BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

„Lima in Brussels“ – Ein kurzer Zwischenbericht

11. Dezember 2014

„What do we want? – Climate Justice! When do we want it? – Now!“ – Seit Samstag ist diese Forderung täglich in den Straßen Brüssels zu hören. 50 junge Aktivist*innen aus allen Ecken Europas beschäftigen sich hier eine Woche lang mit Themen rund um die Klimakonferenz in Lima, Peru. Auf der COP20 verhandeln die Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention und die Mitglieder des Kyoto-Protokolls einen Entwurf für ein neues Klimaabkommen, welches den 2012 ausgelaufenen Vertrag ersetzen soll. Dieses wird im nächsten Jahr in Paris beschlossen.

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Aktion ist das Zauberwort!

… das ist manchmal ziemlich kompliziert. Deswegen startete unser Programm mit einer allgemeinen Einführung zu den Klimaverhandlungen und Klimagerechtigkeit. Nach all der Theorie wurde es am Montag etwas praktischer: In einem Aktionstraining mit David von Friends of the Earth Europe wurden uns rechtliche Grundlagen erläutert und viele Tipps für kommende Aktionen mitgegeben. Am Dienstag konnte diese auch gleich in die Tat umgesetzt werden. Vor dem Berlaymont, dem Hauptgebäude der europäischen Kommission, haben wir unsere Solidarität mit den Philippinen gezeigt. Dort sind die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt drastisch spürbar. Die Inseln wurde seit 2012 jedes Jahr von einem Taifun heimgesucht. Im Anschluss zogen wir los, um die Lobbybüros im europäischen „Regierungsviertel“ von zum Beispiel Shell, Daimler, IETA (International Emissions Trading Association) aufzuspüren und deren Machenschaften aufzudecken. Am Abend besuchte uns die Federation of Young European Greens, um gemeinsam den Film „Disruption“ zu sehen. Danach entstand eine spannende Diskussion über die Mobilisierung nach Paris im nächsten Jahr.

Dienstag standen gleich zwei Aktionen auf dem Programm. Zunächst ging es erneut in die Nähe der europäischen Kommission, um Juncker zu seinem 60. Geburtstag mehr als 1.000.000 Unterschriften gegen TTIP zu übergeben. Das Bündnis Stop TTIP hat diese Unterschriften in Form einer selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative innerhalb von nur knapp zwei Monaten gesammelt. Am Nachmittag haben wir uns verschiedensten Menschenrechts-Organisationen angeschlossen und sind mit Fackeln und Bannern, die den Schriftzug “Climate change is a human rights issue” trugen, durch die Straßen Brüssels gezogen. Ziel war der Veranstaltungsort für die jährliche Preisverleihung des „Stop The Killings“ Awards.

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An unserem fünften Tag bei „Lima in Brussels“ wurden die intensiven Diskussionen über die Mobilisierung nach Paris und den weiteren Prozess nach der COP21 in kleinen Gruppen fortgeführt. In Open Space Sessions, die fast täglich Teil des Programms sind, wurden verschiedenste Workshops von Teilnehmer*innen gegeben. Ein weiterer regelmäßiger Programmpunkt ist das morgendliche Treffen, um die Tagesplanung zu besprechen. Updates aus Lima bekommen wir unteranderem durch live Link-Ups mit anderen YoungFoE Gruppen.

Wenn ihr mehr erfahren wollt über unsere Zeit hier in Brüssel, könnt ihr den Lima in Brussels Blog lesen, euch die Fotos auf der Flickr Seite anschauen und diesen Hashtags folgen: #LimainBrussels #COP20 #COP20Lima #UNFCCC #climatejustice.


1 Kommentar zu “„Lima in Brussels“ – Ein kurzer Zwischenbericht”

  1. […] hinaus diskutiert worden. Was bei „Lima in Brussels“ sonst noch so los war, könnt ihr im BUNDjugend Blog […]

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