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Postwachstum – Sozial ökologisch Wirtschaften: ein Einstieg von Nina Treu

19. August 2015

Eine Veranstaltung im Rahmen der WELTbewusst erLEBEN Postwachstumsreihe des StuRa Leipzig

Die Wirtschaft und Industrie basieren darauf, die Politik hat es zum Ziel und wir steigern es, indem wir konsumieren, mehr als notwendig wäre: Wachstum. Nicht neu, aber aktueller denn je, bildet die Postwachstumsbewegung eine Vielzahl von unterschiedlichen Stimmen gegen die Wachstumsmaxime. Klar ist: unser Handeln hat Auswirkungen, die global immer schwieriger zu kontrollieren sind: die Ressourcen sind endlich, Energie ist wertvoll und Ungleichverteilungen nehmen zu.

Nina Treu macht deutlich, dass die Lösung nicht auf einer Green Economy basiert: der Ressourcenverbrauch soll hierbei vom Wachstum unabhängig gestaltet sein. Doch dies ist kritisch zu sehen: eine Entkopplung funktioniert kaum vollständig. Auch der Rebound-Effekt spielt eine Rolle: Einsparungen an einer Stelle werden an anderer wieder ausgegeben („Konsum kann niemals nachhaltig sein“). Auch erneuerbare Energie verbraucht Ressourcen, deshalb ist grundsätzlich eine Minimierung des Energieverbrauchs anzustreben.

Auf der individuellen Ebene entwickeln sich seit ein paar Jahren Konzepte, die Alternativen aufzeigen: Sharing Modelle, Wohnprojekte, Gemeinschaftsgärten, Selbsthilfewerkstätten, solidarische Landwirtschaft und Mitglieder-Läden, um ein paar Beispiele zu nennen.

Und auf der gesellschaftlichen Ebene? Zu diskutieren wären hier: Einsatz für mehr Demokratie hin zu Basisdemokratie, Reformierung des Finanzsystems und der Banken, Umverteilung der Arbeitszeit, Minimierung des Naturverbrauches, unterstützen der regionalen (Land-)Wirtschaft, sowie die lokale Ökonomie.

Mehr Infos gibt’s auf: www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

Nina Treu studierte in Heidelberg und Paris Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Recht. Sie ist Mitbegründerin des Konzeptwerks Neue Ökonomie, einen jungen Thinktank mit Sitz in Leipzig, der Konzepte für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft entwickelt und verbreitet. 2014 war sie Koordinatorin für Programm und Teamorganisation bei der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz.


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