BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Ich hab ja nix gegen Smartphones, aber…

29. März 2016

… so richtig angenehm finde ich es nicht, wenn ich mich mit Menschen treffe und diese lieber auf ihr Smartphone gucken anstatt in mein Gesicht. Ok, gibt bestimmt Schönere, aber ein Bildschirm?!
Tatsächlich habe ich mich an Ostern auch dabei ertappt, mein Smartphone hat aber auch mit allen Mitteln um meine Aufmerksamkeit gekämpft und Omas Mülltrenn-Geschichte kenne ich wirklich schon auswendig!

Nach wenigen Stunden habe ich mich dann doch wieder für ein weniger smartes Handy entschieden. Zugegeben: Ich bin ab jetzt nicht mehr komplett ohne Internet unterwegs, mit Geduld und in schlechter Qualität kann mein Tastentelefon überall auf das gesammelte Wissen des 21. Jahrhunderts zugreifen. Nervt aber, mache ich also eher im Niemand-kennt-die-Straße-mit-K.,-deren-Namen-ich-vergessen-habe oder im Danke-Deutsche-Bahn,-ich wollte-heute-noch-ankommen-Fall.

Abschluss_Leonie

Ich glaube ich habe es aus der Online-Sucht geschafft. Vom gestressten „Hilfe, wie gehen 6 Wochen ohne WhatsApp, DB-App, Youtube und Google-Maps?“-Smombie zum entspannten Realitätsfan in dieser Fastenzeit. Erstmal möchte ich kein Smartphone mehr haben, ein gebrauchtes mit Tasten ist billiger, klimafreundlicher, wird nicht geklaut, kann notfalls als Wurfgeschoss genutzt werden, geht nicht kaputt und der Akku hält ewig.

Ich möchte keine Zeit mehr „sparen“, indem ich meine tägliche Bahnfahrt zum Mails beantworten nutze. Ich möchte aus dem Fenster gucken, Leute beobachten, mit fremden Menschen quatschen, mich langweilen und nachdenken. Denn „Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. Je mehr die Menschen daran sparen, desto fremder werden sie sich selbst.“ (Michael Ende – Momo)

Probiert es aus: einfach mal abschalten, Smartphone, Fernseher und Co. Urlaub gönnen, den alten Discman, ein paar Bücher und vorallem Freunde rauskramen und entspannen.
Leonie


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