BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Der Plan für eine (hoffentlich) grandiose Aktion!!!

16. Dezember 2009

Dienstag 15.12.09

Nun ist es schon wieder Dienstag und ich kann es kaum glauben.
Während dem Frühstück hörte ich eine SUPER Nachricht: Max hatte vier Badges für unsere Achtergruppe bekommen und fragte mich, ob ich eines bräuchte. Da heute im Bella Center eine Aktion stattfand an der ich mich gerne beteiligen würde und ich außerdem natürlich gerne auf die Verhandlungen gehen will, willigte ich natürlich sofort ein:)
Nach dem Frühstück gingen Lukas (aus der BUNDjugend Rheinland-Pfalz) und ich zum Spokescouncil. Dieses fand heute außerhalb des Bella Centers statt, da so auch die Jugendlichen ohne Zwei-Badge kommen konnten. Hier wurden wieder die Position der Internationalen Jugend in den Verhandlungen, die Verteilung der Zweit-Badges und Aktionen besprochen. Somit war es sehr produktiv:)
Um ca. 10 Uhr fuhren wir zum Bella Center, denn wir wollten an einem Treffen der Aktionsgruppe von FoEI um 11 Uhr teilnehmen. Leider war vor dem Bella Center eine riesige Menschenmenge und warteten 2 Stunden um dort hineinzugelangen. Das ist eine eindeutige Organisationsschwäche der UN oder der Dänischen Regierung. Nicht mal die Hälfte der Sicherheitsschleusen war geöffnet und es gab keine klaren Reihen für NGO, Presse und noch nicht registrierte Menschen. Das ist sehr bemängelnswert. Als wir dann um ca. 12 Uhr im Bella Center ankamen war nicht mehr viel Zeit bis zu der geplanten Aktion um 13,30 Uhr.
Bei dieser Aktion verteilten ich mich mit ca. 30 anderen FoEI Mitgliedern in der zentralen Halle des Konferenzzentrums. Nun klatschten wir alle zusammen und zogen uns derweil unsere blauen Ponchos an. Währenddessen riefen wir noch Sprüche, dass die EU mehr tun muss im Klimaschutz. Die meisten von uns setzten sich auf den Boden. Nach ca. fünf Minuten beendeten wir die Aktion.

Das war für mich insoweit gut, da ich noch um 14 Uhr zum täglichen CAN Meeting gehen wollte. Dort wurden mehrere Sachen besprochen:
Eigentlich sollen wir für Freitag nur 90 Badges bekommen. Doch CAN International versucht nochmals mit dem UNFCCC Sekretariat zu reden und mehr Badges raus zuhauen.
Japan und Russland blockieren zur Zeit die Verhandlungen. Wir müssen Druck auf diese ausüben um sie zum Umdenken zu bewegen. Vor allem da Japan gerade eine neue Regierung hat, die eigentlich in Sachen Klimaschutz weiter vorne ist als die alte Regierung.
Sonst wurden noch mehrere Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgruppen hervorgebracht.

Um 15 Uhr war ein Treffen mit Abgeordneten der europäischen Länder. Unter anderem waren dort VertreterInnen der Niederlande, Finnland und Irland.
Die Jugendlichen stellten hauptsächlich Fragen an die Delegierten. Zum Beispiel sicherte ein Irlands Umweltminister zu, das Irland auf ein ambitioniertes Abkommen hin strebe. Sie fordern 40% CO2 Reduktion der Industriestaaten bis 2020 auf der Basis von 1990 und außerdem muss die Anpassungshilfe der Industriestaaten für die Entwicklungsländer additional zur Entwicklungshilfe sein. Außerdem bestätigten die Abgeordneten natürlich die Wichtigkeit der Jugendlichen auf diesen Verhandlungen.
Dieses Treffen war interessant, ich weiß aber nicht genau, was mir diese Infos gebracht haben. Aber ich arbeite auch nicht in der Politik Arbeitsgruppe.

Um 16,30 sollten eigentlich die Verhandlungen über das Kyoto Protokoll stattfinden, diese wurden aber kurzfristig verschoben.

Nun erhielt ich kurzfristig die Information, das um 18 Uhr eine Aktion der Internationalen Jugend für den nächsten Tag geplant werden würde und ich entschied mich, dort hinzugehen.
Dieses Treffen war sehr lang aber auch sehr konstruktiv.
Es wurde viel über die eigentliche Idee der Aktion diskutiert und dann neue Ideen entworfen. Die schlussendliche Aktion, die dann auch durchgeführt wurde war folgende:
Wir würden uns mit so vielen Jugendlichen wie möglich, in der großen Halle am nächsten Tag um 17 Uhr hinsetzen. Dort wollen wir sitzen bleiben, bis die Polizisten uns wegtragen.Wir diskutierten lange über die exakte Botschaft die die Internationale Jugend mit dieser Aktion verbreiten wollte. Letztendlich kamen wir zu der einstimmigen Entscheidung, das diese Botschaft ist:
Wir werden nicht weichen, bis ein faires, ambitioniertes und rechtlich verbindliches Abkommen in Kopenhagen erreicht ist.
Ich fande diese Aktion sehr unterstützenswert, wusste aber leider nicht, ob ich mich an dem illegalen Part der Aktion beteiligen will und darf.
Nach diesem Treffen ging ich glücklich nach hause (ins Hostel;)), da ich das Gefühl hatte was erreicht zu haben.


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