„Ihr macht nur Müll!“ – Aktionsanleitung für ein Müll -Mahnmal

Unter dem Motto „Ihr macht nur Müll!“ könnt ihr auf den Verpackungswahn hinweisen. Jede*r kennt das: Im Supermarkt möchte man Gemüse kaufen, aber Vieles gibt es nur eingepackt – ein Kilo Möhren in der Plastikschale oder die Zwiebeln im Netz. Manchmal braucht man gar nicht so viel Essen und auch sonst fragt man sich, wieso die Gurke, die ja eigentlich eine Schale hat, nochmals mit Plastik umhüllt wird. Unternehmer*innen, aber auch Politiker*innen bleiben jedoch tatenlos, während die Müllberge auf Müllkippen weiter anwachsen. Wir trennen zwar Müll, aber ein Großteil wird trotzdem verbrannt oder von uns in den globalen Süden verschifft. Durch unsere Mülltonnen und Entsorgungsbetriebe ist das Problem jedoch vor Ort meist nicht sichtbar – und das wollen wir mit dieser Aktion ändern.

Jede*r kennt das: Im Supermarkt möchte man Gemüse kaufen, aber Vieles gibt es nur eingepackt – ein Kilo Möhren in der Plastikschale oder die Zwiebeln im Netz.

  1. Erstmal braucht ihr Müll. Dafür könnt ihr euren eigenen Müll nutzen oder auch Nachbar*innen fragen – die werden ihren Müll sicher gern bei euch los. Natürlich könnt ihr den Müll auch in der Stadt sammeln und damit gleichzeitig auf die Umweltverschmutzung im öffentlichen Raum hinweisen.
  2. Wichtig: Meldet die Aktion an, damit ihr keine Probleme bekommt. Mehr Infos dazu findet ihr in unseren FAQs.
  3. Macht Werbung für die Aktion und ladet die Presse ein. Wie das richtig und wirkungsvoll geht, könnt ihr ebenfalls in unseren FAQs nachlesen.
  4. Am besten bereitet ihr noch ein paar Schilder mit euren Forderungen vor, damit den Passant*innen klar wird, was euer Anliegen ist: „Stoppt die Müllflut!“, „#zerowaste“, „Gesetze gegen Verpackungswahn“ oder auch „Wir wollen eure Verpackung nicht!“. Ihr könnt euch auch konkrete Forderungen überlegen, damit ihr diese gegenüber Passant*innen oder der Presse äußern könnt. Solche Forderungen könnten z. B. sein: „Wir fordern Gesetze, die Plastik-Einwegprodukte verbieten.“ „Wir wollen, dass Supermärkte Pfandsysteme für Kunststoffbehälter einführen.“ „Wir fordern, dass mehr Müll recycelt wird.“ „Wir brauchen ein Gesetz, dass Hersteller verpflichtet, länger als 2 Jahre die Garantie und Wartungsarbeiten für ihre Produkte zu übernehmen“.
  5. Auf geht’s zur Aktion – habt Spaß und macht Fotos. Nehmt die Müllsäcke mit und stellt sie an einem öffentlichen Platz gut sichtbar ab oder türmt sie zu einem Müll-Mahnmal auf. Alternative: Ihr nehmt nur einzelne, „saubere“ Müllteile (wie z.B. Tetrapaks, Gläser, Papierstücke) und baut daraus einen „Müllvorhang“, indem ihr die Teile an einzelne Schnüre (z.B. Paketschnur, Angelschnur) klebt oder darauf auffädelt. Diese Schnüre könnt ihr dann an einem längeren Brett oder Balken festmachen. Und schon ist der Müllvorhang fertig, durch den ihr Passant*innen durchlaufen lassen könnt. Oder ihr nehmt euch ein Beispiel an den „Müllmonstern“ der BUNDjugend Berlin.
  6. Falls keine Pressevertreter*innen vor Ort waren, schreibt eine Pressemitteilung, die ihr an die (Lokal-)Presse verschickt, am besten mit 2-3 guten Bildern.

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