Palmöl, Aufzug, Alleine essen

Palmöl

Hallo!

Bald ist es wieder so weit. Nachdem ich im 2018 Plastik und 2019 Plastik/vegan gefastet habe, habe ich mir dieses Jahr Dreifach-Challenge vorgenommen. Aber erstmal dazu, was seit dem letzten Jahr passiert ist.

Plastik:

Leider bin ich nicht so konsequent, wie ich mir das gerne wünschen würde. Da ich 5 km vom Unverpacktladen entfernt wohne, kaufe ich leider doch deutlich seltener dort ein als während des letzten Klimafastens. Viele Produkte kaufe ich dann doch leider wieder in Plastik verpackt, weil ich nicht so lange warten will, z.B. Linsen. Auch Nussmilch habe ich seitdem nicht mehr selbst gemacht. Ich habe aber gelesen, dass es bald Hafermilch in Glasflaschen geben soll, das werde ich auf jeden Fall nutzen. Ich bringe weiterhin leere Klopapierrollen für Bastelprojekte zur BUNDJugend und leere Gläser in den Unverpacktladen, wodurch ich meinen Müllverbrauch auch reduziere. Außerdem teile ich mir seit ein paar Monaten mit einem meiner Mitbewohner eine Bio-Gemüsekiste. Im letzten Jahr hatten wir immer eine Überraschungskiste mit regionalen Produkten, da er aber weniger experimentell ist, was verschiedene Gemüsesorten angeht, als ich, musste ich dann häufig sehr viel auf einmal verbrauchen und es wurden auch vereinzelt Sachen schlecht. Deswegen stellen wir jetzt immer unsere Kiste gemeinsam zusammen und bestellen dabei überwiegend regionale Produkte, die normalerweise unverpackt sind (bis auf Paprika, die wir danach nicht mehr bestellt haben und Pilze in einer Papiertüte).

Vegan:

Ich habe das ganze Jahr über immer mehr alte Freund*innen davon erzählt, dass ich vegan lebe und die Reaktionen waren sehr positiv. Auch bei meinem Vater und meiner Verwandtschaft esse ich inzwischen vegan, bei meiner Mutter jedoch noch nicht. Außerdem esse ich manchmal Dinge, die z.B. ausversehen unvegan gekauft wurden, weil Label nicht gelesen, gerettete Lebensmittel oder Süßigkeiten, die ich geschenkt bekomme, in dem Moment nicht ablehnen kann und zu hungrig bin vor dem weiterverschenken. Insgesamt bin ich damit aber sehr zufrieden, so lebe ich ca. 11 von 12 Monaten ausschließlich vegan und sonst vegetarisch.

Sonstiges:

Seit Februar beziehen wir Ökostrom von den Bürgerwerken. Kleine Schleichwerbung: Wer zu den Bürgerwerken wechselt, kann ich gerne mal bei mir melden, beide Seiten bekommen einen Rabatt von 15 Euro :-D. Wir haben leider eine sehr unnachhaltige Nachtspeicherheizung, heizen dafür aber weder Bad noch Küche und haben jetzt sogar über 300 € zurückbekommen, wobei ich mir allerdings nicht sicher bin, ob das daran liegt, dass wir so sparsam sind oder dass wir auch einfach oft nicht da waren… Außerdem bin ich seit März 2018 nicht mehr geflogen, werde aber ggf. im August für die Arbeit fliegen müssen, aber versuche, da eine andere Lösung zu finden oder alternativ wenigstens zu kompensieren. Außerdem mache ich weiterhin mein Waschmittel und Deo selbst, benutze eine feste Seife und Shampoo aus dem Unverpacktladen, habe eine Bambushaar- und zahnbürste (außer die Male, als ich sie vergessen hatte) und weiterhin eine Menstruationstasse. Ich habe mir innerhalb eines Jahres nur ein Kleidungsstück gekauft, allerdings auch ein paar geschenkt bekommen (viele davon aber gebraucht).

Klimafasten 2020:

Ich möchte auch auf Palmöl verzichten, also in den Produkten, die ich kaufe, nicht, wenn ich irgendwo anders esse. Ich habe den Eindruck, dass mir das bisher ganz gut gelingt, möchte aber mehr darauf achten. In meiner neuen Arbeitsstelle gibt es einen Aufzug. Mein Büro liegt im 3. Stock Altbau. Zu Beginn bin ich öfter mit dem Fahrstuhl gefahren, jetzt fange ich aber schon seit einigen Tagen das Aufzugfasten an. Ausnahmen sind für mich, wenn Dinge transportiert werden müssen. Außerdem möchte ich „alleine essen“ fasten. Das ist weniger auf das Klima bezogen als auf mich selbst, aber ich habe die letzten zwei Jahre jeweils für 4 Wochen auf einem Camp gearbeitet und dort durchgängig Zeit mit anderen Menschen verbracht. Das vermisse ich insbesondere seitdem ich vom letzten Camp zurückgekehrt bin, sehr in meinem Alltag, weswegen ich mir vorgenommen habe, weniger oft allein zu essen. Das ist beim Frühstück schwieriger, beim Mittagessen meist schon der Fall und beim Abendessen auf jeden Fall verbesserungswürdig. An alle Leute, die ich wegen gemeinsam Essen gefragt habe oder noch fragen werde- das mache ich natürlich nicht in erster Linie wegen des Klimafastens, sondern auch, weil ich das gerne machen möchte! 😊

Blogbeitrag von Linda


Photo by Eva Blue on Unsplash

2 Kommentare

  1. Anja Sommer

    Hallo Linda, du hast dir aber viel vorgenommen! Ich wünsche dir viel Erfolg dabei. Ich faste dieses Jahr Plastik, Zucker und Weizen (Zucker und Weizen eher aus gesundheitlichen Gründen) Ich finde Plastikfasten gar nicht so einfach. Der nächste Unverpacktladen in meiner ist 20 Kilometer entfernt. Ich versuche dort einmal in der Woche für eine Woche einzukaufen. Obst und Gemüse kann ich bei einem regionalen Gemüsehändler kaufen. Ich würde mich freuen, wenn du uns hier auf dem laufenden halten könntest. Ich finde das ziemlich spannend.

    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!

    Viele Grüße,

    Anja

  2. Linda Koch

    Liebe Anja,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast dir aber auch viel vorgenommen! Würde mich auch freuen, wenn du mich auf dem laufenden hältst. Bei mir ist der Unverpacktladen nur 5km entfernt, ich schaffe es trotzdem nur so selten da hin 🙁

    Wünsche dir auch eine schöne Woche!
    Linda

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