Locals United stellt vor: Quyên

Selbstbeschreibung:

Hi, ich bin Quyên, ich studiere Ethnologie und Linguistik an der Universität zu Köln und bin zudem in einigen Gruppen aktiv, wo ich mich für die Belangen von BIPOC einsetze und antirassistische Arbeit betreibe und momentan mach ich auch seit Neustem ein Training von PERSP:ACTIVE vom BUND, wo ich geschult werde, Workshops für politische Bildung zu geben.

Und warum mach ich das, warum setz ich mich für Klimagerechtigkeit ein?

Ich glaube, dass es gar keinen Weg daran vorbei gegeben hat, also ich glaube meine Emotionen und Gefühle haben gar keinen anderen Weg zugelassen als sich in diese Richtung zu kanalisieren. Ich glaube, in den anderen Vorstellungsvideos wurden schon sehr viele Konzepte erläutert zwischen all den Formen der Diskriminierungen, Kolonialität und Hegemonien und Machtverhältnisse und Strukturen. Mir ist es wichtig zu sagen, dass zwischen all diesen abstrakten Begriffen, die wichtig sind, dass wir sie haben, damit wir Dinge benennen können, vor allem immer wieder auch Schicksale von Existenzen dranhängen. Also mit jedem anonymisierten Beispiel, mit jedem Bild, was man sieht, mit jeder Schlagzeile, die man liest, liest man über die tatsächlichen Existenzen von Menschen, die eben nicht das Privileg haben, deren Stimme gehört zu bekommen oder eine Reichweite zu bekommen. Wenn ich mich einsetze, dann setze ich mich nicht unbedingt für mich als Person ein, sondern vor allem auch – das ist natürlich auch wichtig – aber vor allem setze ich mich für die Menschen ein, die aufgrund ihrer Lebensrealität eben nicht in der Position sein können, ihre Stimme zu erheben, die Sprache zu sprechen, die gehört wird oder aber auch diese Form des Widerstandes leisten zu können. Ich glaube wir können alle eine Form des Widerstandes wählen, einen Widerstand von Strukturen und eines unfairen ungerechten Systems, Widerstand gegenüber einem System, das auf dem Rücken von anderen Menschen getragen wird, nur um sich selbst weiter in die Tasche zu spielen, eines ungerechten Marktsystems. Und dafür setze ich mich ein, auch wenn ich darin unsicher bin und wenn ich glaube es gibt sehr viele verschiedene Formen des Widerstandes und das explizit ist meine, einfach nur zu gucken, wie weit kann ich gehen, was kann ich alles machen, wie kann ich mich von dem Gefühl der Ohnmacht befreien.

Was ist deine Utopie?

In meiner Utopie sieht es glaub ich so aus, dass die Menschheit ihre Ignoranz und ihre Arroganz gegenüber anderen Lebensformen ablegt. Also ich glaube, ich würde mir wünschen, dass wir diesen Humanismus überwinden, der darauf fußt, eine Überlegenheit des Menschen zu konstruieren und stattdessen eine Demut entwickeln gegenüber unserer Umwelt, gegenüber unserem Umfeld und anderen Menschen mit anderen Lebenskonzepten und wir mithilfe dieses Schrittes dann erkennen, wo können wir noch weiter lernen und wo müssen wir weiter lernen und welche Verantwortungen müssen wir übernehmen. Ich glaube, das wäre der Anfang meiner Utopie, wenn das in das allgemeine kollektive Bewusstsein dringen würde zu sagen wir müssen erkennen, wo unsere Verantwortungen liegen und dementsprechend handeln.

Hier findet ihr das ganze Interview im Videoformat auf Instagram.

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