BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang

18. April 2017

Die Fastenzeit ist zu Ende – und somit auch die Zeit meines kleinen Selbstexperimentes weitestgehend auf Plastikverpackungen zu verzichten. Gleichzeitig ist dieses Ende aber auch der Startpunkt, meine neu gewonnen Erfahrungen und Einsichten in meinen Alltag einzubauen und beizubehalten. Schließlich ist es mein Ziel gewesen, einen für mich alltagstauglichen Weg zu finden, weniger Plastikmüll zu verursachen.

Meine Bemühungen in diesen 40 Tagen haben soweit gut funktioniert und ich bin insgesamt sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht und dazugelernt habe. Von Beginn an war ich sehr positiv gestimmt, da mich bereits mein erster plastikfreier Einkauf total begeistert und motiviert hat. Es ist zwar nur ein recht kleiner Einkauf Jasmin_Fotogewesen, aber alleine die Auswirkungen, die mir dabei klar geworden sind, waren eindrucksvoll. Bei einer kleinen Auswahl an Produkten (siehe Foto) habe ich bereits sechs Plastikverpackungen eingespart. Nüsse, Haferflocken und Leinsamen habe ich im Unverpackt-Laden in eigene Gläser abgefüllt. Obst und Kräuter habe ich frisch und lose eingekauft.

Als sehr interessante und positive Erfahrung empfand ich es außerdem, wie Verkäufer*innen an der Kasse reagiert haben, wenn ich lose Lebensmittel auf das Band gelegt habe. Kein einziges Mal bin ich belehrt worden, dass ich Tüten verwenden solle. Stattdessen hatte ich eher das Gefühl, dass mein Vorgehen auf Verständnis gestoßen ist und gutgeheißen wurde. Auch Supermark-Mitarbeiter*innen können die täglichen Müllmassen nicht mehr sehen.

Allerdings gab es auch die ein oder anderen Dinge, die ich in der Zeit als recht schwierig empfunden habe. Dazu zählt zum einen, dass das Plastik-Fasten viel Zeit in Anspruch genommen hat. Einkäufe müssen geplant werden, neue Läden und neue Produkte ausfindig gemacht werden. Zum anderen hatte ich dadurch auch höhere Kosten als sonst. Des Weiteren empfanden es manche Freunde, mit denen ich einkaufen war, als kompliziert und zu aufwendig.

Abschließend kann ich diese Erfahrung aber nur jedem empfehlen. Das Experiment hat Spaß gemacht, mich auf schlechte Gewohnheiten aufmerksam gemacht und meinen Horizont erweitert.

Jasmin


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