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Vegan durch die Klimafastenzeit

17. Februar 2016

„Was? Schon Fastenzeit? Ja klar mache ich das Klimafasten mit. Verdammt, eigentlich wollte ich doch vegan bleiben,“ dachte ich Anfang Februar. Und ohne mit der Wimper zu zucken habe ich mich angemeldet beim #Klimafasten, so wie letztes Jahr.

Diesmal will ich mich aber vegan ernähren, nicht radikal auf Plastik verzichten. Schon im Oktober 2015 habe ich einen veganen Monat durchgehalten. Das hat sich gut angefühlt. Eigentlich konnte ich mir vorstellen weiterhin vegan zu bleiben, doch so einige Verführungen haben mich wieder ins vegetarische Leben hineingezogen. 160213_Laura Grabach-Witte_vegan_1Vor allem gesellige Abende, an denen lecker gekocht wurde, ohne auf vegane Produkte zu a chten, verführen mich. In einer WG, die circa 50 % ihrer Nährstoffe aus leckerem Käse bezieht, vor allem bei Raclette oder gestreut über jeglichen anderen Mahlzeiten, und in einer Familie, die es in meinen ganzen 10 Jahren Vegetarismus geschafft hat gefühlt 5 mal extra vegetarisch für mich zu kochen, ist es für mich eine echte Herausforderung vegan zu leben. Trotzdem nicht unmöglich: Einen Monat lang habe ich es ja geschafft mit mehreren positiven Nebeneffekten: Meine Magenbeschwerden haben sich mal für 4,5 Wochen eingestellt, ich habe mich sehr fit gefühlt und man hat mir, wie sonst nie gesagt, dass mein Gesicht schlanker aussieht.

Natürlich zählt für mich nicht primär meine eigene Gesundheit, sondern auch (eigentlich vorrangig) die des Planeten. Ich möchte ekelhafte (Massen-)Tierhaltung und Unterdrückung sowie unnötige, energieaufwändige Veredlungsschritte nicht fördern. Ideologisch und emotional stehe ich dem Veganismus also am nächsten. Wäre da nicht dieser cremige Camembert, diese Bio-Milch aus‘m Dorf nebenan und der Honig von einem befreundeten Imker. Hmmmm… :) Verdammt.

Für die ganzen, irreleitenden Familien- und WG-Feiern im Frühjahr habe ich mir Schlupflöcher ausgedacht: An 5 Tagen in dieser Fastenzeit darf ich tierische Produkte essen. Einer dieser Gutscheine wurde schon eingelöst: Nach einem WG-Umräumaktiontag, ohne gescheite Nahrungsmittel daheim, konnte ich einer zusammenschweißenden, belohnenden Mozarella-Pizza nicht entsagen. Wahrscheinlich werde ich immer eher Flexiganer bleiben. Aber in diesem Frühjahr nur an 5 Tagen. :) Vor allem ist es eine gute Übung zum leckeren WG-Käse oder Muttis Lieblingskuchen einmal mehr „Nein!“ zu sagen.

Laura


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