BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Die letzte gemeinsame Aktion der Internationalen Jugend

16. Dezember 2009

Endlich wieder ein neuer Tag:)President der Malediven

Natürlich war auch heute morgen Spokescouncil, aber ich nahm nicht daran teil, da ich zu spät am Bella Center war und auch noch eine Dreiviertelstunde vor den Sicherheitsschleusen anstand. So kam ich erst um 9:30 Uhr im Bella Center an, checkte meine Mails und machte einen Tagesplan.

Nun hatte die internationale Jugend ein Treffen mit Dr. Pachauri, dem Chef des IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimawandel) arrangiert. Dort hatte ich mich auch angemeldet und wir waren ca. 50 Jugendliche. Dr. Pachauri betonte die Wichtigkeit des Engagements der Jugendlichen. Er betonte natürliche auch noch einmal die Transparenz des IPCC. Außerdem forderte er ein sofortiges Handeln und auch wirtschaftlich gesehen sind die Kosten eines sofortigen Handelns sehr gering.
Wir fragten ihn noch, wie die Jugendlichen am besten etwas erreichen können. Er empfahl uns, am meisten in unseren eigenen Ländern anzufangen. Dort müssen wir die Menschen und die Regierungen zum Umdenken bewegen.

Wir dürfen nie die Hoffnung verlieren. Die ist das wichtigste in diesem ganzen „Theater“!

Heute hatten wir auch noch ein Treffen mit allen akkreditierten Jugendlichen aus Deutschland. Auf diesem besprachen wir wie man am besten Aktionen zur Deutschen Delegation machen kann, um diese in die richtige Richtung zu bringen. Wir würden gerne eine Statement von ihnen zu ihren Anstrengungen in der Klimakonferenz haben. Da wir leider nur eine halbe Stunde Zeit hatten, verschoben wir weitere Planungen auf ein nächstes Treffen.
Direkt im Anschluss an dieses Treffen fand letzte gemeinsame Aktion der internationalen Jugend statt, da ab Dienstag nur noch eine begrenzte Menge der NGOs Zutritt zum Bella Center haben. Wir bildeten eine lange Reihe von über 150 Jugendlichen durch einen Gang des Bella Centers und hielten Schilder hoch, mit denen wir unsere Unterstützung für die Entwicklungsländer deutlich machten. Es gab ein sehr gutes Bild ab und die Presse war auch gut vertreten. Manche Abgeordnete (vor allem aus dem globalen Süden) bekundeten uns ihre Unterstützung. Das war sehr motivierend.

Direkt nach dieser Aktion begann das CAN Meeting. Auf diesem wurde wieder von den aktuellen Verhandlungen berichtet. Afrika verhandelt solange nicht weiter, bis die Industriestaaten klare Zahlen auf den Tisch gelegt haben. Ich finde dieses ein sehr gutes Statement, da man wieder sieht wie verzweifelt die Entwicklungsländer sind. Daraufhin verkündeten aber auch die Industriestaaten, dass sie nicht weiterarbeiten würden bis die Afrikaner wieder verhandeln.

Dieses gegenseitige Blockieren wurde aber an diesem Abend schon wieder aufgelöst.

Um 16 Uhr hielt im Klimaforum Bill Mc Kibben, der Mitgründer von 350.org eine Rede. Er rechnete eindrucksvoll vor, warum die Zahl 350 so wichtig ist. Kommen wir nicht zurück auf diese CO2 Konzentration in der Atmosphäre, wird es katastrophale Folgen haben. Nach einigen Studien sterben schon heute jährlich 300.000 Menschen an den Folgen des Klimawandels. Mit dem Klimawandel stehen die Menschen vor der größten und weltumfassensten Krise, die es je gegeben hat.
Würden die jetzt getätigten Statements der Länder auf der Kopenhagener Klimakonferenz in Tat umgesetzt, hätten wir 2100 trotzdem eine CO2 Konzentration von 717 ppm in der Atmosphäre. Dies sind erschreckende Zahlen, da ab einer höheren Konzentration als 350 ppm in der Atmosphäre die Malediven dem Untergang geweiht sind.

Nach der Rede von Mc Kibben sollte eigentlich sofort der Prasident der Malediven sprechen, doch dieser war noch nicht zur Stelle. So redete Mc Kibben insgesamt anderthalb Stunden, wobei die letzte Dreiviertelstunde nur noch Zeitgewinnung war.
Nun sprach der Präsident der Malediven, doch leider konnte ich dort nur den Anfang der Rede hören, da wir um 18 Uhr ein Treffen mit unserer Gruppe hatten.

Nun aßen wir gemeinsam mit der Gruppe und danach war ein Treffen der Aktionsgruppe von Friends of the Earth International, um einen Marsch mit La Via Campesina am nächsten Tag zu planen. Dort war ich aber nur sehr kurz, da es für mich nicht sehr interessant war.

Beim Essen hatten wir von Max erfahren, dass wir sehr wahrscheinlich am nächsten Tag nicht in die Konferenz gehen können, da es ab Dienstag Zweit-Badges geben würde. Ab diesem Tag bekommen alle NGOs nur noch ca. 25% ihrer eigentlichen Badges. Diese Regelung wurde auf Grund von Platzgründen eingeführt. Deswegen würde ich wahrscheinlich keinen Zugang zum Bella Center haben. Dieses fande ich sehr deprimierend, da alle meine Aktivitäten der vorherigen Tage mit dem Bella Center zu tun hatten und ich wusste nicht genau was ich außerhalb machen sollte.

Nun hörte ich aber noch über unseren SMS Verteiler, das ein Strategietreffen im Bella Center gegen halb neun stattfinden sollte. Dort ging ich noch hin und wir sprachen in diesem Treffen über die Struktur von YOUNGO und den Vor und Nachteilen.

Nach diesem Treffen ging ich noch ins Internet, schrieb Mails und Blogeinträge:)

Nun war auch dieser Tag zuende und ich hatte das Gefühl, dass die Zeit insgesamt viel zu schnell läuft!


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