BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Die besten Natur-Apps

25. Juli 2016

Für Naturinteressierte gibt es verschiedene interessante Apps. Einige helfen dabei, Arten zu erkennen und zu bestimmen, wofür man bisher teils dicke Bestimmungsbücher brauchte. Bei anderen Apps kann man naturkundliche Beobachtungen melden, um sich aktiv an der Erforschung der Natur zu beteiligen. Die beiden wichtigsten Apps zur Meldung von Beobachtungen sind naturgucker.de für alle Tiere und Pflanzen und NaturaList zur Meldung von Vögeln. Beide Apps sind allerdings nur für Menschen, die schon wissen, was sie gesehen haben.

Wer erst herausfinden möchte, wie eine Art heißt, braucht Apps für die Artbestimmung.
Ein gutes Beispiel, allerdings nur für die Nordseeküste, ist die kostenlose App BeachExplorer der Schutzstation Wattenmeer. Sie bietet einen reich bebilderten Schlüssel zur Bestimmung von immerhin 2000 Arten von Strandfunden. So fällt es auch weniger Geübten sehr leicht, die gefundene Schnecke, die Feder oder auch Meersalgen oder Vögel am Strand zu bestimmen. Man kann seine Strandfunde auch sofort mit der App melden und so zur Erforschung der Nordsee beitragen. Außerdem gibt es auf der zugehörigen Website beachexplorer.org aktuelle Naturbeobachtungs-Tipps.

Für alle diejenigen, die an Land unterwegs sind, empfehle ich die App Naturblick vom Museum für Naturkunde in Berlin. Die App befindet sich noch in der Beta-Phase, ist aber schon gut benutzbar. Ähnlich wie beim BeachExplorer können mit Naturblick verschiedene Pflanzen- und Tierarten bestimmt werden, indem äußere Merkmale ausgewählt werden. Zusätzlich bietet die App aber auch eine Erkennung für Vogelstimmen. Darüber hinaus werden in Naturblick unter „ Umgebung entdecken“ besonders spannende Naturgebiete auf einer Karte angezeigt und beim Anklicken gibt es sowohl Informationen über das Gebiet, aber auch über die dort zu findenden Tiere und Pflanzen. So kann man beim Sonntagsspaziergang vorher kurz aufs Smartphone gucken, wo denn der nächste schöne Naturort zum Entdecken liegt. Insbesondere für junge Menschen, die oftmals zur Ausbildung in die großen Städte ziehen und Natur auch in der Stadt erleben möchten, ist diese App der richtige Ansatz. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die App im Moment nur für Berlin konzipiert ist und eine Ausdehnung erst einmal nicht vorgesehen ist.
Trotzdem warte ich schon – auch als Nicht-Berlinerin – mit Vorfreude auf die fertige App „Naturblick“.

Jenny Herbert aus dem Bundesvorstand am 17.07.16


Kommentare