Im Haus der Kulturen der Welt fand vom 17. bis zum 21. August das Über Lebenskunst Festival statt. Im Zuge meines Betriebspraktikums in der Bundesgeschäftsstelle ging ich Freitagmittag mit Flyern gerüstet dort hin um mir einen Eindruck zu verschaffen.
Da das Wetter nicht besonders gut war flüchtete ich nach drinnen wo ich eine Art Haus im Haus vorfand, spannend, aber man musste sich erstmal zurecht finden. Es handelte sich um ein Projekt namens „imbaueinbau“ von Fat Koehl Architekten, welches später noch für andere Ausstellungen verwendet werden soll.
Das Festival ist Höhepunkt der Über Lebenskunst Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit, deshalb wunderte es mich auch nicht das sich die Ausstellungen und Projekte größtenteils mit Erneuerbaren Energien und Abfallverminderung oder dergleichen befassten.
Auf der Suche nach einem Programmpunkt den es sich zu besuchen lohnte wurde ich zur „Druckstation“ geschickt hier standen Computer an denen man sich das Programm samt einiger Hintergrundinformationen ausdrucken konnte, alles um Papier zu sparen und weil man ja sowieso nur das lesen wir, was einen interessiert. Leider fand ich keine Veranstaltung die mir zusagte, beschloss aber trotzdem weiter das Gelände zu erkunden.
Als ich dann doch nach draußen ging sah ich eine Ansammlung von Tanks und Schläuchen, die wie sich herausstellte, eine Anlage zur Reinigung des Regenwassers war, mit dem sich die Festival Besucher noch auf dem Gelände duschen konnten.
Eine für mich ein bisschen absurde Vorstellung aber als ich nach einiger Zeit doch ein wenig Durst bekam machte ich mich auf den weg zur „Laube“, eine Art Restaurant oder Imbissbude auf dem Festival, fand ich heraus, dass auch alles Trinkwasser auf dem Festival Berliner Leitungswasser war. Da der Kauf von Wasser-Flaschen nun wirklich nicht das beste für unsere Umwelt ist wurde einfach stilles oder mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser serviert. Auch die Nahrungsmittel wurden fast ausschließlich selbst angebaut oder aus der Region gekauft und es wurde nur regional, saisonal gekocht. Gestärkt machte ich mich auf, einen geeigneten Platz für die Flyer zu finden.
Auf dem Gelände waren nicht allzu viele Besucher zu sehen, dafür umso mehr Leute in Roten Shirts die einem Informationen gaben. Auf meinem Weg zurück ins Haus im Haus kam ich an einem Baugerüst vorbei auf dem kleine Häuschen montiert waren, nach einiger Recherche fand ich heraus das dies die „Schlafzimmer“ der Studenten waren, die Tag und Nacht auf dem Festival verbrachten.

Wieder drinnen fand ich dann auch eine Möglichkeit die MORGEN LANDE und WELTbewusst Flyer loszuwerden und fand, dass es Zeit war wieder nach Hause zu fahren.
Im großen und ganzen war das Festival sehr interessant, es hat Spaß gemacht das Gelände zu erkunden und sich alles anzuschauen, schade nur das die Programmpunkte nicht besser durchschaubar waren und einem die Info-Leute nicht mehr zum Thema erklären konnten.
Annika

Unser Zelt war stets gut besucht und brachte eine Vielfalt von jungen Menschen zu uns: junge Christen aus ganz Europa, Pfadfinder, Fußballfans, engagierte Umweltschützer und Eine-Welt AktivistInnen. Die Mischung der Besucherinnen und Besucher hat uns deutlich gemacht: Themen wie Fair Trade, Anti-Atom und Klimaschutz sind auch im christlichen Glauben wichtig. Es sind Themen die uns alle angehen und mit denen wir in unserem täglichen Leben und mit unserem Konsumverhalten ständig konfrontiert sind.
UnterstützerInnen für unsere neue Kampagne „Die Geschichte des Fußballs“ gewinnen, die unsere Petition an den DFB für faire Sportartikel unterzeichneten. Neben dem großen BUNDjugend Zelt mit Kickertischen, hatten wir einen zweiten mobilen Infopoint in der Innenstadt aufgebaut. Hier haben engagierte BUNDjugend Aktive mit KirchentagsbesucherInnen über Atomkraft, die Energiewende und Klimaschutz diskutiert. Direkt an der Frauenkirche haben wir viele Postkartenhefte verteilt und die Menschen dazu aufgerufen sich an den Protestaktionen gegen die Atomindustrie zu beteiligen.









