BUNDjugend Blog - … und jetzt noch die Erde retten!

Darf ich jetzt nur noch Sarotti-Schokolade essen?

12. August 2010 von BUNDjugend

Die aktuelle Brötchen-Diskussion lenkt wieder die Aufmerksamkeit auf  regionale Lebensmittel. Sogar auf die Sommerloch-Titelseite der BZ hat es das Thema gebracht:

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/wo-unser-berliner-essen-herkommt-article945358.html

Dabei wird auch deutlich wie ambitioniert unser Selbstversuch war. Denn nur 10% der in Berlin verkauften Lebensmittel stammen aus der Region. (Und dann noch dieser Joghurt-Deckel aus Russland und die Papieretikette aus Kanada… Zum Mäuse melken!)

Zum Glück lässt die BZ wenigstens noch einen Professor darüber aufklären, dass wir keine “Angst” vor Lebensmittel aus anderen Regionen haben müssen. – Das beruhigt mich jetzt. Konnte schon nicht mehr schlafen.

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Tatort Gemüsebeet: Andreas Hoppe über einen Selbstversuch mit Hindernissen

29. Juli 2010 von BUNDjugend

Mit einer verschrumpelten Erdbeere fing alles an;

Andreas Hoppe (auch bekannt als Mario Kopper im Ludwigshafener Tatort) wagt sich an seinen härtesten Fall: der Selbstversuch regionale Ernährung. Einerseits weil er sich über die Herkunft seines Essens Gedanken macht aber auch weil ihn die Frage beschäftigt; nur regional – geht das überhaupt?

Bio war gestern – jetzt ist regional essen angesagt.

Die Spielregeln sind schnell erklärt: 100 km ist der Radius, aus dem Essen mit dem Siegel »regional« stammen sollte, einzige Ausnahme: Kaffee (der dann aber wenigsten Fair-Trade sein sollte).

Denn nur Bio reicht schon lange nicht mehr – im Winter Südfrüchte essen ist out.

Hoppe versucht das scheinbar Unmögliche – „local food“ für ein Jahr – und stellt fest, dass der Selbstversuch Spaß macht, alltagstauglich ist aber nicht immer leicht. Problematisch waren beispielsweise die Drehtage, dort hat Hoppe eine Ausnahme machen dürfen – denn alles wurde strengstens von seiner Co-Autorin Jaqueline Roussetty kontroliert und dokumentiert.

Und man braucht nicht gleich einen eigenen Garten und muss stundenlang schuften, sondern lediglich herausfinden, wo es regionale Produkte gibt – Wochenmarkt, Neulandmetzger und Vollwertbäcker findet man fast überall. Oder man fährt raus aufs Land, denn kleinen Hofläden verkaufen nur Produkte aus dem eigenen Garten.

Wer regional isst lebt besser, gesünder und das gute Gewissen dabei ist inklusive – kurzes Fazit über ein druchaus unterhaltsames Buch.

// // Wenn dich jetzt die Leselust gepackt hast schreib doch ein Kommentar, warum genau du mehr über regionale Ernährung erfahren solltest – das schönste Kommentar gewinnt ein Exemplar [gereimt ist natürlich noch besser ;) ] // //

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Gesucht und gefunden

27. Juli 2010 von BUNDjugend

Juhu, das wollte ich euch zeigen:

mundraub.org

ist eine interaktive Maps-Karte auf der du frei nutzbares Obst und Gemüse. Du kannst dieses ernten und auch eigene Fundstellen eintragen. Wie geil ist das denn?

Erfahrungsberichte erwünscht.

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Auf Entdeckungstour in Berlin

27. Juli 2010 von BUNDjugend

Zeit sich zu erkundigen, was es denn in unserer geliebten Hauptstadt für Gemüse und Obstangebote gibt.

Wenn du aus Bonn, Hamburg oder München kommst schau dich doch auch mal um und erzähle, wo man bei euch frische Sachen aus der Region bekommen kann.

1. Bauerngärten

Eine sehr nützliche Erfindung für alle faulen Mitmenschen unter uns, die aber trotzdem ein gutes Gewissen haben wollen.

Die Berliner Bauerngärten bedienen sich eines einfachen und doch genialen Konzeptes;  Studenten legen im Frühling einen spiralförmigen Garten an, dann kann man sich ein “Stück des Kuchens” mieten und hat für die gesamte Erntezeit die Verantwortung und die großartige Möglichkeit den Eigenbedarf an Obst und Gemüse abzudecken – dabei kann man 45 m² mit etwa 25 verschiedenen Sorten sein Eigen nennen. Und so sieht das dann aus:

Die Bilder stammen von http://www.bauerngarten.net/ , dort findest du auch nähere Infos und den nächsten Bauerngarten in deiner Nähe.

Gute Ernte!

2. Dr. A. Moshiris Kräutergarten

In Berlin Charlottenburg werden verschiedenste Kräuter aus der ganzen Welt angebaut.

Erwerben kannst du dort:

  • Mehr als 480 Exotische Kräuter
  • Saatgut
  • Frische Kräutersträuße
  • Getrocknete Kräuter aus dem eigenen Anbau
  • Diverse Kräutertees
  • Kräuter zum Räuchern
  • Kräuteressige aus eigener Herstellung,
  • Kräuteröle
  • Kräuterpestos

Nicht schlecht für den Anfang oder?

Außderdem gibt es ein Kulturhaus in dem Ausstellungen gezeigt werden und Kochkurse.

Hier gehts zur Website.

Und wenn dir jetzt noch ein toller regio-Tipp aus deiner Region einfällt schreib mir einfach ne Mail.

Es grüßt Judith

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Werder-Beeren und Wochenmärkte

9. Juli 2010 von BUNDjugend

Jenny schreibt: Gestern bin ich noch schnell am Nachmittag in den Kaiser’s. Da gab es Brombeeren aus Werder und Milch aus der Uckermark und das war’s dann auch schon fast. Beides natürlich nicht Bio, aber immerhin scheint die Milch ohne Gentechnik auszukommen. Heute wollte ich doch gerne etwas mehr einkaufen und bin zum Wochenmarkt auf dem Arkonaplatz gegangen. Die Standfrauen und Männer kamen mir alle sehr heldenhaft vor, da mir schon nach kurzer Zeit der Kopf wegbrutzelte. Die Idee war trotzdem gut, weil ich an einem Stand meine Taschen mit frischem (Bio-) Obst und Gemüse aus der Region gefüllt habe und auch noch Marmeladen und Pilze hätte kaufen können. Wenn man diese Mission wirklich straight durchziehen möchte, kommt man wohl nicht um die Märkte oder zur Not Biokisten herum. Ein bißchen frustrierend kann der Selbstversuch trotzdem sein. Der Italiener, der seine Pasta hier in Berlin frisch zubereitet, weiß nämlich nicht woher sein Lieferant die Zutaten bringt und am meisten Appetit hat mir der Fisch auf dem Grill gemacht und der kam definitiv aus Bayern… Außerdem ist dieser Bayer ein netter Mensch, der die Fische von seinem Papa holt. So kam ich mir fast schon ausländerfeindlich vor, als ich diesmal auf den Fisch verzichtet habe.

Eine Liste mit Märkten für Berliner: http://www.berlin.de/sen/wirtschaft/service/maerkte.html

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Lauch-Kauf

6. Juli 2010 von BUNDjugend

So auf gehts, der erste Einkauf liegt an; besondere Hürde:

wir kaufen für ein rein regionales Frühstück ein.

Gesagt, getan – auf in die Bio Company. Und Augen auf für die Suche nach regionalen Produkten. Und hey, schnell springt ein Symbol ins Auge, was diese eindeutig kennzeichnet.

Jedoch fällt Jakob und mir schnell auf, wie wenig dieser Produkte vorhanden sind und wie teuer diese oftmals sind. So kostet Hirse aus Brandenburg 1 Euro mehr als die chineshsiche..verrückte Welt!

Und Zwiebeln haben wir im 2. Biogeschäft auch nur aus Ägypten gefunden..

Jedenfalls war der Einkauf für mich sehr entspannt, da meine Blicke nur nach besagten Symbol suchen mussten, Jakob dagegen wurde fast verrückt, weil wir unsere Einkaufsliste erst nach einer halben Stunde Suchens abhacken konnten (er sieht nur auf dem Foto so glücklich aus ;) .

Gelernt:

  • nächste mal von zu Haus selbstgemachte Marmelade, Kräuter und Gurken aus dem Garten mitnehmen.
  • Regional und leicht zu finden? – Honig.
  • Bio-Windel und Wattestäbchen gibts auch aus der Region – aha.

Früstück ist fertig!

Es gibt:

  • Hirsebrei mit Erdbeeren
  • Himbeerquark (pürierte Himbeeren mit Sojajoghurt)
  • Griesbrei mit Hafermilch
  • Marmelade
  • Kohlrabi, Erdbeeren, Tomate, Gurke

vegan, aber nur Typ I

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Hart aber schwer

6. Juli 2010 von BUNDjugend

Am Dienstag hieß es wieder regional Frühstücken.

Diesmal hat Martin sich selbst übertroffen;

Brot, Eier, Mozarella, und Johannisbeeren aus Brandenburg, Möhren aus Deutschland, Marmelade von der Oma (?!).

Und trotzdem haben wir Milch aus den Alpen, Hafermilch aus Belgien, Nutella von wer weiß wo..

Ihr seht – rein regional entwickelt sich zu einem Ding der Unmöglichkeit.

Interessanter Aspekte der beim Frühstück aufgekommen ist;

vegan und regional – passt das zusammen?

wenn du mehr weißt oder Tipps hast immer her damit!

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Auf in die nächste Runde -Ich wilLauch!

6. Juli 2010 von BUNDjugend

Sommerpause? Nicht mit uns – denn heute startet der neue Selbstversuch! Nach der erfolgreichen „Mission vegetable“ geht’s nun munter weiter mit „Ich wilLauch“. Nun wollen wir versuchen unsere Ernährung 3 Wochen lang rein regional und saisonal zu halten.

Uns fiel auf, dass diese Vorhaben schwer als gedacht ausfallen würde – denn wo kommen unsere Gewürze, Nudels, Kaffee, Tee, Getränke etc. her?

Daher haben wir nun drei Gruppen entwickelt in die sich jeder einteilen kann, der mitmachen will – natürlich kannst du auch zwischen den Gruppen hin und her springen – denn schon ein Tag Gruppe drei hat es in sich!

Bloggt und postet was das zeug hält!

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