Halbzeit #Plastikfasten

Von Linda:

Wir haben WG-Essen: Meine Mitbewohnerin ist mit dem Rezept dran. Wir kaufen zusammen ein, sie bezahlt. Leider besorgen wir vieles, das in Plastik eingepackt ist (Sellerie, Sahne, Reibekäse).

Ein paar Tage später trinke ich einen Tee in einem Café. Der Teebeutel ist in Plastik verpackt und ein in Plastik verpackter Keks liegt daneben. Den Keks lasse ich liegen, da ich davon ausgehe, dass er beim nächsten Mal wiederverwendet wird, den Tee trinke ich.

Abends mache ich Duschgel selbst. Der Zeitaufwand ist wirklich gering (etwa 10 Minuten). Das Rezept findet ihr hier. Ich habe neben den Grundzutaten ein ganz kleines bisschen Olivenöl und Speisestärke verwendet. Resultat: Es fühlt sich etwas seltsam an auf der Haut, aber die Konsistenz ist gut (vielleicht ein bisschen zu flüssig) und ich fühle mich sauber.

Ich brauchte für eine wichtige administrative Angelegenheit einen Briefumschlag mit Fenster und habe deshalb herumgefragt, ob jemand denn einen Umschlag habe und so einen bekommen. Das halte ich gerade bei solchen Gegenständen (billig, einige Menschen haben das und es lohnt sich nicht, es sich selbst anzuschaffen, weil man es zu selten braucht) für eine gute Idee. Außerdem kommt man in Kontakt mit anderen Menschen.

Leider werde ich jetzt von zwei Ausnahmen berichten: Ich habe Milch im Tetrapack gekauft (da ist natürlich ein Plastikdeckel drauf) und eine Plastikflasche (Es gab weit und breit weder eine Möglichkeit, meine Thermosflasche aufzufüllen noch eine Flasche ohne Plastik zu kaufen und ich hatte seit mehreren Stunden nur wenig getrunken und eine mehrstündige Busfahrt vor mir).

Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs und wollte mir dann irgendwann doch eine warme Mahlzeit kaufen. Ich kaufte ein Reisgericht und da ich kein Besteck dabei hatte (das muss ich unbedingt in jedes Gepäckstück, das ich habe, tun!) und es sonst natürlich nur Plastikbesteck gab, aß ich mit Stäbchen- eine motorische Herausforderung, aber möglich!

Heute kaufte ich mir ein Brötchen beim gleichen Bäcker, von dem ich im ersten Bericht berichtet habe, weil es am Bahnhof keinen anderen gibt (und ich nur noch 10 Minuten Zeit hatte, bis mein Zug fuhr). Ich sah, dass es Papiertüten ohne Plastik gab und überlegte, ob sie vielleicht die Tüten geändert hatten- dann wurde mein Brötchen doch wieder in eine Papier-Plastik-Tüte gepackt… ärgerlich.

Fazit aus meiner Erfahrung bisher: Auf den Plastikkonsum verzichten funktioniert eigentlich ganz gut. Das Problem ist häufig Zeit und eine mangelnde Organisation. Man spart natürlich vor allem auf Reisen Plastik, wenn man sich etwas zu essen zu Hause vorbereitet und dann mitnimmt. Wenn man sich doch unterwegs etwas kauft, empfiehlt es sich, etwas zum „hier essen“ zu holen (falls möglich), weil man dann normalerweise einen Teller, eine Tasse und richtiges Besteck bekommt. Ein weiteres Problem ist, dass ich  teilweise nicht weiß, ob etwas in Plastik eingepackt sein wird (wie z.B. der Tee). Mein Problem ist allerdings der indirekte Plastikkonsum. Ich habe in den letzten Tagen häufig gegessen, was andere Leute (oder ein Restaurant) gekauft haben. Natürlich kann ich mir denken… das ist okay, das habe ich nicht gekauft, ich verzichte ja nur auf den Plastikkonsum… Aber es ist eigentlich nicht okay, mir fällt allerdings auch keine wirkliche Lösung dafür ein.

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