Maria und Eva schlemmen vegan … und geben ihre Lieblingsrezepte weiter!

Wer seid ihr zwei?

Maria: Hey, ich bin Maria, bin 27 und studiere Geographie in Göttingen. Ich wohne in einer tollen WG, mache in meiner Freizeit viel Akrobatik, koche, esse und gärtnere sehr gern, und kenne und liebe die BUNDjugend schon seit 2009 😉

Eva: Hey, ich bin Eva, 19 Jahre alt und habe letztes Jahr Abi gemacht und werde ab Oktober vermutlich Architektur studieren. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, backe und wandel mein Zimmer gerade in ein provisorische Gewächshaus mit Paprika-, Kürbis-, Avocado- und Granatapfelpflänzchen um. Ansonsten verbringe ich viel Zeit in meiner kleinen Werkstatt wo ich aus alten Paletten Insektenhäuser baue. Seit Dezember letzten Jahres bin ich in der BUNDjugend Nienburg 🙂

Was habt ihr euch für das Klimafasten vorgenommen?

Eva: Da ich schon vorher Vegetarierin war, hab ich mich hin und wieder auch mal vegan ernährt aber für die Fastenzeit habe ich mir dann vorgenommen, mich komplett vegan zu ernähren und auch darauf zu achten, was genau ich da kaufe und wo es herkommt.

Maria: Mich (mal wieder) konsequent vegan zu ernähren. 2012 habe ich angefangen, von vegetarischer Ernährung auf vegane zu wechseln, ich hab aber von Anfang an einige Ausnahmen definiert, z.B. habe ich eigentlich die ganze Zeit über dann tierische Produkte gegessen, wenn sie „containert“ wurden, also aus einer Mülltonne gefischt wurden, oder wenn sie sonst definitiv weggeworfen worden wären. In letzter Zeit hab ich allerdings auch abgesehen davon einige Ausnahmen gemacht, sodass ich mich nicht mehr als Veganerin bezeichnen wollte. In der Klimafasten-Zeit hieß es jetzt: Mal wieder 100% vegane Ernährung!

Und, wie läuft’s?

Maria: Eigentlich ziemlich gut. In meiner WG wird sowieso immer viel vegan gekocht, und da ich ja vorher auch schon überwiegend vegan gegessen habe, war es keine große Umstellung, sondern eher eine Frage der Disziplin. Und Motivation hab ich durch den Austausch mit Eva auch immer wieder bekommen! Die große Schwierigkeit ist, dass wir aktuell viel nicht-veganes Essen von unseren Nachbarn geschenkt bekommen und dies von meinen 5 Mitbewohner*innen nicht immer rechtzeitig aufgegessen wird. Da schaue ich ungerne zu, wie es schlecht wird, ich schaffe es aber zeitlich auch nicht immer, das Essen rechtzeitig zum Fairteiler zu bringen.

Eva: Es läuft super! Am Anfang dachte ich es wäre eine Einschränkung und total aufwändig. Klar ist es manchmal schwer auf Geburtstagen keine Kekse oder Kuchen zu essen oder kein spontanes Kaffee trinken mit Freunden,… aber es gibt so viele tolle vegane Rezepte, dass ich auch schon mal mit meinen Freunden einfach was Veganes gekocht habe. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr Lust zum Kochen und Backen bekommen und bin mutiger geworden, neue Rezepte auszuprobieren. Außerdem ist mir aufgefallen, wie einfach und schnell es doch ist etwas Veganes zu kochen, denn auch so im Alltag sind schon viele Lebensmittel vegan.

Was ist euer Lieblings-Vegan-Tipp?

Maria: Puh, das ist schwierig, gibt so viele! (1) Für alle Fans von Nuss-Nougat-Cremes: Es gibt eine vegane Variante, die palmölfrei ist! Die Marke heißt „So vegan, so fein“, und es gibt sie in 3 Sorten: Zartbitter, Schoko, und Nuss-Nougat. – (2) Vegan essen gehen ist gar nicht so schwer, aber oft empfiehlt es sich, am Anfang direkt das Personal nach veganen Gerichten zu fragen, anstatt beim ewigen Wälzen der Speisekarte langsam frustriert zu werden. Oft kommt das Küchenpersonal auch auf kreative Ideen, selbst wenn keins der Gerichte auf der Karte vegan ist.

Eva: Also mein Tipp ist einfach ausprobieren. Oft ist es viel einfach etwas veganes und dazu noch wirklich leckeres zu kochen als man am Anfang denkt und wenn man dann erstmal angefangen hat, kann man gar nicht mehr aufhören. 😉

Wie geht es für euch nach dem Klimafasten weiter? Alles „back to usual“?

Maria: Hoffentlich nicht ganz. Ich denke, ich werde wie vorher wieder Ausnahmen für gerettetes Essen machen, weil ich dieses Prinzip ziemlich sinnvoll finde. Aber abgesehen davon möchte ich gerne so wie jetzt im Klimafasten konsequenter bleiben. Außerdem haben Eva und ich es nicht geschafft, uns in der Fastenzeit für ein gemeinsames veganes Essen zu treffen – also wollen wir das vielleicht im Sommer nachholen!

Eva: Es wird auf jeden Fall nicht wieder „back to usual“ gehen. Es hat mir in den letzten knapp 40 Tagen so viel Spaß gemacht und ich fühle mich so gut dabei, dass ich es auf jeden Fall versuchen werde beizubehalten. Außerdem freue ich mich schon auf das gemeinsame Kochen/Backen mit Maria. 🙂

Marias Veganer Sandkuchen mit Schokolade

(oder: Schoko-Nuss-Kuchen)

Zutaten

für den Teig:

250 g Mehl (Dinkel oder Weizen)

100 g gemahlene Mandeln

250 g Zucker (Vollrohrzucker schmeckt am besten)

100 g Margarine, vegan, geschmolzen

ca. 250 ml Sojadrink (oder anderer Pflanzendrink)

Wasser nach Bedarf

etwas (ca. 2 gehäufte Esslöffel) Sojamehl oder veganer Ei-Ersatz

1 Pk. Backpulver

1 Pk. Vanillezucker

ca. 4 EL Kakao

100 g Zartbitterschokolade oder Kuvertüre

für die Glasur, falls gewünscht:

ca. 50 – 100 g Zartbitterschokolade oder Kuvertüre

Schokostreusel (vegan) oder Krokant oder was euch sonst noch so einfällt 🙂

Zubereitung:

Zutaten mischen und einen zähflüssigen Rührteig herstellen. Zum Schluss die Zartbitterschokolade kleinhacken und unterrühren. Die Zutaten in eine Kastenform und ggf. einige Muffinformen füllen und bei 175° Umluft ca. 45 – 60 min backen.

Dann den Kuchen etwas abkühlen lassen. Wenn eine Glasur gewünscht ist, Zartbitterschokolade oder Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf dem Kuchen verteilen. Schokostreusel, Krokant oder was euch sonst so gefällt zum Dekorieren darüberstreuen.

Einige Tipps und Variationen:

1) Die angegebene Menge ergibt ca. 1 Kastenform und ein paar Muffins. Ich mache normalerweise immer die doppelte Menge Teig, weil ich eine sehr gefräßige WG habe und meistens auch noch ein paar Stücke an Freund*innen verschenken möchte 😉

2) Ich liebe ja auch bunte Zuckerstreusel, aber die sind häufig nicht vegan. In den roten Streuseln ist oft „Echtes Karmin“, was tatsächlich immer noch aus Läusen gewonnen wird. Genauso aufpassen müsst ihr bei Schokostreuseln, die häufig Milch enthalten, und bei Margarine, die oft mit Molkeerzeugnis oder Ähnlichem hergestellt wird.

3) Die gemahlenen Mandeln könnt ihr auch weglassen und einfach durch die entsprechende Menge Mehl ersetzen. Ebenso solltet ihr bei Nusskrokant aufpassen, falls ihr oder eure Freund*innen eine Nussallergie habt.

4) Ursprünglich hab ich dieses Rezept mal auf www.rezeptefuchs.de gefunden, es ist von mir im Laufe der Zeit allerdings etwas abgeändert worden. Auf der Plattform findet ihr viele andere leckere vegane Rezepte.

Guten Appetit! Eure Maria <3

Evas Früchtebrot

Hier einmal mein Lieblingsbrotrezept. Das brauchst du:

20 g Backferment

550g Dinkelvollkornmehl

100g Cranberrys

100g Trockenpflaumen

20g Goji – Beeren

100g Cashewkerne

50g geröstete Haselnusskerne

30g gepoppter Amaranth

50 g Leinsamen

100g Agavendicksaft

½ TL jodiertes Meersalz

Schritt 1

350ml warmes Wasser mit Bachferment verrühren, 300g Mehl einrühren und den Teig mit etwas Mehl bestäuben. Schale mit Küchentuch abdecken und an einem wärmeren Ort ca. 12 Stunden ruhen lassen.

Schritt 2

In die Masse 150ml warmes Wasser und 250g Mehl unterrühren und weitere 5 Stunden gehen lassen. Teig sollte nun sichtbar größer geworden sein.

Schritt 3

Alle weiten Zutaten kleinhacken und mit der Teigmasse verrühren. Anschließend in eine Kastenform geben. Ofen auf 180 °C vorheizen und das Brot auf mittlerer Schiene 60 min backen.

Viel Spaß beim Nachbacken.

PS : Wem das zu lange dauert, vermengt einfach Seidentofu mit geschmolzener Schokolade und Vanillezucker und hat leckere Mousse au Chocolat.

Diesen Artikel findet ihr auch im Klimafasten Kalender der BUNDjugend Niedersachsen

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