Die Müllmonster sind unter uns

Von Malte, LAURES Initiative (Landwirtschaft und Ressourcen) der BUNDjugend Berlin:

Plastik, Plastik, überall Plastik. Wir leben in einer Welt, in der wir umgeben sind von Plastik. An manchen Stellen ist es auch sehr sinnvoll Plastik einzusetzen, aber es gibt auch unzählige Beispiele, bei denen es überflüssig ist. Äpfel in Plastiktüten, Käse in einer Plastikbox in einer weiteren Plastiktüte… Aber wem erzählen wir das.

Um unsere eigenen Grenzen auszutesten, versuchen wir als Gruppe auf Plastikverpackungen und möglichst auch allen anderen Verpackungsmaterialien zu verzichten. Wir sind die LAURES Initiative der BUNDjugend Berlins. Damit nicht jede Person komplett die selben Informationen herausfinden muss, fasten wir als Gruppe. Wir teilen auch praktische Tipps untereinander, z. B. durch einen Workshop „Deo und Humus“, bei dem wir beides gemeinsam plastikfrei hergestellt haben.
Doch wir wollten nicht nur Wissen weitergeben, sondern auch Menschen erreichen, die sich noch nicht so sehr mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Deshalb teilen wir alles mögliche auf unserem eigenen Instagramkanal: byebyeplastic_berlin

Außerdem fingen wir damit an, eine kleine Aktion zu planen. Wir hatten verschiedene Ideen. Von einem Schriftzug aus gesammeltem Müll, bis zu der Idee, mit unserem produziertem Müll durch die Stadt zu tanzen. Im Endeffekt haben wir quasi nur das Tanzen weggelassen und fünf Müllmonster kreiert. Wobei wir nicht nur den Müll verwendet haben, den wir selbst produziert haben. Wir wollten einfach so viel wie möglich draufklatschen.

Als Tag für unsere Aktion haben wir den „Global Recycling Day“ gewählt, den 18.03.2018. Schon am Morgen, als wir mit den Kostümen in der S-Bahn vors Brandenburger Tor gefahren sind, gab es sehr viele erstaunte Gesichter und Nachfragen, was wir geplant haben. Doch die Befürchtungen, dass es viele negative Kommentare geben würde, waren unbegründet. Im Gegenteil. Die Menschen reagierten sehr positiv auf unserem Anblick. Klar, wurden wir auch von einigen ignoriert, aber es gab erstaunlich viele interessierte Nachfragen.
Das hörte auch vor dem Brandenburger Tor nicht auf. Dort haben wir einige Standbilder gemacht mit BUNDjugend Aktiven, aber auch mit Passanten. Das Ganze wurde vom RBB und der Berliner Morgenpost begleitet, die wir durch eine Pressemitteilung drei Tage vorher erreicht haben.

Doch was schreibe ich soviel, hier findet ihr noch mehr Bilder, die einen viel besseren Eindruck geben als das geschriebene Wort. Und hier ist der Fernsehbeitrag des RBB.

Wir können euch nur empfehlen eine ähnliche Aktion zu starten. Was ihr dazu braucht:
• Eine handvoll Menschen (das ist wohl das Wichtigste)
• Kostüme mit Müll – plant dafür genügend Zeit ein
• Eine Genehmigung von der örtlichen Polizei
• Eine*n Fotograf*in
• Eine Pressemitteilung – nicht zwingend, kann aber einige Medienvertreter*innen bewegen, euch in die lokalen Nachrichten zu bringen.

Sehr gerne kannst du mich anschreiben, falls du Näheres wissen möchtest. Ich habe die Aktion zwar nicht alleine organisiert, war aber ein kleiner Teil im Orgateam: malte@bundjugend-berlin.de

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