Die Entstehung der Black Lives Matter Bewegung

Black Lives Matter – Immer und Überall

Hinweis: In diesem Beitrag werden Themen wie Antischwarzen Rassismus, rassistische Gewalt & Mord thematisiert.

Trayvon Martin

Der Schwarze Teenager Trayvon Martin wurde am 26. Februar 2012 in Sanford nahe Orlando, USA erschossen. Trayvon lief auf die Straße und telefonierte nebenbei mit einer Freundin. Der Täter rief vor seiner Tat die Polizei an, um Trayvon grundlos anzuzeigen. Er folgte dem 17-Jährigen und verdächtigte ihn grundlos. Dann schoss er auf Trayvon.

Ein international beachteter Gerichtsprozess startete. Der Täter log an vielen Stellen. Es gab Beweise, dass seine Tat rassistisch motiviert war. Denn er gab zu, Trayvon verdächtigt zu haben, nur weil er Schwarz ist. Der Täter sammelte Geld für seine Kaution durch seine Webseite und verheimlichte dem Gerichte die Höhe der gesammelten Summe sowie andere Fakten. Dies wurde im Laufe des Prozesses klar und konnte jedoch die Entscheidung der mehrheitlich weißen Jury nicht beeinflussen. Die Geschworenen stuften den Fall als  Notwehr ein und sprachen den Täter im Juli 2013 frei. 

Nach dem Freispruch des Täters wendete sich Alicia Garza in einem Beitrag auf Facebook an Schwarze Mitmenschen, in dem sie betonte: „Our Lives Matter, Black Lives Matter“. Als Antwort schrieb Patrisse Cullors: „#BlackLivesMatter“. Opal Tometi unterstützte beide Aktivistinnen und die Online-Kampagne #BlackLivesMatter war damit geboren. Der Hashtag #BlackLivesMatter ging daraufhin viral, mobilisierte viele Menschen überall in den USA und weltweit. Die drei Schwarzen Aktivistinnen gelten als Gründerinnen der Organisation.

Trayvons Geschichte ging nie zu Ende: 3 Jahre später wollte der Täter die Pistole versteigern, mit der er Trayvon Martin ermordet hatte. 7 Jahre später verklagte er die Eltern von Trayvon auf Schadenersatz. Der Mord an Trayvon Martin, an George Floyd oder an Breonna Taylor und der Umgang damit sind keine Einzelfälle, sondern eine Folge rassistischer Staatsgewalt, die seit Generationen Täter_innen beschützt und Schwarzes Leben weiter unterdrückt. 

Black Lives Matter: Die Organisation

Als Gruppe bildete sich #BlackLivesmatter 2013 während der Proteste gegen rassistische staatliche Strukturen und Polizeigewalt in den USA und weltweit. Dies startete vor allem nach dem Mord an Trayvon Martin bzw. nach dem Freispruch des Täters. Die Gruppe organisierte sich vor Ort und erweiterte ihre Arbeit auf soziale Medien. Sie nutzen das Internet, um ihre Forderungen auf die politische und mediale Agenda zu setzen, z.B. durch Petitionen. Damit erreichten sie eine große Reichweite.

Die #BLM–Bewegung stützt sich auf Grundlagen und Wissen aus vielen Bewegungen. Zum Beispiel auf die US–amerikanische Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner_innen, der Schwarzen feministischen Bewegung der 80er, die LGBT+ -Bewegung usw. Damit beabsichtigten die Mitgründer_innen die Bewegung möglichst inklusiv, intersektional und mit flachen Hierarchien zu gestalten, um Schwarze Menschen mit verschiedenen Lebensrealitäten anzusprechen und marginalisierten Stimmen innerhalb der Schwarzen Community eine Beteiligungsbühne anzubieten. Dies betrifft vor allem arme, Trans* & queere, be_hinderte und illegalisierte Menschen. 

Aus diesen Beweggründen entstand später im Jahr 2013 der Hashtag #BlackTransLivesMatter als Reaktion auf den Mord an Islan Nettles und anderen trans* Personen. Auch mit dem Fokus “Black Trans Lives Matter” fanden viele Protestaktionen in unterschiedlichen Ländern statt.

Die Proteste verwenden Slogans, die auf die Opfer rassistischer und staatlicher Gewalt verweisen wie „I can’t breathe“ in Bezug auf den Mord an Eric Garner und George Floyd und „White silence is violence“ als Verweis auf die gesellschaftliche Verantwortung und Macht, die weiße Menschen haben. Dies ist eine Aufforderung, dass weiße Menschen ihr Schweigen über rassistische Gewalt brechen und anfangen antirassistisch zu handeln.

Mehr Infos zu den jeweiligen Themen findet ihr unter folgenden Links:
Kolonialismus, Schwarze Widerstandsbewegungen und Anti-Schwarzer Rassismus
Versklavung
Apartheid
Deutsche Kolonialgeschichte
Racial Segregation  
Ich kann nicht atmen“: wir müssen handeln! 
Denkmäler stürzen: ein Akt der Dekolonisierung 
Rassismus und Gewaltnarrative

1 Kommentare

  1. wir sollten wirklich nicht die Probleme der U.S.A. GLEICH als unsere sehen.
    Schwarze und andere wurden in den U.S.A. schon immer in bestimmte Bezirke gedrängt.
    Wie bei uns. Oder wer wohnt in dreckigen Hochhäusern?
    In dreckigen Wohnhäusern wohnen bei uns alle, die wenig haben.
    In den U.S.A. wohnten ausnahmslos, Schwarze und andere dort.
    Den Schwarzen gab man, wegen der Hautfarbe keine Kredite. Bei uns wegen dem Geldbeutel.
    Heisst wohl, dass weisse Familien, die schon lange vorort sind, immer Vorteile haben.
    Also Menschen, die ihren Besitz weitervererben konnten, sind die Gewinner!
    Ich selbst bin mit Türken, Jugos und Itakern und auch mit Schwarzen aufgewachsen.
    In einem Bezirk in einer Grossstadt, wo sich einfach alles gesammelt hat. Es gab nie die Frage, wo Du herkommst oder welche Religion Du hast.
    Und warum? Weil wir in diesem Bezirk irgendwie alle aus der selben Gosse kommen.
    Zuwenig geerbt und zuwenig Chancen.
    Ich stelle Aussagen eines Rassismus in Frage. Weil mein Vermieter gesagt hat, dass er auch auf den Geldbeutel schaut, und nicht auf den Namen.
    Deutschland ist im Grunde ein tolles Land. Solang die Schläfer in der Regierung ihre Arbeit verrichten.
    Ich glaube nicht, dass es hier ein grosses Rassismus-Problem gibt. Idioten aber wird es immer geben. In Deutschland leben wir längst mit vielen Kulturen zusammen und erkennen nicht, wie es tatsächlich klappt. Das Problem sind die krassen Unterschiede im Geldbeutel. Doch Deutschland war früher bekannt, als gastfreundlich.
    Früher, wo sich die Gehälter noch nicht so wahnsinnig unterschieden haben.
    Letztens sah ich beim einkaufen eine schwarze Frau. Sie war etwa 1,80 m hoch und etwa 30 Jahre alt und war echt sehr schön. Natürlich musste ich sie anschauen.
    Sie selbst dachte wahrscheinlich, ich hasse schwarze Haut.
    Ich kann dazu nur sagen, wie schön sie war.
    Und auch Zwerge werden angeschaut. Und auch Behinderte werden angeschaut.
    Aber eben dann, weil sie anders sind. Aber ist das Rassismus?
    Ich warne davor in Europa und Deutschland immer wieder das System und die Probleme der U.S.A. zu kopieren.
    Mit der CDU beispielsweise werden wir das immer wieder und immer wieder machen.
    Die Angst, dass jemand kommt, der mir dann alles wegnimmt.
    Aber es sollte anders laufen! ……. Niemand sollte mehr in die Situation kommen, jemand anderem etwas wegzunehmen.
    Und die Diskussion über die Polizei ist auch völlig unterschiedlich.
    In den U.S.A. muss ein Bulle tatsächlich damit rechnen erschossen zu werden.
    Und was machen wir. Wir übertragen das nun auf uns.
    Unsere Polizisten sind erstens besser geschult und zweitens, hoffe ich, dass sie mehr können, als zu schiessen. Wie ich es mir von allen erhoffe.
    Komisch das Deutsche mittlerweile sogar Sanitäter bei ihrem Einsatz hindern.
    Ich denke, dass Deutschland so bisschen den Faden verloren hat.
    Wer sind wir und wo geht es hin. Und so viele Verlierer. Und immer die selben Gewinner.
    CDU und Lobbyismus sei Dank. Und genauso eine schwerst schwache SPD.
    Und die Parteien im Bundestag können es wohl alle nicht besser.
    Aber eins ist dem Volk wohl klar.
    Ein weiterso ist nach 16 Jahren Merkel der Untergang.
    Es gäbe nach der CDU keinen Mindestlohn. Es gibt wegen der CDU viel zu hohe Mieten.
    Nicht mal ein Ansatz der CDU etwas zu reformieren. Nicht im Geringsten. Und sie wohlen doch oben sein. Ein Kanzlerkandidat Laschet, der die männliche Version von Merkel ist, redet von Veränderung. Eine Veränderung ist, dem deutschen Bürgern eine Perspektive zu geben. Ihnen wieder eine echte Lust zu geben.
    Und was macht Laschet? Er holt einen vom Mittelstand in sein Kabinett.
    Einen mehrfachen Millionär, der noch weniger Ahnung von der Realität hat. Merz.
    Es gelingt der CDU einfach nicht, die Brücken zwischen Leben und Wirtschaft zu bauen.
    Oder wozu braucht man erfolgreiche Konzerne, die vor allem die ManagerGehälter erhöhen? Oder weshalb sollten die Steuerzahler E-Säulen zahlen, wenn davon, die Auto-und-Strom-Konzerne profitieren?
    Fragen über Fragen. Am Schluss eine ungerechte Lastenverteilung.
    Reiche erzählen immer davon, was sie schaffen und was sie zahlen.
    Sie werden sich hüten, davon zu erzählen, was ihnen übrig bleibt.
    Letztens sah ich eine alte Bundestagsdebatte von den 90iger Jahren.
    So vieles ist gleich wie 2021.
    Was ich persönlich unserem deutschen Land zugute halten muss.
    Die Franzosen oder die Spanier machen es auch nicht besser.
    Aber es ist schade, eine Partei zu wählen….. nicht weil sie es besser macht……
    sondern, weil die anderen so beschissen sind! Grüsse.

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