BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Plastikkonsum auf Null?

17. März 2017

Foto_PascalDie Umwelt zu schützen klingt erstmal sehr abstrakt. Nach nur wenigen Klicks durchs Internet ist es schon einfacher: keine Plastiktüten benutzen, alltägliche Dinge wie das Auto und Werkzeuge/Gegenstände teilen, energiesparende Geräte benutzen und wenig fliegen. Mal genauer hingeschaut und diese ganzen Dinge schon beachtend, fiel mir auf, dass ich doch schon ziemlich nachhaltig meine verfügbaren Ressourcen nutze. Doch würde ich mein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der BUNDjugend in Berlin machen, wenn ich nicht noch etwas lernen könnte?

Vor einigen Wochen kam die alljährliche Aktion „Klimafasten“, bei uns im Büro, ins Gespräch. Ich hatte sofort Lust mitzumachen und war dabei. Doch auf was verzichten? Ich wollte eine besondere Herausforderung. Auf bei der Herstellung und beim Recycling sehr energieintensives Aluminium verzichten? Ein guter Anfang. vegetarisch leben? Mache ich schon. Auf Plastikverpackungen verzichten? Hm… Das ist schwer, vielleicht zu schwer. Okay ich mache es! Die Idee war geboren und da ich einen eigenen YouTube-Kanal habe werde ich darauf alles in einer Videoreihe festhalten. Zwei Videos sind schon online gegangen, also schaut doch mal vorbei! :)

Die erste Woche startete ziemlich spontan, vorbereitet war ich überhaupt nicht. Den ersten Tag kam ich so noch ganz gut aus, am zweiten wollte ich mehr essen als nur Brötchen mit einem veganen Aufstrich aus einem Glas. Nach dem Arbeitstag ging’s zum ersten plastikfreien Supermarkt in Berlin. Der Laden mit dem Namen „Original Unverpackt“ war schwer zu finden, seine „Werbung“ sehr zurückhaltend, obwohl er meiner Meinung nach in jeder Straße stehen sollte, denn das Konzept der plastikfreien Produktionskette vom Bauern bis hin zum Konsumenten überzeugte mich sofort. Nach Betreten des Ladens ein Grinsen und die Frage „Warum gibt es sowas nicht schon seit 20 Jahren?“. Von Nahrungsmitteln bis hin zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Edelstahl-Brotboxen und Bambuszahnbürsten. Letztendlich kaufte ich mir Nudeln, Schokolade und Smarties. Nicht mein komplettes Ziel, aber ich versprach nächste Woche wiederzukommen.

Am nächsten Tag ging es für mich auf Seminar ins Wendland. Ich stieg aus dem Bus und lief einige Kilometer über das Feld. Ich war im Nichts und doch war überall Müll. Meine Reaktionen hielt ich natürlich im Video fest, doch konnte ich meine Gefühle kaum in Worte ausdrücken. Müll. Müll. Müll. Mir wurde nun so wirklich bewusst, warum ich mein Experiment startete…

Pascal


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