BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

#Klimafasten: Der Fleischesser auf Abwegen

28. Februar 2016 von Admin-BujuBerlin

Klimafasten. Als ich, Felix, 19 Jahre alt und FÖJler in Berlin diesen Begriff das erste Mal hörte und mich spontan entschloss, dabei einfach mal mitzumachen, war ich zugegebenermaßen etwas unschlüssig, was mich bei diesem Abenteuer denn konkret erwarten würde und -natürlich am Wichtigsten- auf was ich denn fasten könnte. Neben den Klassikern wie Alkohol und Zigaretten, die mir aber eher als Gesundheits- denn Klimafasten im Kopf umherschwirrten, fiel mir dann der Fleischverzicht ein. Doch als typischer „Teilzeitöko“, der zwar leidenschaftlich gern Kröten über die Straße trägt und Heuschrecken zählt, sich aber auch gerne mal ein herzhaftes Mettbrötchen gönnt, erschien mir die Aussicht, komplett auf Fleisch und Fisch zu verzichten, nicht besonders rosig. Allerdings empfand ich auch die Herausforderung, auf etwas zu fasten, was mir wirklich schwer fällt, als eine interessante Chance, meine Selbstdisziplin mal auf die Probe zu stellen.

In den ersten Tagen schwirrten mir viele Gedanken durch den Kopf: Welche Alternativen zu Wurst oder Fleisch gibt es denn? Welche neuen, interessanten Kochrezepte könnte ich ausprobieren? Aber die Größte Unbekannte war natürlich: Was kann bloß den saftigen, fetttriefenden 3 Uhr-Döner, welcher einen jedes Mal zuverlässig wie ein Uhrwerk nach einem Kneipen- oder Clubbesuch rettet, ersetzen? Fragen über Fragen also, die mich in diese Challange begleiteten.

Tja, was soll ich sagen? Inzwischen sind schon drei Wochen vergangen, seit zum letzten Mal ein Stück Tier in meinem Bauch verschwand und es fühlt sich inzwischen völlig normal an, anstatt in das Leberwurstbrot in einen Apfel zu beißen. Am Anfang habe ich um ehrlich zu sein schon das Fleisch auf meinem Teller vermisst, vor allem, da ich gespürt habe, dass sich mein Körper auch erst einmal auf die veränderten Essgewohnheiten einstellen musste. Allerdings fühle ich mich seit Kurzem durch den automatisch gestiegenen Obst- und Gemüsekonsum deutlich vitaler und ausgeglichener als zuvor. Beim Einkaufen laufe ich seit neuestem intuitiv am Wurstregal vorbei und habe auch schon ein paar leckere do-it-yourself Brotaufstriche hergestellt. Angenehmer Nebeneffekt: Seit ich #klimafaste, koche ich auch mehr selbst und auch die Freude am Kochen steigt mit jedem Essen, was von Mal zu Mal besser wird, natürlich auch.

Alles in Allem würde ich diese Aktion bis jetzt als einen vollen Erfolg werten. Denn sowohl die Erfahrung zu machen, dass es allen Unkenrufen notorischer Fleischesser zum Trotz (O-Ton kleiner Bruder: „Felix is(s)t so anders, seit er in Berlin bei den Ökos ist“) eigentlich super einfach ist, sich vegetarisch zu ernähren und dabei quasi keine Lebensqualität einzubüßen, als auch die kulinarische Kreativität, die man entwickelt, sind schöne, vorher nicht für möglich gehaltene Nebeneffekte. Ich bin auf jeden Fall motiviert, diese Aktion durchzuziehen und auch nach der Fastenzeit meinen Fleischkonsum bewusst zu reduzieren.

Viele Grüße und bis Bald!

Felix


Zwischenbericht: Sechs Wochen ohne Plastik

27. Februar 2016 von BUNDjugend

Seit fast zwei Wochen versuche ich jetzt, kein Plastik zu kaufen und die Bilanz lässt leider sehr zu wünschen übrig.

Um mich herauszureden, könnte ich sagen, dass es mir am Anfang sehr schwer fiel, da ich viel lernen musste und keine Zeit hatte, mich vernünftig auf die Zeit und Einkäufe vorzubereiten.

Jedenfalls ist die Liste der Ausnahmen, die ich gemacht habe, schon viel zu lang geworden.

Liste der bisherigen Ausnahmen:

  • Plastikringe in Schraubgläsern, Flaschen und Kronkorken…
  • möglicherweise Klebstoff von Etiketten oder um Papiertüten oder Pappschachteln zusammenzukleben (jedoch nach einiger Suche nichts verständliches im Internet gefunden)
  • Einmal Schokolade gekauft und gehofft, dass kein Plastik in Pappschachtel vorhanden ist, es war dann mit Alufolie beschichtetes Papier, weiß nicht, ob das zählt
  • Klopapier in Plastiktüte
  • Gewürze, Sojagranulat, Brote in Plastiktüten auf den letzten Drücker für Party gekauft, obwohl es mit besserer Planung alles zu verhindern gewesen wäre

Die schlimmste Situation war wohl, als ich eine Party gefeiert habe. Kurz bevor es losgehen sollte, wollte ich noch schnell in dem türkischen Laden gegenüber ein paar Fladenbrote kaufen, die, wie ich wusste, ohne Plastik und mega lecker sind. Das Problem war nur, dass sie schon ausverkauft waren und ich dann zu einem Supermarkt musste um Baguettes zu kaufen, die alle einzeln eingeschweist waren. Hat mich total geärgert. Ich hätte natürlich normales Brot kaufen können, oder darauf verzichten können, aber ich hatte Chili sin Carne gemacht und wollte etwas Passendes dazu servieren.

Vielleicht hatte ich es mir auch zu sehr in den Kopf gesetzt, Fladenbrote oder etwas ähnliches haben zu wollen, weil die Gäste so etwas erwarten könnten.

Ich hätte die Brote auch vorher selbst machen können, denn wer weiß wie viel Plastik schon bei der Produktion der Fladenbrote angefallen wäre, auch wenn sie selbst nicht verpackt sind?

Damit komme ich auch schon zu einer Erkenntnis, die ich gezogen habe. Fast alles, das verarbeitet ist, ist irgendwie mit Plastik verpackt, sei es auch nur der Gummiring im Innern einer Marmeladendose, oder der Klebstoff, der eine Pappschachtel zusammenhält. Also muss ich alles selber machen und das frisst Zeit.

Aber ich habe auch schon positive Erlebnisse gemacht:

Ein Marmeladenglas von der Marke „Eisblümerl“ hat auf dem Deckel „PVC-freier Verschluss“ stehen. Es ist das einzige Schraubglas, das ich gesehen habe, das irgendeine Auskunft über den Gummiring bietet. Woraus genau stattdessen der blaue Ring innen besteht, ist allerdings auch nicht geklärt.

Nüsse habe ich mittlerweile auch lose in einem Biomarkt gefunden.

Statt Sojamilch könnte ich einfach Kuhmilch in Flaschen bekommen, habe aber beschlossen, stattdessen Apfelsaft und Orangensaft in Flaschen in mein Müsli und meinen schwarzen Tee zu tun, was ich im Moment mega lecker finde!

Eine sinnvolle Alternative zu eingepacktem Klopapier habe ich bisher nicht gefunden. Auf diversen Websites findet man Tips dazu, zum Beispiel kann man Stofftücher nehmen und sie waschen und dann wiederverwerten, was ja ganz cool ist, aber vielleicht bin ich noch nicht so weit. Für Menschen, die in München wohnen, könnte auch diese Seite vielleicht interessant sein. Man kann das plastikfreie Klopapier auch bestellen, aber bei Lieferungen bin ich mir dann wieder unsicher, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Oder mich schreckt der Preis ab… Also habe ich normales Recycling-Klopapier gekauft und benutze die Plastiktüte als Mülltüte, was meiner Meinung nach ein ganz guter Kompromiss ist.

Nach Shampoo Alternativen habe ich auch viel recherchiert und es gibt haufenweise Möglichkeiten. Eine recht spannende Sache fand ich, einfach kein Shampoo mehr zu verwenden, und stattdessen oft die Haare zu Bürsten. Jeden Tag 100 mal kämmen, um den Talg von der Kopfhaut bis in die Haarspitzen zu verteilen. Ich habe auch schon angefangen, das auszuprobieren und wasche die Haare jetzt meistens auch nur noch mit dem Stück Olivenseife, das ich auch für meinen Körper benutze. Im Moment werden meine Haare zwar jetzt wieder schneller fettig, aber das Bürsten hilft echt total dagegen und angeblich soll es nach einigen Wochen weniger nachfetten, da sich die Kopfhaut daran gewöhnt.

Weitere Dinge die ich mal ausprobieren will, ist mir die Haare mit Roggenmehl zu waschen (ja kein anderes Mehl, das verklebt die Haare wohl total!), oder mit so genanntem Trockenshampoo aus Maisstärke. Über die Ergebnisse berichte ich nächstes Mal.

Ich habe noch sehr viel Zahnpasta, da ich jedes Jahr welche zu Weihnachten geschenkt bekomme und sie gar nicht so schnell verbrauche, aber wenn ich keine mehr habe, werde ich mal versuchen, komplett darauf zu verzichten, da ich aus mehreren Quellen gehört habe, dass die Zahnpasta eigentlich überflüssig ist, da das Schrubben mit der Bürste den meisten Dreck entfernt. Naja, wann anders. :)

Eigentlich ist das „Ich verzichte auf Plastik kaufen“ also tatsächlich eher zu einem allgemeinen „Ich lebe jetzt mal voll ökologisch“ hinausgelaufen. Zum Glück kommt Wasser immer noch unverpackt aus dem Wasserhahn.

Weitere Tipps und genauere Beschreibungen für Shampoo oder Zahnpflege habe ich hier, hier, hier und hier gefunden (es lohnt sich auch auf den Websites ein bisschen zu blättern!).

Fiona


Tschüss, Schokocreme!

26. Februar 2016 von BUNDjugend

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Fasten für das Klima? – wenn das kein weltverbessernder Plan ist! Als ich einer alten Freundin völlig euphorisch von der Idee erzähle, nennt sie mich nur trocken „Dauerfasterin“ und bemerkt, dass ich ja sowieso „schon AUF ALLES verzichte“ (damit meint sie vermutlich saftige Steaks, cremigen Joghurt und schneeweißes Papier – die ganz essentiellen Dinge des Lebens eben). Aber – es ist immer ein bisschen Luft nach oben! Also beschließe ich, während der Fastenzeit auf Lebensmittel mit Palmöl zu verzichten. Warum? Julie hat das Ganze bereits einleuchtend erklärt.

Ich muss zugeben: nachdem ich Anfang Februar kurz den Inhalt meines Kühlschrankes gescannt habe, war ich schon ein kleines bisschen stolz auf mich: Palmöl war auf keiner einzigen Zutatenliste zu finden. Meine

bequeme Seite atmete erleichtert auf, während mein Ehrgeiz spottete. Wo bleibt denn die Herausforderung, wenn die einzige (bisher) vorhersehbare Schwierigkeit ist, dem abgöttisch leckeren Schokoaufstrich bei unserem wöchentlichen Bürofrühstück zu widerstehen?!

Ich beschloss also kurzerhand, die Verbannung aufs Badezimmer auszuweiten und den Versuch zu wagen, jegliche Chemikalien (inklusive Palmöl) in sämtlichen Kosmetika zu streichen oder zumindest die Liste möglichst gering zu halten. Das Vorhaben möchte ich gleichzeitig dazu nutzen, meine kleine Hexenküche zu erweitern und zu schauen, was ich neben selbstgemachten Cremes und Masken noch zu Stande bringe. Außerdem begebe ich mich auf die Suche nach Alternativen zu herkömmlichen, (vielleicht nur auf den ersten Blick?) nicht so leicht zu ersetzenden Pflegeprodukten wie beispielsweise Zahnpasta. Dabei werde ich mich vermutlich nicht nur mit dem Kochlöffel, sondern auch mit den Tücken der Kosmetikindustrie herumschlagen.

Ob ich diesen Kampf gewinne? Seid gespannt!

Friedi


#Klimafasten: Noch umweltfreundlicher leben

24. Februar 2016 von BUNDjugend

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Was ich faste:

  • Elektrogeräte
  • Heizenergie
  • langes Duschen
  • Plastikartikel
  • Nahrungszusätze
  • unüberlegten Konsum

 

 

 

 

 

 

Ich versuche bereits seit einiger Zeit, möglichst wenig Müll zu produzieren und die Ressourcen zu schonen. Ich arbeite also an all meinen Vorsätzen schon seit einer Weile. Nun hat mir das Fastenprojekt nochmal neue Motivation verschafft und ich möchte versuchen, noch umweltfreundlicher zu leben.

Dabei kann ich mich nicht entscheiden, welches meiner Vorhaben mir am wichtigsten ist. Allerdings ist mir jetzt schon klar, was mir am schwersten fallen wird: das Vermeiden von Plastikartikeln.

Bevor ich anfing, mir Gedanken um meinen Plastikkonsum zu machen, war mir gar nicht bewusst, wie viel Plastik ich tatsächlich tagtäglich verwende. Als ich begonnen habe, mehr auf meine Gewohnheiten zu achten, habe ich einen Schock bekommen! Von der Zusammensetzung der Fasern in meiner Kleidung, über Lebensmittelverpackungen bis hin zur Taschenlampe und der Zahnbürste – nichts scheint ohne Plastik auszukommen. Dem möchte ich aber keinen Glauben schenken und somit stelle ich mich der Herausforderung!

Hier mein Schlachtplan:

Um weniger Heizenergie zu verschwenden, werde ich mich dicker anziehen. Somit bleibt die Heizung aus. Meine Haare werde ich abends waschen, so muss ich sie morgens auf Grund des Zeitdrucks nicht föhnen. Statt des Staubsaugers werde ich versuchen, öfter den Besen zu verwenden. Um Handy und Computer ausgeschaltet zu lassen, setze ich mir eine bestimmte Zeit in der Woche für die Benutzung.

160221_Theresa Schmidt_Waschutensilien_1Langes Duschen ist bequem und entspannend – ich möchte versuchen, mich mit dem Waschlappen zu waschen und somit viel Wasser zu sparen. Hier kann ich gleich den Plastikmüll reduzieren, in dem ich auf Seife zurückgreife anstatt herkömmlicher Duschgels in der Plastikflasche.

Beim wöchentlichen Einkauf versuche ich, möglichst viele lose Lebensmittel bzw. in Glasverpackungen zu bekommen. So kann ich sie in meine eigenen Beutel verpacken und die Gläser später auch noch für andere Dinge verwenden. Für mehr Ideen und Anregungen ist die Gruppe „Plastikpatrouille mit Herz“ sehr zu empfehlen :)

Ich hoffe, dass ich in der Fastenzeit viel Neues dazu lernen kann und bin gespannt auf den Ablauf der Wochen  :)

Theresa


#Klimafasten: Wie einem die Welt möglichst wenig egal ist

23. Februar 2016 von BUNDjugend

160220_Lukas Laufenberg_1Hallo. Mein Name ist Lukas und ich bin ein Fachidiot. Damit meine ich: Ich habe ein bisschen Ahnung von Technik, aber vom Rest eher nicht so. Deswegen ist mir der Rest der Welt aber noch lange nicht egal. Nur müssen mir Andere erklären, wie mir der Rest der Welt möglichst wenig egal ist. Eine ziemlich schlagkräftige Argumentation hat Julie hier im Blog ja schon vorgelegt.

Also beginne ich meine „2016 ist mir die Welt weniger egal“-Liste: Weg mit Palmfett.

Was kann noch weg? Auto besitze ich keins. Alkohol trinke ich nicht. Fleisch esse ich nicht. Andere Tierprodukte? In meinem Kopf meldet sich eine Stimme: „Der Käse ist dein Freund, du darfst ihn nicht einfach zurücklassen. Er ist ein Teil von dir. Dein Schaaaatz…“ Ich scheine ganz eindeutig ein gestörtes Verhältnis zu tierischen Produkten zu haben. Also weg damit.

Diese Fastenzeit verzichte ich auf Palmfett und lebe Vegan. „Darf’s auch ein bisschen mehr sein?“, fragt die freundliche Bedienung an der imaginären Lebensumgestaltungstheke. „Einmal mit alles, ohne Plastik.“ sage ich, ohne genauer darüber nachzudenken. Fünf Minuten später erkenne ich in meinem Plan einen fatalen Fehler: Ich sitze auf dem Klo und überlege, wie ich an nicht in Plastik verpacktes Klopapier kommen soll. Nachdem ich erkannt habe, dass das ganze offensichtlich ein wenig mehr Vorbereitung braucht, beschließe ich, es einfach dabei zu belassen. Das ist für mich schon Herausforderung genug. Ich habe schließlich schon mal versucht vegan zu leben und es gerade mal zwei Wochen durchgehalten.

Und ehe ich mich versehe ist bereits über eine Woche vergangen. War gar nicht so schwer. Einige wichtige Erkenntnisse haben mir allerdings sehr dabei geholfen:

Du wirst nicht zu einem Drehspieß verarbeitet wenn du nach einem Falafeldöner ohne Soße fragst. Leckere, vegane, palmölfreie Bratkartoffeln sind viel schneller gemacht, wenn du auf schälen und vorkochen verzichtest. Die supergeile Spaghettisoße von gestern eignet sich exzellent als Brotaufstrich. Senf und Gemüse auch (besonders Tomaten, Gurkenscheiben vom Senf besser durch ein Salatblatt trennen).

Wie kommt der Typ auf die Idee Senf aufs Brot zu schmieren? Wenn er feststellt, dass die vor zweieinhalb Wochen gekauft Margarine leider Palmfett enthält, während das Senfglas daneben ihn verführerisch anblinzelt, kommt er unter Umständen auf verrückte Ideen.

Ich denke ich konnte meinen Entscheidungsprozess hinreichend darlegen.

Bis bald, euer Lukas.


#Klimafasten: Mit dem „Vegan-Survival-Kit“ durch die erste Woche

21. Februar 2016 von BUNDjugend

Spontan traf ich am letzten Samstag die Entscheidung, mich in der Fastenzeit vegan zu ernähren. Nämlich um meinen Beitrag am Tierleid zu verringern und um meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Und einfach, um mal was neues auszuprobieren. :)

Seit 1,5 Jahren ernähre ich mich bereits vegetarisch. Darauf konnte sich meine Familie relativ gut einstellen („Ich hab den Hack in extra große Klumpen gemacht, damit du ihn besser aus der Suppe raus suchen kannst“). Vegan hingegen stellt für meine Familie eine derartig große Herausforderung dar, dass mir schon im Vorfeld angekündigt wurde, dass „da jetzt nicht auch noch drauf Rücksicht genommen werden kann“. Nun ja, damit hatte ich eh gerechnet.

Bisher lief aber alles ganz gut. Ich war am Wochenende mit meinen Freunden unterwegs, für die vegane Ernährung kein Mysterium ist und daher war es total easy mit der rein pflanzlichen Ernährung. Vegan für Fortgeschrittene hingegen ist der Alltag, wenn jemand anderes kocht. Beispielsweise hat meine Mama heute Quiche mit Rosenkohl und viel Käse gemacht. Schade aber auch.

Tja, was solls… Für mich muss ich dann wohl was anderes improvisieren. Frisch gebackenes Brot mit Chilibohnen und Paprika schmeckt auch. Oder mit Kichererbsenaufstrich und getrockneten Tomaten.

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„Vegan-Survival-Kit“ von Miriam

Zum Glück habe ich mir am Montag ein „Vegan-Survival-Kit“ zusammengestellt: leckere Aufstriche, frisches Obst und Gemüse, Hefeflocken, Räuchertofu, pflanzliche Milch und Joghurt. Ohne eine derartige Basis von pflanzlichen Nahrungsmitteln würde die Fastenzeit wohl sehr lang und frustrierend.

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Veganes Eis am Stiel

Aus veganem Pfirsich-Maracuja-Joghurt habe ich auch direkt ein paar Portionen veganes Eis am Stiel hergestellt. Ich bin mal gespannt auf das Ergebnis. :) Auch sonst bin ich ziemlich gespannt, was diese Fastenzeit noch mit sich bringt.

Miriam


6 Wochen ohne Smartphone

21. Februar 2016 von BUNDjugend

Mein Smartphone ist normalerweise mein täglicher Begleiter. In unseren 2 gemeinsamen Jahren haben wir viel zusammen erlebt, kennen unsere Macken und Vorzüge. Auch wenn es oft eifersüchtig auf meine Freunde und Hobbys ist, verbringen wir doch recht viel Zeit miteinander. Leonie Treder_Klimafasten_Foto1_FBJeden Tag fahren wir beide mindestens eine Stunde gemeinsam Bahn und hören dabei Musik oder planen unsere Termine. Auch wenn ich mich oft über die Smombies dieser Welt aufrege und so einigen Menschen mal gerne das Ding aus der Hand reißen würde, um sie zur Abwechslung mal mit der Realität zu konfrontieren; im Endeffekt wirke ich auf andere Menschen wahrscheinlich auch wie ein bizarres Wesen mit Virtualtitätshintergrund.

Spaß beiseite: Leonie Treder_Klimafasten_Foto2-1Mein erstes Smartphone hat viele Vorteile, aber umweltfreundlich ist die Herstellung nicht, es verbraucht mehr Strom als andere Handys und zeigt schon jetzt Alterserscheinungen. Da ich kein neues Smartphone möchte, wenn meines in naher Zukunft das Zeitliche segnet, nutze ich die Fastenzeit, um mich wieder an Alternativen zu gewöhnen. Ganz leicht fällt mir das nicht, am Aschermittwoch habe ich mich direkt ein bisschen verlaufen und hatte Probleme, mich durchzufragen, weil ich die genaue Adresse nicht wusste. Auch die DB-App finde ich überaus praktisch, da ich nicht alle Kölner Fahrpläne im Kopf habe.
Auf Dauer wäre auch eine Kamera praktisch und ein eigener Computer oder Laptop. Ansonsten glaube ich, dass mein Smartphone mir Organisationsarbeit Zuhause erspart, aber zwangsläufig auch  Unterhaltungsmedium ist und es sich mir häufiger in den Fokus drängt als erwartet.

Leonie


Packen wir´s an: Eine kleine Tierprodukte-Fasterei

20. Februar 2016 von BUNDjugend

Stirnrunzelnd betrachte ich den neuen extragroßen Zettel auf meiner Pinnwand: 40 Tage vegan bis Ostern. Nun steht es fest: Auch dieses Mal bin ich beim Klimafasten dabei und radiere all die kleinen Tierprodukte von meinem Einkaufszettel. Ich seh schon, das wird spannend!

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Das möchte ich herausfinden: Zunächst geht es für mich ans Umhören, was die Hauptgründe sind, vegan zu leben. Mit Recherchearbeit und Bücherdurchblätterei möchte ich mich auf die Suche nach den Hauptfacts der Vegan-Nicht-Vegan-Debatte begeben. Dazu gehört ein paar meiner Veganer*innen-Freunde zu interviewen, was sie an solchen Endlos-Diskussionen zu ihrem Ernährungsstil so antrengend finden. Und bin ich gleich dabei, notiere ich mir die Allerlieblingsrezepte. Was mich hier besonders interessiert: Wie kann ich beim Kochen und bei Gerichten möglichst Schauspielprodukte vermeiden – denn Sojageschnetzeltes und veganer Käse sind mir schon ein wenig suspekt. Es gilt die spannende vegane Küche zu entdecken und mit kleinen Köstlichkeiten zu hantieren!

Diese Hürden sehe ich kommen: Ich kann ziemlich glücklich sein, da es in Lüneburg im Vergleich zu anderen Städten sehr viele Möglichkeiten gibt, vegan zu essen. Und auch einige meiner Freunde sind Veganer*innen. Das macht die gesamte Sache sicherlich leichter. Hürden sehe ich viel eher bei alltäglichen Ist-schon-so-in-meiner-Routine-Situationen: Im Unicafé Milch in den Kaffee gießen ist eine ganz unbewusste, meist auch sehr schlaftrunkende Angelegenheit. Der Griff zur Sojamilch wird in nächster Zeit hohe Konzentration erfordern. Und auch, wenn ich an die Brötchen beim Bäcker denke – ich weiß ehrlich gesagt kein Stück, wo Milchprodukte drin stecken und wo nicht.

Die Sache wird interessant und ich bin gespannt, welchen Herausforderungen ich schon bald begegnen werde. Ihr bekommt es mit, ich freu mich schon drauf!

Ganz viele liebe – natürlich tierfreie – Grüße,

Vera


#Klimafasten: ohne Zucker, vegan und gegen die Verschwendung

19. Februar 2016 von BUNDjugend

Wie die letzten zwei Jahre faste ich dieses Jahr mal wieder Zucker. Das ist richtig gut, sollte jeder mal ausprobieren! Nach schon ein oder zwei Wochen merkt man einen Unterschied und beim ersten Stück Kuchen nach Ostern zieht sich der Mund richtig zusammen. Ich habe nach der Zeit immer gar keine Lust auf Zucker. Immer ein Experiment, das sich lohnt!

Auch wie letztes Jahr habe wieder vor, in der Fastenzeit keine tierischen Produkte zu kaufen. Das mache ich sonst auch nicht viel aber eine gute Gelegenheit, noch einmal besonders drauf zu achten.

Eine kleine Abwandlung mache ich dieses Jahr aber doch. Seit Oktober 2014 hole ich über foodsharing.de Lebensmittel von Supermärkten, Bäckereien und Co. ab. S160212_Anne Sopie Renner_1ie haben regulär zu viel Ware und die „foodsaver“ retten das, was sonst den Weg zu den Verbrauchern und auf die Teller nicht schaffen würde.
Bei diesen Abholungen sind natürlich auch oft Milchprodukte, Kuchen mit Ei oder Fleisch und Wurst dabei.
Und das ist eben die Entscheidung: ernähre ich mich vegan und gesund oder versuche ich möglichst das zu verwenden, was in unserer komischen überflussgeprägten Industriewelt so abfällt?
Lebensmittel sind wertvoll, pflanzliche und auch solche, die von Tieren kommen. Dieser Aspekt wird immer noch manchmal übersehen, wenn man über gesunde und ressourcenschonende Nahrung nachdenkt. Bis wir Eier, Milch und Fleisch nicht mehr in Massen produzieren, braucht es halt noch ein bisschen Zeit.

Deswegen will ich in dieser Klimafastenzeit drauf achten: So viel wie möglich Lebensmittel vor der Verschwendung retten und dann möglichst gut verteilen und verbrauchen. Und was ich dann doch kaufe, das dann möglichst „umweltfreundlich“: also das Übliche halt, bio, vegan, regional, saisonal und, logisch, nach Maß.

Anne


Der Energieverschwendung auf der Spur

19. Februar 2016 von BUNDjugend

Ein herzliches Willkommen beim #Klimafasten-Blog auch von meiner Seite! Ich heiße Jan, 23, studiere Technischen Umweltschutz in Berlin und ich habe mir zum Ziel gesetzt, in den kommenden sechs Wochen meinen Energieverbrauch kritisch unter die Lupe zu nehmen und so weit wie möglich zu reduzieren.DSC_0547_blog
Da ich schon seit geraumer Zeit versuche, meinen Ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, wird dabei bei den „klassischen“ Ansatzpunkten (wie zum Beispiel zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln oder Glühbirnen gegen LED-Lampen auszutauschen) nicht viel zu holen sein: Das ist alles schon längst erledigt :) Stattdessen werde ich zunächst einmal verschiedene Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik ins Visier nehmen. So interessiert mich beispielsweise, welchen Einfluss die verschiedenen Waschprogramme meiner Waschmaschine auf den Energieverbrauch haben oder wie viel Strom mein Laptop auch dann noch verbraucht, wenn er im „Energie-Sparen-Modus“ ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es dabei zur einen oder anderen Überraschung kommt und sich manche alltägliche Verhaltensweise als unnötige Energieverschwendung entpuppt. Man darf also gespannt sein :)

Jan