Leben ̶o̶̶h̶̶n̶̶e̶ mit weniger Plastik

Von Lucia:

Halbzeit beim Klimafasten und gerade anfangs war es schwieriger, als ich erwartet hätte. Das liegt aber vor allem daran, dass ich eigentlich seit Beginn der Fastenzeit krank bin und mir damit einfach die Energie und Geduld fehlt mehrere Läden abzuklappern, um meine Lebensmittel gänzlich ohne Plastik zu kaufen. Dazu kommt auch, dass ich wirklich lange versucht habe mit Hilfe von Hausmitteln gesund zu werden, aber es mir nach drei Wochen dann doch gereicht habe und ich jetzt Medikamente habe, die natürlich nicht plastikfrei zu haben sind.

Aber ich habe natürlich auch einige kleine Erfolge zu vermelden:

Biomüll statt Hausmüll
Mein Biomülleimer ist angekommen, leider und kaum überraschend eingepackt in einer Plastiktüte und Luftpolsterfolie. Der Mülleimer ist klein, es riecht nichts, er sieht schick aus und die Reste bleiben nicht in irgendwelchen Ecken hängen, weil er keine hat. Der Blick in die Biomülltonne zeigt allerdings, dass das die anderen Bewohner des Hauses das mit dem Biomüll nicht so ernst nehmen. Im Gegensatz zu allen anderen Tonnen wird diese einfach nicht voller und es liegen fette schwarze Müllsäcke drin. Ich versuche mich davon nicht entmutigen zu lassen.

Unverpackt einkaufen
Ich habe einen Ausflug in den Unverpackt Laden „Der Sache wegen“ gemacht und ich bin verliebt. Die Preise sind echt in Ordnung, man bekommt alles, was das Herz begehrt und er ist richtig schön eingerichtet. Sollte man seinen Einkauf nicht ausreichend geplant und vorbereitet haben, findet man dort auch kostenlose Stoffbeutel und ausgespülte Gläser.

Ich habe seit einer Weile auch immer ein paar Wäschebeutel dabei, um Lebensmittel nicht in Papier- oder Plastiktüten kaufen zu müssen oder lose aufs Band zu legen. Das geht bei größeren Sachen immer ganz gut, aber als ich losen Spinat ohne Tüte aufs Band gelegt habe, kam ich mir schon ein bisschen blöd vor. Aber die Mitarbeiter in Bioläden kommen mir in dieser Hinsicht recht entspannt vor.

DIY-Bienenwachstücher
Bienenwachstücher wurden ja schon in einem anderen Blogeintrag vorgestellt. Ich habe versucht sie selbst zu machen und mich dabei an der Anleitung von Schwatzkatz orientiert. Allerdings halte ich mich nicht an Rezepte und habe das nach Gefühl gemacht, was eher nicht gepasst hat. Ich habe also viel zu viel Wachs genommen und deshalb dann noch ein weiteres Tuch darauf gelegt, das durch das Bügeln ebenfalls das Wachs aufgenommen hat. Jetzt habe ich drei Bienenwachstücher und dann fiel mir auf, dass ich weder Alufolie noch Frischhaltefolie im Alltag nutze…

Weitere Ziele für die restliche Zeit bis Ostern:

1. Pflanzenmilch selber machen
2. Reinigungsmittel selber machen

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