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#Klimafasten: Wie einem die Welt möglichst wenig egal ist

23. Februar 2016

160220_Lukas Laufenberg_1Hallo. Mein Name ist Lukas und ich bin ein Fachidiot. Damit meine ich: Ich habe ein bisschen Ahnung von Technik, aber vom Rest eher nicht so. Deswegen ist mir der Rest der Welt aber noch lange nicht egal. Nur müssen mir Andere erklären, wie mir der Rest der Welt möglichst wenig egal ist. Eine ziemlich schlagkräftige Argumentation hat Julie hier im Blog ja schon vorgelegt.

Also beginne ich meine „2016 ist mir die Welt weniger egal“-Liste: Weg mit Palmfett.

Was kann noch weg? Auto besitze ich keins. Alkohol trinke ich nicht. Fleisch esse ich nicht. Andere Tierprodukte? In meinem Kopf meldet sich eine Stimme: „Der Käse ist dein Freund, du darfst ihn nicht einfach zurücklassen. Er ist ein Teil von dir. Dein Schaaaatz…“ Ich scheine ganz eindeutig ein gestörtes Verhältnis zu tierischen Produkten zu haben. Also weg damit.

Diese Fastenzeit verzichte ich auf Palmfett und lebe Vegan. „Darf’s auch ein bisschen mehr sein?“, fragt die freundliche Bedienung an der imaginären Lebensumgestaltungstheke. „Einmal mit alles, ohne Plastik.“ sage ich, ohne genauer darüber nachzudenken. Fünf Minuten später erkenne ich in meinem Plan einen fatalen Fehler: Ich sitze auf dem Klo und überlege, wie ich an nicht in Plastik verpacktes Klopapier kommen soll. Nachdem ich erkannt habe, dass das ganze offensichtlich ein wenig mehr Vorbereitung braucht, beschließe ich, es einfach dabei zu belassen. Das ist für mich schon Herausforderung genug. Ich habe schließlich schon mal versucht vegan zu leben und es gerade mal zwei Wochen durchgehalten.

Und ehe ich mich versehe ist bereits über eine Woche vergangen. War gar nicht so schwer. Einige wichtige Erkenntnisse haben mir allerdings sehr dabei geholfen:

Du wirst nicht zu einem Drehspieß verarbeitet wenn du nach einem Falafeldöner ohne Soße fragst. Leckere, vegane, palmölfreie Bratkartoffeln sind viel schneller gemacht, wenn du auf schälen und vorkochen verzichtest. Die supergeile Spaghettisoße von gestern eignet sich exzellent als Brotaufstrich. Senf und Gemüse auch (besonders Tomaten, Gurkenscheiben vom Senf besser durch ein Salatblatt trennen).

Wie kommt der Typ auf die Idee Senf aufs Brot zu schmieren? Wenn er feststellt, dass die vor zweieinhalb Wochen gekauft Margarine leider Palmfett enthält, während das Senfglas daneben ihn verführerisch anblinzelt, kommt er unter Umständen auf verrückte Ideen.

Ich denke ich konnte meinen Entscheidungsprozess hinreichend darlegen.

Bis bald, euer Lukas.


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