Regional/Saisonal – Einkauf auf dem Wochenmarkt

Wieso habe ich mich für das Thema entschieden?

Bislang habe ich im Supermarkt eingekauft. Insbesondere vor dem Obst- & Gemüseregalen schaute ich jedoch schon immer die Herkunftsländer der Produkte nach. Das Wenigste kommt noch aus Deutschland, geschweige denn aus der Nähe meines Wohnorts Hildesheim.

Bei Getreide- & Fertigprodukten ist oft gar nicht nachzuempfinden, welche Strecke das Produkt von Anfang bis Ende hinter sich gelegt hat. Diese Entfremdung von dem, was mitunter das Wichtigste für unsere Grundbedürfnisse darstellt, schockiert mich schon lange.

Ich weiß, dass ich für eine Transformation des regionalen Marktes mehr tun könnte, wenn ich mich nur mehr bemühen & nachlesen würde. Um den von mir gewünschten regionalen/saisonalen Markt zu bekommen, möchte ich genau diesen aufsuchen & finanziell stützen – so kam ich zu „Einkauf auf dem Wochenmarkt“.

Was ist für mich während des Fastens regional & saisonal?

Sinnvoll wäre ein Aktionsradius von 50-100 km. Für mich sind beispielsweise Produkte aus den Niederlanden noch regionaler, als Produkte aus Südbayern. Aufgrund der Schwierigkeit & meiner Einkaufsortregelung reicht mir allerdings zum Einstieg Deutschland als Grenze für „regional“.

1) Die Auswahl des Einkaufsortes findet nach der Priorisierung statt

  1. Wochenmarkt & v.a. Hi-Land-Produkte!
  2. kleinerer Biomarkt (Knolle, TerraVerde)
  3. größerer Biomarkt (Denns)

—> Zuvor gekaufte Lebensmittel sollen möglichst alle vorher aufgebraucht/fair teilt werden.

2) Die Auswahl der Lebensmittel erfolgt auch nach Priorisierung:

  1. Lebensmittel zur Erntezeit (Bsp.: Lauch)
  2. Gelagerte Lebensmittel (Bsp.: Apfel)
  3. Eingelegte/-gemachte & haltbar gemachte Lebensmittel (Bsp.: Marmelade)
  • Noch immer fehlt mir Senf, Kapuzinerkresse, Leinsamen, Zucker & Hefe. Ich hoffe, dass ich da nächste Woche etwas mehr finde 🙂
  • Cheats der Woche: 3 TL Salz, 1 Handvoll vor dem Fasten nicht aufgebrauchte Nuss-Rosinen-Mischung, 1 Zitronen-Baiser-Tarte &1 Tabak Praline & 3 Macarons aus einer regional bemühten Pâtisserie, mehrere über Foodsharing gerettete Gebäckprodukte und Rübenkraut aus dem Supermarkt (von meiner Mama).

Alltagstauglichkeit: Bisherige Probleme & Gewinne

Gewinne:

  • Viele Menschen haben mir via Facebook & Telegram schon Tipps gegeben, da sie gelesen haben, dass ich gerade faste.
  • Das Gespräch über Essen überbrückt die Entfremdung vom Produkt & Produzent*in, die uns das Einkaufen im Supermarkt gerne oft beschert hat. Im Supermarkt unterhält man sich eigentlich mit niemanden, um etwas über ein Produkt & die Menschen dahinter zu erfahren. Manches steht im Aufdruck auf den Plastikbergen.

Probleme:

  • Verlust an Spontanität: Ich fühle mich massiv begrenzt, wenn ich darüber nachdenke, wie viel Zeit ich für Essensbesorgungen & -zbereitung einplanen muss. Dazu kommt, dass das Fasten unterwegs echt schwerfällt. Man muss immer vorbereitet aus dem Haus gehen & planen, was man wann, wo & wie essen kann.
  • Soziale Begrenzung: Zum Geburtstag mit selbst geschmierten Broten zu erscheinen, bei Freund(en) & Familie nichts essen zu können, nervt gewaltig. Das geht dann irgendwann an die psychischen & physischen Ressourcen, wenn man zeitgleich auch oft viel Appetit verspürt. Ich bin aber froh, dass ich mich nicht mehr so überfresse (n kann), wie das sonst oft passiert, jedoch gleich ins andere Extrem zu rutschen ist schon hart.

Vorbereitungen: Informationsbeschaffung: Wo kann ich wann wie Lebensmittel erhalten/kochen?

            —> 3x/Woche: Einkauf auf dem Wochenmarkt, Öffnungszeiten der Bioläden checken.

            —> mittwochs ab 17 Uhr Vokü (Volxküche) —> kochen von regionalem/saisonalem Essen.

            —> BUND Jugend Blog —> Tipps von Jenny, die letztes Jahr regional/saisonal gefastet hat

            —> Rezepte =Buch(-tipp): Regional, saisonal & regional

Mal schauen, wo sich noch ungeahnte Probleme auf tun werden und welche Erkenntnisse ich aus der Fastenzeit mitnehmen kann. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Ein Blogbeitrag von Kira im Rahmen des Klimafasten 2019


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