Mit dem Fahrrad von Toulouse nach Würzburg – Fasten bei der Fortbewegung

Seit Mittwoch, dem 6. März ist die Fastenzeit angebrochen. Eine Periode, in der man auf übermäßigen Konsum verzichtet und versucht, sich auf das Wesentliche zu beschränken. So verzichtet man klassischerweise auf Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol. All diese Dinge haben eins gemeinsam: Es sind Genussmittel, die wir gerne konsumieren, welche aber in Massen auch schädlich für den Körper sein können. Ähnlich verhält es sich auch mit unserer Art, sich fortzubewegen. Was gibt es Komfortableres und Angenehmeres als sich von einem Zug oder einem Flugzeug von einer Stadt zur nächsten kutschieren zu lassen oder die Strecke selbst mit dem Auto zu bewältigen? Allerdings hat auch hier das Vergnügen eine schädliche Nebenwirkung, alle drei Verkehrsarten stoßen Kohlenstoffdioxid aus, schaden somit der Umwelt und treiben den Klimawandel voran.

Kann man die Fastenzeit also neu interpretieren? Sollte man diese Zeit nicht auch nutzen, um vielleicht auf den Schadstoffausstoß bei der Fortbewegung zu verzichten?

Freiwilligendienst in Toulouse

Ich möchte es auf jeden Fall einmal versuchen! Mein Name ist Frederik Beister, ich bin 20 Jahre alt und am Freitag, den 15.03 werde ich meinen Freiwilligendienst beim Maison du Vélo (Haus des Fahrrads) in Toulouse beenden. Das Maison du Vélo ist eine soziale Einrichtung, die sich für die Nutzung von Fahrrädern im Straßenverkehr stark macht. Es verfügt über eine gut ausgestattete Fahrradwerkstatt und vereint viele weitere Initiativen rund ums Fahrrad, wie beispielsweise eine Fahrradschule. Außerdem versucht es auch auf die vielen Vorteile des Fahrradfahrens aufmerksam zu machen. Das Rad verursacht nämlich keine Abgase, ist gut für die körperliche Fitness und schont noch dazu den Geldbeutel. Weder die Anschaffungs- noch die Instandhaltungskosten sind besonders hoch.

Von Toulouse nach Würzburg mit dem Rad ?!

Am Montag, den 18.03 möchte ich in meine Studienstadt Würzburg zurückkehren. Da kam mir die Idee, diese Strecke einfach mit meinem Drahtesel zurückzulegen. Die reine Distanz zwischen Toulouse und Würzburg beträgt 1300 Kilometer. Normalerweise würde ich für eine solche Reise die Bahn nehmen oder selbst mit dem Auto fahren. Jetzt möchte ich es mal auf zwei Rädern und ohne Motor probieren.

Ich lasse mich auf eine Reise ein, die mich den Toulouse durchfließenden Canal du Midi entlang bis zum Mittelmeer führt. Von dort aus werde ich mich dem Mistral stellen und das Rhonetal bis nach Lyon hoch kämpfen. Ab dann werde ich versuchen nach Elsass zu kommen, um bei Straßburg die deutsch-französische Grenze zu überqueren. In Deutschland werde ich noch eine Zwischenetappe in Aschaffenburg einlegen, um schlussendlich Kurs auf mein Reiseziel Würzburg aufzunehmen.

Aufgrund der „fridays for future“ – Demonstrationen habe ich mich gefragt, was ich selbst zum Klimaschutz beitragen kann und wie generell jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann.

Ziel meiner Aktion ist es deswegen, Motivation und Inspiration zu schaffen, Strecken auch mal mit dem Rad zurückzulegen. Ich würde mich freuen, wenn ich dadurch dazu beitragen kann, dass mehr Leute sich gerne auf den Sattel schwingen, um beispielsweise zur Arbeit zu fahren.

Ich freue mich, wenn ihr jetzt auch Lust habt vielleicht wieder öfter auf euer Fahrrad zu steigen!Für mehr Informationen zu meinem Vorhaben schaut doch auch gerne auf meinem Blog vorbei.

Ein Blogbeitrag von Frederik Beister


1 Kommentare

  1. Jutta Schamberger

    Lieber Frederik,
    bonne chance pour ton voyage en velo,
    immer Rückenwind und Pannen nur da, wo dir nette Menschen helfen können.
    Wir denken an dich!
    Jutta und Rainer

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