BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Anti-Kohle-Camp und Kette

29. April 2015 von BUNDjugend

Wir nehmen Anlauf nach Paris! Als Teil der Klimabewegung trafen knapp 100 Jugendliche vom 24. Bis 26. April im BUNDjugend Camp im rheinischen Braunkohle-Revier zusammen. Der Höhepunkt des Aktionswochenendes war die Anti-Kohl-Kette am Samstag, bei der 6000 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland, aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren Ländern eine geschlossene 7,5 Kilometer lange Menschenkette bildeten. Mit dieser symbolischen Grenze forderten die Demonstrant*innen den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle, um das nationale Klimaziel von mindestens 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen.

2015_Anti-Kohle-Kette_NRW_BUNDjugend in der geschlossenen Kette-La-Ola

Ein buntes Programm im BUNDjugend Camp

In Workshopphasen setzten sich die Jugendlichen im Camp schon am Freitagabend mit den Klimaproblematiken auseinander. Außerdem wurde das 19 Meter lange Banner vorbereitet und ausgemalt. Nach dem gemeinsamen, veganen Abendessen, welches von einer Vokü für das Camp gekocht wurde, gab es noch letzte Infos zur Menschenkette. Am Samstagvormittag wurden fleißig bunte Kreuze/ Xe gebastelt, um unter dem Motto „Unsere Zukunft entscheidet sich hier“ an der Menschenkette teilzunehmen und eine deutliche Grenze zu ziehen. Während der Kette herrschte, trotz Regen und Nässe, eine super Stimmung mit vielen lauten und jungen Stimmen. Nach der Abschlusskundgebung in Immerath gingen einige Interessierte zum Skywalk, von wo man einen guten Blick in den Kohletagebau Garzweiler II hat.

Der Abend bot ein vielseitiges Programm mit einer Presseschau, leckerem Essen, der Premiere des Films „La Buena Vida- Das gute Leben“ und einer anschließenden Party.

Bevor die große Aufbruchsstimmung am Sonntag startete, gab es noch einen Überblick über Aktivitäten im Klimajahr 2015, als auch ein Vernetzungstreffen für BUNDjugend-Aktive und –Interessierte. Mit einer letzten gemeinsamen Mahlzeit und vielen helfenden Händen beim Abbau klang ein ereignisreiches und spannendes Aktionswochenende aus.

2015_Anti-Kohle-Kette_NRW-Zelt der BUNDjugend NRW im Camp

Der Protest geht weiter!

2015 wird ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz! Im Dezember findet die 21. Internationale Klimakonferenz in Paris statt, bei der ein neues Abkommen verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten soll. Als Teil der Klimabewegung ruft die BUNDjugend im Vorfeld der COP21 zu weiteren Protestaktionen auf.

Am 4. Juni findet im Vorfeld des G7-Gipfels eine Großdemonstration für mehr Klimaschutz und gegen TTIP und Armut in München statt. Die BUNDjugend wird sich gemeinsam mit der JBN an dieser Demo beteiligen. Hier kannst du dich informieren und beteiligen!

Auch zur Großdemo gegen die Freihandelsabkommen am 10. Oktober in Berlin wird die BUNDjugend mobilisieren und rund um die Demo ein großes Aktiven- und Vernetzungswochenende mit gemeinschaftlicher Unterkunft und Verpflegung organisieren.


#Plastikfasten: Der erste Einkauf nach Ostern

15. April 2015 von presse4bundjugend

Der erste Einkauf: Alles wie immer, am liebsten frische Zutaten, Glasverpackungen sind in Ordnung, Kunststoffe auf keinen Fall. Dann fällt mir ein: Es ist NACH Ostern, Tetrapaks sind wieder ok! … greife zu den Milchersatzprodukten und genieße später eine Müslischüssel ohne Wasser, dafür aber mit köstlicher Hafermilch!^^ Das Beispiel zeigt mir, dass das Experiment sich langfristig auf mein Empfinden auswirkt. „Plastik-Artikel“ finde ich automatisch unattraktiver und das macht mich sehr stolz. Solche Lebensmittel werde ich nur noch vereinzelt kaufen.

Außerdem kann ich mir gut vorstellen, mich auch an anderen Aufgaben zu versuchen…zum Beispiel einem veganen Monat. Es gibt nichts, was man durch eine gute Einstellung nicht schafft.

Viele, liebe Grüße,
Laura


#Keiderfasten: Mein kleines Fazit

15. April 2015 von presse4bundjugend

Ostern ist vorbei und damit auch das Klimafasten. Es ist also Zeit Bilanz zu ziehen. Fakt ist, dass ich insgesamt 12 neue Teile in meinem Schrank habe! Aber ich bin nicht etwa schwach geworden und habe mich in einen Kaufrausch gestürzt. Nein, ich war auf zwei Kleidertauschpartys und habe die Onlineplattform Kleiderkreisel für mich entdeckt. Alle 12 Teile hatten zuvor eine andere Besitzerin, die diese Schätze nicht länger in ihrem Schrank verstauben lassen wollte.

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Zu Beginn der Fastenzeit habe ich meine kompletten Kleider-, Schuh- und Schmuckschränke auf den Kopf gestellt. Da ich vor einem halben Jahr erst umgezogen bin und dafür ausgemistet habe, waren gar nicht so viele Schrankleichen dabei. Trotzdem bin ich immer wieder auf Dinge gestoßen, die ich schlicht vergessen hatte, weil sie immer ganz unten liegen. Ich habe in den letzten Wochen mal bewusst meinen Wäscheständer beobachtet und dabei festgestellt, dass immer die gleichen Klamotten darauf hängen. Man trägt doch fast nur seine Lieblinge.

Um das zu ändern habe ich die Stapel in meinem Schrank einmal umgedreht, damit die „vergessenen“ Teile oben liegen und wieder stärker in meinen Fokus rücken.

Das „ich weiß nicht, was ich anziehen soll“-Gefühl verleitet schnell zu Shoppingtouren. Um das Problem zu lösen habe ich angefangen, schöne Outfitkombinationen aus meinem Fundus zu fotografieren oder zu notieren. Das spart außerdem Zeit und Nerven, da ich mir nicht mehr jeden Morgen überlegen muss, ob das T-shirt mit der Hose und den Ohrringen…..

Bei den Kleidertauschpartys, einmal in Soest und einmal in Essen, war ich überrascht, was für tolle Sachen dort zu finden waren. Schweren Herzens habe auch ich mich von einigen schönen Teilen getrennt, die mir einfach nicht mehr richtig passen und dafür wieder kräftig aufgeforstet!

Da solche Veranstaltungen aber leider nicht immer dann stattfinden, wenn einen gerade die Lust auf etwas Neues überkommt – vor allem nicht in einer Kleinstadt wie Soest – habe ich mich mal auf der Onlineplattform Kleiderkreisel umgeschaut. Ich hatte schon ein wenig davon gehört, wirklich hellhörig wurde ich aber erst als eine Freundin mir erzählte, dass sie dort regelmäßig gebrauchte Kleidung kauft, verkauft und tauscht. Getauscht wird auf der Seite inzwischen leider relativ wenig, aber Second Hand Kleidung gibt es zu sehr guten Preisen und die Nachfrage nach neuen Kleidern wird dadurch nicht angekurbelt. Ein kleiner Wermutstropfen ist natürlich der Versand per Post und die damit zusammenhängende Umweltbelastung.

Auch jetzt, mehr als eine Woche nach Ostern, bin ich in noch keinem einzigen Klamottenladen gewesen. Es reizt mich auch überhaupt nicht mehr so sehr. In Zukunft werde ich die Augen nach Kleidertauschpartys aufhalten, Freunden und Familie meine Schrankhüter anbieten und hier und da mal bei Kleiderkreisel vorbeischauen. Diese Alternativen zum samstäglichen Bummeln durch die Stadt schonen nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sie machen mir auch viel mehr Spaß! Probiert es doch einfach selbst mal aus :)

Liebe Grüße,
Marie