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Die Stadt der kurzen Wege

20. Mai 2015

Individualverkehr verringern durch urbanes Design

Während meiner Mobilitätswoche bin ich auf ein spannendes Konzept der Stadtplanung gestoßen: „Die Stadt der kurzen Wege“. UnbenanntDieses Leitbild, das seit den 1980ern von Stadtplaner*innen verfolgt wird, möchte kompakte  Siedlungsstrukturen zu schaffen, dass Orte schnell erreicht werden und einfach zugänglich sind. Es wird das Ziel verfolgt, städtischen Lebensraum aufzuwerten und neu zu gestalten. Hierbei soll motorisierter Individualverkehr verringert werden, indem Distanzen zwischen Wohnen, Arbeit, Freizeit- und Bildungsorten möglichste gering gehalten werden. Im Allgemeinen möchte man bestmöglich Neuversiegelungen und Straßenbau vermeiden.

In einigen Städten wurde eine derartige Stadtplanung zum Teil schon umgesetzt, zum Bespiel in Marburg, Osnabrück und Potsdam. Da gerade Potsdam in so guter Reichweite ist, ist meine Neugier geweckt, demnächst einmal die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden und die städtplanerische Umsetzung zu begutachten.

Happy CityWeiterhin passt perfekt zur Mobilitätswoche ein sehr interessantes Buch, das ich gerade lese: „Happy City“ von Charles Montgomery. Er erforscht, wie durch urbanes Design das Leben in der Stadt umgestaltet werden kann. Im Fokus steht für ihn, welche Faktoren der Transformation das Zusammenleben glücklicher machen. Hierbei beschäftigt er sich in einem großen Teil des Buches auch mit Mobilitätsformen. Es entspricht genau meinem Interessengebiet und ist sehr zu empfehlen.

Ansonsten: Wie wäre es, am Wochenende aufs Fahrrad zu steigen und selbst einmal zu erkunden, was alles in der eigenen Nachbarschaft und unmittelbarer Nähe zu finden ist? Sicherlich viel mehr als man so denkt ;)

Und hiermit sage ich wieder einmal: Viele liebe Mobilitätsgrüße,
Vera


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