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Zero Waste – 6 Wochen ohne Müll (oder eher 4)

16. April 2017

Die ersten zwei Drittel meines Fastenexperiments liefen super. Durch den Original-Unverpackt-Laden und einen Markt bei mir um die Ecke fiel es mir ziemlich leicht verpackungsfrei zu leben. Nach dieser Zeit wurde ich jedoch immer inkonsequenter bezüglich meiner Fasten-Challenge:

Ich war von meinem FÖJ aus auf Seminarfahrt im Wendland und hatte dort, da wir voll verpflegt wurden, keinen Einfluss auf die Menge des entstehenden Verpackungsmülls. Jedoch kamen alle Lebensmittel von einem kleinen Bioladen in der Region und waren entweder überhaupt nicht oder in Papier und Glas verpackt. Von da an ging es aber wirklich steil bergab. Direkt im Anschluss fuhr ich nach Thüringen, um mit meinen über ganz Deutschland verteilten Freunden Urlaub zu machen. Da die nächste Einkaufsmöglichkeit eine 45-minütige Autofahrt entfernt liegt, haben wir uns vorher mit Lebensmitteln eingedeckt. Genauer gesagt haben zwei, leider überhaupt gar nicht umweltbewusste Freundinnen für alle eingekauft. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sie für mich vegane Alternativen zu ihrem Essen mitgebracht haben.

Danach fuhr ich noch für eine knappe Woche nach Hause zu meinen Eltern. Meine Eltern achten mittlerweile sehr darauf zumindest Plastikverpackungen zu vermeiden. Aber völlig müllfrei habe ich auch in dieser Woche nicht gelebt.

In Berlin ist der Zero-Waste-lifestyle wesentlich einfacher zu gestalten als in der Kleinstadt. Wenn man sich in einem Umfeld befindet, das solch ein Vorhaben unterstützt, wie das bei mir in Berlin der Fall war, dann ist es wesentlich leichter dieses umzusetzen. Natürlich will ich hier nicht anderen die Schuld am Scheitern meiner Fasten-Challenge im letzten Drittel zuschieben, ich hätte mich definitiv mehr anstrengen und mehr Zeit investieren können.

Abschließend glaube ich, dass gerade das Scheitern am Ende der Grund dafür ist, dass ich mich in den letzten beiden Wochen nach der Fastenzeit sehr viel bewusster und weniger Abfall produzierender ernährt habe als davor.

Liebe Grüße

Lena


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