BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Es war, als hätte die Sonne auch ein Zeichen setzen wollen

25. April 2010

Timo Jung, Lajulei Berlin
Es war, als hätte die Sonne auch ein Zeichen setzen wollen: Nutzt endlich die Energie, die ich euch gebe; Denn unter strahlendem Sonnenschein fand am Samstag die Menschenkette zwischen Brunsbüttel und Krümmel mit unglaublichen 120 000 Menschen statt. Spätestens jetzt sollten der Regierung Merkel und ihrem Umweltminister Norbert Röttgen die Knie schlottern, wenn sie ernsthaft daran gedacht haben, der Atomlobby in die Hände zu spielen und die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. 120000 Menschen haben deutlich gemacht, dass dies eine Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land ist; dass die Regierung in Berlin endlich dem nachkommen muss, worauf die Minister ihren Eid geschworen haben, nämlich möglichen, Schaden vom deutschem Volke abzuwenden‘ und aus einer für den Menschen viel zu gefährlichen Energiequelle auszusteigen und Alternativen zu fördern. Herr Röttgen muss sich nun endlich entscheiden, ob er weiterhin die Meinung der Deutschen ignoriert und damit seiner Partei gefällt oder ob er den Kampf gegen die Atomlobby und damit auch gegen Teile seiner eigenen Partei aufnimmt.
Um 14.30 Uhr war die Kette geschlossen und alle teilnehmenden Menschen jubelten ganz euphorisch darüber. Es war nicht nur die Masse der Menschen, welche so beeindruckend war, es war auch die Symbolik der Kette: Ältere Menschen, die schon vor 20 Jahren gegen die Atomkraft kämpften, hielten sich die Hand mit der jungen Generation von Atomkrafgegnern, Berliner hielten sich die Hand mit Bayern und auch viele Umweltorganisationen und Bündnisse gaben sich gegenseitig die Hand. Diese Symbolik, Teil einer Kette zu sein, einer großen gesellschaftlichen Bewegung, war es, welche mich am meisten beeindruckt und dazu motiviert hat, auch bei der nächsten Demonstration wieder dabei zu sein. Denn der Kampf gegen die Atomkraft ist erst dann gewonnen, wenn es sie nicht mehr gibt.


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