Erste Eindrücke der “European Assembly of Climate Justice”
Vom 29. November bis zum 12. Dezember veranstaltet unser europäisches Netzwerk Young Friends of the Earth Europe (YFoEE) in Brüssel eine Art Jugendkonferenz, um die UN-Klimaverhandlungen in Brüssel zu verfolgen, zu diskutieren und das Netzwerk zu stärken. Davor findet vom 26. bis 29. November die European Assembly for Climate Justice ebenfalls in Brüssel statt. Und wir sind dabei!
Nach einer kurzen Besichtigung des Kölner Doms, einigen verspäteten Zügen und ziemlich langer Bahnfahrt bin ich gestern am späten Nachmittag endlich in Brüssel angekommen! Der Hauptbahnhof ist sehr verwirrend, es finden sich dort Schilder in Massen und nachdem ich meinte, die Schule recht schnell gefunden zu haben, in der die European Climate Assembly stattfindet, schloss ein netter, leider nur französisch sprechender Mann die Türe vor mir ab. So musste ich feststellen, dass ich mir wohl die falsche Hausnummer notiert hatte.
Nachdem ich mit Lennarts Hilfe (hoch lebe die Erfindung des Handys!) dann doch noch zur Erasmus Hoogeschool gefunden habe, lief gerade das Plenum, indem die Forderungen der European Assembly for Climate Justice aufgestellt wurden. Es schien mir allerdings eher nach dem Versuch, eine Klimakonferenz nachzuspielen, nur dass die verschiedenen Optionen nicht durch eckige Klammern, sondern durch Schrägstriche voneinander abgegrenzt wurden. Danach wurde über jedes einzelne Wort verhandelt.
Nach dem Abendessen gab es ein paar sehr spannende Kurzvorträge über die Klimakatastrophen in Pakistan und Russland. Dazu berichtete Qualandar Bux Memon (Pakistan) zunächst über die Situation in seinem Land und welchen Einfluss die britische Kolonialherrschaft hatte. Pakistan hat ungefähr 180 Millionen Einwohner. 60% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und genau die sind es, die am Meisten von der Flut betroffen sind.
Offiziell sind 2.000 Menschen gestorben, 10 Millionen Menschen haben ihr zuhause verloren und ein Fünftel des Landes wurde überflutet. Dazu muss man noch sagen, dass ein Großteil der pakistanischen Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt. Die Gründe für die Flut finden sich im Abschmelzen der Gletscher, die Veränderung des Flusses Hindu durch die Zunahme von Seitenkanälen und die Abholzung der einzigen noch vorhandenen Wälder im Norden Pakistans.
Danach berichtete Evguenia Tchirikova über die Brände in Russland. Leider sprach dieser nur Russisch und es gab keine Übersetzer. Zum Glück haben sich Freiwillige gefunden, welche von Russisch zu Französisch und dann von Französisch zu Englisch übersetzten. Nur leider war die englische Übersetzerin akkustisch kaum zu verstehen, weshalb wir von diesem und den folgenden Vortrag nichts verstanden, außer ein paar Schlagworte (wir müssen an etwas arbeiten, Umwelt, Kapital, …). Doch auch daraus konnte man sich die groben Inhalte ableiten
Eure Marika
