Klimafasten Woche 1 – Plastikfrei, Vegan

Ich bin Linda, 24 Jahre alt, studiere Peace and Conflict Studies in Magdeburg und bin dort auch in der Landesjugendleitung der BUNDJugend aktiv. Nachdem ich aus dem Klimafasten 2018 (Plastik) einige gute Ansätze gezogen habe, werde ich es dieses Jahr noch ein Mal versuchen, um weitere Ideen für die Reduktion meines Plastikkonsums auch über die Fastenzeit hinaus zu bekommen. Zudem faste ich vegan. Ich esse sowieso schon größtenteils vegan, die einzigen Ausnahmen sind Essen mit alten Freund*innen und mit meiner Familie, die ich nur ziemlich selten sehe. Trotzdem ist es mein Ziel, sie über meine vegane Lebensweise aufzuklären und ein möglichst unkompliziertes und harmonisches Miteinander diesbezüglich zu finden.

Soweit läuft es eigentlich ziemlich gut!

Ich habe bisher komplett plastikfrei eingekauft, da ich zum einen noch einige Lebensmittel da hatte und zum anderen häufig in der Mensa gegessen habe. Ansonsten war ich nun aber endlich mal im Unverpackt Laden in Magdeburg (sogar zweimal) und habe Folgendes gekauft: Haferflocken, Nudeln, rote Linsen, Reis, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Hefeflocken, Kakaopulver, Basilikum, Oregano, zwei Schwammtücher, passierte Tomaten, Gemüsebrühe, getrocknete Tomaten, einen Schwamm, eine Zahnbürste, Spülmittel, Shampoo, Olivenöl und gemahlene Mandeln. Außerdem habe ich Obst und Gemüse mit Gemüsenetzen auf dem Wochenmarkt gekauft, sowie einen Aufstrich, Kichererbsen und Pesto im Glas bei DM. Die Gläser kann ich nämlich gespült wieder beim Unverpackt Laden abgeben, dort können sie von Kund*innen verwendet werden. Am Freitag war ich unterwegs und habe meine Erkenntnisse vom letzten Jahr berücksichtigt, nämlich sich auf Bahnfahrten entweder etwas mitzunehmen (Nudeln beim Mittagessen) oder mehr Zeit einzuplanen, um etwas im Restaurant zu essen. Am Samstag habe ich mal wieder Waschmittel selbst gemacht, das ist sehr einfach und wirklich nicht zeitaufwändig!

Ein weiterer Tipp von mir: Briefmarken einzeln kaufen spart die Plastikverpackung, welche bei Sets immer dabei ist. Einziges Sorgenkind ist meine Pflanzenmilch, die ich einfach nicht im Glas finde. Ich werde mich nachher mal an selbst gemachte Mandelmilch wagen. Dafür wurde schon Mandelpulver gekauft, der Nussmilchbeutel war mir aber zu teuer, weswegen ich das gleich einfach mal mit einem engmaschigen Beutelchen probieren werde.

Seitdem meine Hafermilch leer ist, esse ich meine Haferflocken mit Wasser- das soll aber bitte kein Dauerzustand werden!

Außerdem werde ich mich auch noch ans Sugaring wagen und über meine Erfahrungen berichten, denn rasieren ist nicht nur nervig, sondern verursacht auch ganz schön viel Müll!

Zum veganen Essen: Wie oben schon erwähnt, ernähre ich mich eigentlich ausschließlich vegan und stellt daher für mich keine derart große Herausforderung wie der Verzicht auf Plastik für mich dar. Trotzdem habe ich diese Woche 2x aus Versehen Tierprodukte gegessen: Bei einer Veranstaltung gab es mit Zucchini und Aubergine belegte Brötchen- die werden schon vegan sein, dachte ich. Falsch gedacht, denn sie waren mit irgendetwas mysteriösem bestrichen, was ich nicht wirklich einordnen konnte. War es Butter? Oder Margarine? Oder etwas ganz anderes? Keine Ahnung… Im Unverpackt Laden habe ich dummerweise Eiweißnudeln gekauft, obwohl sie ganz viele vegane Nudeln haben. Ich habe statt „mit Eiweiß, glutenfrei“ irgendwie „eifrei, glutenfrei“ gelesen, na ja, das kann schon mal passieren! Nächste Woche werde ich aber bezüglich Plastik einmal „cheaten“ müssen, da ich endlich eine schwarze Patrone für meinen Drucker kaufen möchte (die ist seit über einem Jahr leer) und die wird wohl oder übel in Plastik eingepackt sein ☹ Naja, mal sehen, ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Ein Blogbeitrag von Linda im Rahmen des Klimafasten 2019

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