BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

#Plastikfasten: Der erste Einkauf nach Ostern

15. April 2015 von presse4bundjugend

Der erste Einkauf: Alles wie immer, am liebsten frische Zutaten, Glasverpackungen sind in Ordnung, Kunststoffe auf keinen Fall. Dann fällt mir ein: Es ist NACH Ostern, Tetrapaks sind wieder ok! … greife zu den Milchersatzprodukten und genieße später eine Müslischüssel ohne Wasser, dafür aber mit köstlicher Hafermilch!^^ Das Beispiel zeigt mir, dass das Experiment sich langfristig auf mein Empfinden auswirkt. „Plastik-Artikel“ finde ich automatisch unattraktiver und das macht mich sehr stolz. Solche Lebensmittel werde ich nur noch vereinzelt kaufen.

Außerdem kann ich mir gut vorstellen, mich auch an anderen Aufgaben zu versuchen…zum Beispiel einem veganen Monat. Es gibt nichts, was man durch eine gute Einstellung nicht schafft.

Viele, liebe Grüße,
Laura


Clara wird Mülldetektivin! #1

18. August 2014 von BUNDjugend

Sommerferien, Urlaub und jede Menge Zeit, Zeit für die erste Etappe meines Müllexperiments: das Zählen!
Meine Eltern waren ganz begeistert, dass ich mich freiwillig angeboten habe den Müll rauszutragen. Und ich habe ganz schön gestaunt wie oft ich laufen muss. Seit 3 Tagen sammel ich jetzt schon den Müll, das sind meine Zwischenergebnisse: 11 Joghurtbecher, 3 Tetrapacks, 1 Stück Alufolie, 5 Plastikverpackungen von Gemüse, 2 Tütchen (für Brot), 5 Plastiktüten, 3 Verpackungen, 4 Gemüseschalen (Plastik), 1 Kartoffelnetz, 1 Dose, 1 Quarkbecher.
Am meisten schockiert hat mich, dass die meisten Verpackungen von Gemüse und Obst kommen, dass man ja eigentlich nicht so dick einpacken muss. Zu Hause kaufen wir Gemüse und Obst deshalb immer auf dem Markt, das spart Müll.
***
Eine Woche später ist das Müll zählen vorbei, das sind die Ergebnisse: 28 Joghurtbecher, 9 Tetrapacks, 2 Stücke Alufolie, 7 Plastikverpackungen von Gemüse, 8 Brottütchen, 6 Plastiktüten, 7 Plastikschalen von Gemüse und Obst, 2 Kartoffelnetze, 2 Dosen, 1 Quarkbecher, 1 Eierkarton, 7 Verpackungen, 1 Marmeladendeckel.
Pro Person wären das: 7 Joghurtbecher, 2 Tetrapacks, 1/2 Stück Alufolie, 2 Plastikverpackungen von Gemüse, 2 Brottütchen, 1 1/2 Plastiktüten, 2 Plastikschalen von Gemüse und Obst (z.B. Tomaten, Erdbeeren…), 1/2 Kartoffelnetz, 1/2 Dose, 1/4 Eierkarton, 1/4 Quarkbecher, 2 Plastikverpackungen, 1/4 Marmeladendeckel.
25 Teile Müll (die Brüche habe ich aufgerundet) wiederverwerten – 1 Woche Zeit! Ob das klappt?

Viele Grüße,
Clara


Clara wird Mülldetektivin!

10. Juni 2014 von BUNDjugend

Ich möchte ausprobieren wie viel Müll in einer Woche im gelben Sack zusammenkommt und schauen, welchen Müll davon man hätte vermeiden können und wie man den Müll vermeiden könnte. Nachdem ich das ausgewertet habe, möchte ich versuchen diesen Müll zu recyceln oder zu upcyceln. Ich bin gespannt ob das geht und wie lange ich dafür brauche. Wenn möglich sollen die neuen Sachen auch sinnvoll verwendet werden können.
Im Anschluss möchte ich den Müll in unserem Haushalt reduzieren und nochmal zählen wie viel es ist.

Es gibt viel zu viel Müll, und zwar nicht nur im Mülleimer, sondern überall. Trotzdem werden täglich neue Verpackungen hergestellt und damit CO2 ausgestoßen. Mit meinem Experiment möchte ich zeigen, wie viel man wieder verwerten kann und auf wie viel Müll man verzichten kann. Außerdem möchte ich warnen: Wenn man seinen Müll nicht in der Zeit, in der man ihn verbraucht auch wiederverwerten kann, sollte man weniger Müll verbrauchen!

Ich wohne in einem 4 Personenhaushalt. Man kann nicht genau sagen, was mein Müll ist. Ich werde mein Experiment mit dem kompletten Müll durchführen und die Ergebnisse durch 4 teilen. Ich erwarte, dass es sehr viel Müll wird, aber ich möchte unbedingt beweisen, dass man den kompletten Müll wiederverwerten kann.


Eine Woche ZERO WASTE! #5

13. Mai 2014 von BUNDjugend

Gegen Ende dann doch nochmal schwierig geworden. Ich war wieder zu einem Workshop eingeladen. Was macht man so auf Workshops? Richtig, essen, reden und viel malen. Sei es auf Post-Its, Flipcharts oder Postern. Habe versucht, konsequent die Nutzung zu meiden. Am Ende habe ich mir dann aber doch ein Poster in die Hand drücken lassen.

Fazit nach einer Woche

Bin ich in der Lage ein ZERO Waste Home zu leben? Klare Antwort, nein! Selbst ich mit meinem doch schon sehr bescheidenen Lebensstil produziere noch erstaunlich viel Müll. Bei mir sind das im Alltag vor allem Lebensmittelverpackungen und Papier. Fallen größere Dinge an, wie z.B. kaputte Kleider, Laptopdisplayschaden etc. dann begebe ich mich stracks ins Repair Cafe und versuche sie mit der Hilfe anderer zu reparieren.

Mein Müllberg zeigt mir aber auch, welches Potential in der Industrie für innovatives Verpackungsdesign existiert. Denn, am Ende des Tages will ich einen Drop Zahnpasta im Mund und nicht die Verpackung im Abfalleimer!

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Eine Woche ZERO WASTE! #4

12. Mai 2014 von BUNDjugend

Mit fortschreitender Woche Zeit für ein Zwischenfazit:

  • Als Single lässt sich viel Müll vermeiden. Ich bin nur für mich und meinen eigenen Konsum verantwortlich.
  • Dumpster Diving produziert paradoxerweise Müll, wo es sogleich auch welchen vermeidet. Durch Retten von Essen komme ich nicht drum herum, Verpackungsmaterial anzuhäufen
  • Ohne Verpackungsmaterial auszukommen ist verdammt schwierig. Hier sind Industrie und Produktdesigner gefragt.
  • Ich will meine Zahnpasta künftig in einem großen Bottich im Supermarkt auffüllen können!

 

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Eine Woche ZERO WASTE! #3

8. Mai 2014 von BUNDjugend

Ich muss ZERO WASTE neu definieren. Geht es um den Müll, der durch all mein Konsumverhalten entsteht oder kann ich das Wiedernutzen von Resourcen davon ausschließen? Habe bereits vorher erwähnt, dass ich viele Dinge durch Dumpster Diving bekomme. Besonders Essen. Vieles davon natürlich verpackt. Geht dieser Verpackungsmüll auf meine Kappe oder nicht, wäre er doch sowieso angefallen, auch wenn ich das Essen nicht gerettet hätte. Die Frage muss ich diese Woche noch lösen.

Ansonsten nicht aufregend. Eine Mandarine gefunden. Allerdings war die so alt und ausgetrocknet, dass da nichts Fruchtiges mehr rauskommt. Daneben noch einen ganz tollen Plastiklöffel und eine leckere Sirupwaffel gefunden. Was damit machen, um keinen Müll zu haben? Na z.B. meinem Mitbewohner eine Geschenk machen. ;)

 

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Eine Woche ZERO WASTE! #2

7. Mai 2014 von BUNDjugend

 

Der Dienstag lief schon mal gleich viel besser. Zwar wieder mal meine Milchpulververpackung für den Morgenkaffee angehäuft, dafür aber den Tag über allein Batterien als Abfall produziert. Dennoch ziemlich doof. Da halten mir die 2 AAA-Batterien in meiner PowerPoint Fernbedienung doch tatsächlich 2 Jahre und geben ausgerechnet am Dienstag während eines Workshops ihren Geist auf. Mal schauen, was ich mit diesen beiden nun am Ende der Woche anstelle. Warum den Tag über sonst kein Müll? Essen gabs bei zwei Workshops. Glücklicherweise unverpackt. Daneben nichts gekauft und somit kein Verpackungsmüll!

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Eine Woche ZERO WASTE! #1

6. Mai 2014 von BUNDjugend

(ursprünglich hier veröffentlicht)robert_zerowaste1

Was für ein Start. Aufgewacht, Hunger gehabt und nicht darüber nachgedacht, dass meine Zero Waste Herausforderung beginnt. Zack! Und gleich mal zwei Schokokekse verdrückt. Deren Plastikverpackung lässt grüßen. Danach gings weiter mit morgendlichem Kaffee. Ich kaufe keine Milch, sondern bekomme Milchpulver stets in diesen schönen Einzelverpackungen an der Uni. Zwischendurch gabs nochmal Schokobrownies, die ich aus der Mülltonne meines lokalen Supermarkts gerettet habe. Fällt euch auf, wie groß die Verpackung eigentlich ist? Da hätten locker vier dieser Brownies reingepasst. Mittags gabs Paprika mit Toastbrot. Was mache ich nun mit dem grünen Stummel und der Verpackung vom Toastbrot? Nachmittags gabs von einem Freund Einladung zum Kaffee. Habe ja immer meine eigene Kaffeetasse dabei, aber die ist zu klein für den ganz besonderen Kaffeegenuss einer speziellen Maschine. Danach drückt mir der Kumpel noch eine Limonadendose in die Hand. Na super! Nun auch noch Aluminium. Ziemlich frustrierend bisher, hah? Da hab ich doch gleich noch abends einen drauf geschnäutzt!


Eine Woche ZERO WASTE

2. Mai 2014 von BUNDjugend

Hallo zusammen,

ich habe mich in den letzten Monaten mit mehreren Projekten mit den Themen Lebensmittelverschwendung, Circular Economy, Collaborative Consumption, Repair Cafe und Upcycling beschaeftigt. Die gewonnen Erfahrungen – postive wie negative – moechte ich nutzen, um mich selbst der folgenden Herausforderung zu stellen: „Bin ich als Student der Nachhaltigen Entwicklung und bewusst lebender Mensch in der Lage, eine Woche lang einen ZERO WASTE Lebensstil zu leben?“robert_zerowaste

Mit diesem Experiment will ich herausfinden, auf welche Huerden „normale“ Menschen beim Leben eines resourcenschonenderen Lebensstils treffen koennten und und welche innovative Ideen dabei helfen koennten, den Einstieg in einen ZERO Waste Lebensstil zu erleichtern.

Obwohl ich von mir behaupten wuerde, nachhaltig zu leben, produziere auch ich tagtaeglich Muell. Beispiele wie das Zero Waste Home aus Frankreich beweisen jedoch, dass ZERO WASTE moeglich ist. Ich besitze die Disziplin und Leidenschaft, mich der Herausforderung zu stellen und die positiven Beispiele als Lehrstuecke und Inspiration zu benutzen. Als Student an der Uni Utrecht habe ich das Glueck, auf einen unglaublichen Kenntnisschatz aus der Wissenschaft zurueckgreifen zu koennen, der mir hoffentlich zusaetzlich dabei hilft, fuer komplexe Probleme praktische Loesungen zu finden.

Ich bin gespannt und freue mich!

Von Robert (24)