toll)

-Verpackungen von Pflanzensamen

-FLSK-Flasche vom Klimafastenpaket (etwas Plastik drumherum)

-Brötchentüte in der Mensa (halb Papier, halb Plastik)

-Hafermilch (einmal)

-Vitamin B12

-indirekt, weil nicht selbst eingekauft (z.B. Nudeln, Tee im Café etc.)

Wie möchte ich nach dem Fasten weitermachen?

Dazu habe ich Lebensmittel und Alltagsgegenstände in verschiedene Kategorien eingeordnet und einen Plan aufgestellt, der für mich finanziell und vom Zeitaufwand her stemmbar ist.  Um hoffentlich auch Andere zu inspirieren, teile ich ihn hier:

Aus dem Unverpacktladen

-Nudeln

-Reis

-Linsen

-Bohnen

-Hefe, Backpulver, Backkakao etc.

-Spülmittel

-Shampoo

-Öl

-Samen und Nüsse

-Gemüsebrühe (wenn ich keine Zeit habe, sie selbst zu machen)

-gemahlene Haselnüsse bzw. Mandeln

-Sojajogurt

-Kouverture (Schokoladen)

-Gewürze

-Bambuszahnbürste

In Gläsern (welche ich gespült im Unverpacktladen abgebe)

-Kichererbsen

-Bohnen

-Mais

-getrocknete Tomaten

-Oliven

-Apfelmus

-Brotaufstriche

-Essig

-Saft

-passierte Tomaten

Aus dem Supermarkt (lose in die Hand nehmen bzw. mit Gemüsenetz)

-Obst

-Gemüse (Pilze, Kartoffeln etc. lose, wenn möglich)

Aus dem Markt (lose in die Hand nehmen bzw. mit Gemüsenetz)

-Obst und Gemüse generell, bzw. im Supermarkt fast immer verpackt:

-Rucola

-Walnüsse

-Spinat

-grüne Bohnen

-Pilze

-Erdbeeren

-Brokkoli

-Feldsalat

In Papier/ Pappe

-Brot, Brötchen, Backwaren (wenn nicht möglich, auf die Tüte verzichten und nicht selbst gemacht)

-Couscous, Graupen, Gries, Lasagneplatten o.Ä.

-Haferflocken

-Mehl

-Zucker

-Blätterteig

Sonstiges

-Briefmarken immer am Automaten ziehen

-Briefumschläge wiederverwenden (wenn möglich) und einzeln kaufen

Selber machen

-Waschmittel

-Deo

-in Zukunft ggf. noch Putzmittel

-vlt. versuche ich mich auch mal wieder an Spülmittel, aber ich bekomme die Konsistenz nicht so richtig hin

Einmal gekauft bzw. gemacht und verbraucht dadurch in Zukunft kein Plastik

-Menstruationstasse

-Seife zum Duschen

-feste Handseife

-Wachstuch (als Plastikfolienersatz)

Ab und zu in Plastik (weil teilweise häufig gebraucht und wenig Gelegenheiten zum alternativen Kauf)

-Hafermilch

-Hafer-/Sojasahne

-Kokosmilch

-Öl (in Glasflaschen mit Plastikteil oben)

-Süßigkeiten

-Brötchen in der Mensa

-veganer Käse (esse ich nicht oft und mache ich auch manchmal selbst)

-Reisblätter (esse ich nicht oft)

-Algen für Sushi (esse ich nicht oft)

In Plastik (weil noch keine (für mich machbaren) Alternativen gefunden)

-Vitamin B12

-Zahnpasta (kann man selber machen, ich weiß- habe ich mich aber noch nicht rangetraut, genauso wenig wie an die Tabletten)

-Zahnseide (Im Unverpacktladen gibt es nur Zahnseide aus Seide, das möchte ich nicht- habe gehört, dass es auch Zahnseide aus Bambus gibt, werde mich noch mehr informieren)

-Klopapier (unverpackt deutlich teurer, immerhin verwenden wir aber die Verpackung als Mülltüte im Bad)

-Gnocci (werde ich aber auch mal selbst machen)

-Blumenerde

-Tofu (kaufe ich selten selbst, gibt es in getrocknete Form auch im Unverpacktladen)

-Tesafilm

Ein Blogbeitrag von Linda

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.