BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

#klimafasten: Wir feiern Woche vier!

19. März 2015 von presse4bundjugend

– und das mit den leckersten veganen Wraps bei super Sonnenschein:

Gestern war es soweit: Die vierte Woche unseres #Klimafastens ist vorüber und ab heute rutschen wir schon in die fünfte. Wie die Zeit vergeht! Zur Feier des Tages haben Ferdi, Toril und ich die Küche unsicher gemacht: Salate, Paprika und Avocado kleingeschnitten, Hummus, Kidneybohnen und Guacamole zubereitet,  und den selbstgemachten Tortilla-Teig geknetet und geknetet, platt ausgerollt und in der Crepe-Pfanne wunderbar angebräunt. Lecker! Dann wurde wild befüllt. Das Rezept eignet sich einfach perfekt für ein Frühlingspicknick im Grünen (und nein, jetzt bitte nicht die Felle als Untergrund erwähnen). Als Abrundung des Tages haben wir uns noch den Film „Blaues Gold“ angesehen, wobei im Anschluss ein spannendes Gespräch rund um den Handel von „virtuellem Wasser“ und den inneren Rechtfertigungsdruck beim Vegan-Experiment entstanden ist.

Und so gibt es auch weitere Updates von uns Experimentierern:

Laura
„Ich habe mein Bestes gegeben kein Geld für Lebensmittel in einer Kunststoffverpackung auszugeben. Doch leider konnte ich letzte Woche keinen anderen Weg finden, als Rosinen, Chips und Rohrzucker zu kaufen, obwohl jedes dieser Produkte in Plastiktüten steckte. Zugute halten kann ich mir, dass ich die Zutaten und auch das Knabberzeug für eine Familienfeier besorgen musste und sie unter dem ansonsten plastikfreien Einkauf die einzigen sündhaften waren. Ich versuche weiterhin eisern zu bleiben und solchen Malheurs zu entgehen“

Katja
„Die ersten zwei Wochen fiel mir der Verzicht sehr schwer. Der Weg durch den Supermarkt glich einem Spießrutenlauf und ich hörte plötzlich überall Leute von Eis oder Toffeeschoki reden. Nun bin ich über den Berg – sowohl zeitlich als auch emotional. Ich habe geistig viel dazugewonnen, während körperlich ein paar Gramm den entgegengesetzten Weg nahmen. Für die nächsten drei Wochen ohne Schoki und Co. bin ich zuversichtlich. Mal sehen, wie die erste Ostersüßigkeit nach der Fastenzeit schmeckt. Und auf wieviel Zucker ich überhaupt noch Lust habe – oder in Zukunft gerne verzichten will.“
(Auszug aus Katjas Artikel auf ihrem eigenen Blog: Schaut doch mal vorbei!)

Viele, liebe Grüße,
Vera

 


Halbzeit Handyfasten: Ich bin ja sowas von entspannt!

12. März 2015 von presse4bundjugend

Von mir gibt es nur ein kleines, aber feines Zeichen aus der unerreichbaren Zeit: Mir geht es gut! Ich war zwar selbst sehr erstaunt, aber ich kann doch immer noch sehr frei atmen ohne mein Mobiltelefon. Es kann zwar fast alles, aber leben und atmen können wir immer noch am besten ohne.

DSC_0003Das Beste ist eigentlich, dass ich nicht das Gefühl habe, den Kontakt zu Menschen zu verlieren. Ganz im Gegenteil! Ich verabrede mich viel und verbindlich und wenn ich dann bei einem Treffen bin, dann bin ich auch ganz da. Ohne jegliche Ablenkungen durch Anrufe, SMS oder Mails. Ganz besonders schön finde ich auch, dass ich andere Kommunikationswege wiederentdecke. Ich habe in den letzten Wochen tatsächlich mehr Postkarten bekommen! Und mal ganz ehrlich: Wie viel romantischer ist denn bitte eine Postkarte im Vergleich zu einer schnöden SMS?

Ich gestehe: Letztens musste ich eine erste Ausnahme machen. Ich konnte leider keine Überweisungen ohne mobile TANs tätigen. Um keine Mahnungen oder gar Drohungen zu erhalten, habe ich deshalb das Gerät für fünf Minuten eingeschaltet. Und wenn ich unterwegs mal telefonieren muss, spreche ich sympathische Leute an. Meistens kommen wir dann auch in ein nettes Gespräch.

Ein großer Dank geht in jedem Fall jetzt schon an all die Menschen in meinem Leben, die sich auf mein Experiment einstellen und manchmal geduldiger mit mir sein müssen, bis ich zurückrufe oder die Mail beantworte. Für all diese Menschen werde ich mein Telefon wohl nach der Fastenzeit auch wieder benutzen. Aber ich bin mir jetzt schon sicher: Öfter mal ausschalten ist das neue Abschalten!

Janna


#klimafasten: Das Halbzeit-Interview

10. März 2015 von presse4bundjugend

Bergfest Klimafasten. Die perfekte Zeit, um ein wenig zurückzuschauen. Welche Zwischenbilanz zieht Toril bisher in Bezug auf ihr Klimaexperiment „6 Wochen vegan“? Ich habe sie besucht und ihr so manche Frage gestellt:

Toril, Ferdinand, Vera 0131) Welche Entdeckung hast du bisher gemacht? Worauf bist du besonders aufmerksam geworden?

„Ich habe erfahren, dass das große Bedenken eines hoch komplizierten Alltags bei einer veganen Ernährungsweise völlig unberechtigt ist. Besonders in einer Stadt wie Berlin ist es keinerlei Schwierigkeit sich ausschließlich pflanzlich zu ernähren.“
2) Was war dein Highlight in den ersten drei Wochen?

„Natürlich all die leckeren Gerichte, die ich mir vorher nie zubereitet hätte. Aber eine absolute Bereicherung war die Entdeckung des Soja Latte Macchiatos. Hätte nicht gedacht, dass der so gut schmeckt, denn Sojamilch in normalem Filterkaffee schmeckt mir einfach nicht.“
3) Welche Situation hat dich besonders herausgefordert? Wo bist du schwach geworden?

„Eine herausfordernde Situation war das erste vegane Wochenende, denn während ich entspannt auf der Couch gesessen und mein Buch gelesen habe, vermisste ich meine Schwarzen Tee mit Milch unglaublich. Schwach bin ich nur ein Mal während der Zeit bei meinen Großeltern in Bremerhaven geworden. In einem teuren Restaurant, in das meine Großeltern uns eingeladen haben, gab es kein veganes Essen und auch auf eine Nachfrage konnte nicht reagiert werden. Also habe ich mich entschlossen ein vegetarisches Rezept auszuwählen. Das war bisher aber die absolute Ausnahme.“
4) Was motiviert dich weiterhin?

„Es gibt noch Unmengen an Rezepten, die ich testen möchte, sodass ich eigentlich noch gar keine Lust habe wieder mit Milch, Sahne oder Käse zu kochen. Darüber hinaus gibt es viele Aspekte der veganen Lebensweise, die ich erforschen möchte. Das funktioniert natürlich am besten, wenn ich mich dabei weiterhin vegan ernähre.“

 5) Und unter´m Strich?

„Summa summarum kann ich sagen, dass ich die Fastenzeit sehr genieße und mich mit meiner veganen Lebensweise sehr wohl fühle. In meinem Freundeskreis löst das Experiment viel Diskussion und Nachdenken aus, worüber ich sehr erfreut bin.“

 

 


#klimafasten: Mehrweg-Einweg-Plastik-Glas?

9. März 2015 von presse4bundjugend

Fuhhhhhh….!! Ich stapfe die Treppen bis zu meiner Wohnungstür hinauf. Warum wohne ich eigentlich so weit oben? Gut. Ich habe mir gesagt: Ich kaufe keine Plastikverpackungen ein.
Da habe ich mir in den ersten Tagen einfach gesagt, überall, wo es nicht anders geht: Statt Tetrapack mit Plastikdeckel, Glasflasche mit Metallverschluss. Und wie sehr ich überrascht war, als ich Tofu im Glas entdeckt habe!

Doch nun habe ich meinen Joghurt, meine passierten Tomaten und die Kichererbsen in meiner Tasche, die unter der Last ächtzt und spüre das Gewicht beim Schleppen! Wie hoch ist da eigentlich der Ökofaktor beim Transport? Mit der Vorstellung, dass viele Produkte, die ich im Supermarkt erhalte, einmal durch ganz Deutschland, wenn nicht sogar Europa, der ganzen Welt fahren/fliegen, beäuge ich die Gläser misstrauisch. Den ersten Schritt meiner Recherche zu „Problemstellung: Glasbehälter“ macht ein sehr interessanter und übersichtlicher Eintrag auf dem leben-ohne-plastik.blog und wirft das Thema Einweg/Mehrweg insbesondere bei Getränken auf.

Vera

 


#klimafasten: Fast die Hälfte ist rum

6. März 2015 von presse4bundjugend

So langsam schleicht sich in meinen Alltag ein bisschen Routine ein, eine zuckerfreie Routine. Zuckerintensive Gänge im Bioladen werden nicht mehr betreten und das meiste Gebäck bekommt keine Beachtung mehr. Mein Gefühl hat sich bestätigt: Je länger man fastet, desto mehr gewöhnt man sich daran. Der eine oder andere Gedanke beispielsweise an einen leckeren Schoko- oder Zitronenkuchen lässt sich aber nicht ausblenden.

Ich konzentriere mich nun auf die sozialen und politischen Hintergründe der Zuckerproduktion und möchte noch mehr darüber erfahren.

Folgendes leg ich euch schon mal ans Herz: Die EU trifft folgenschwere Entscheidungen für Zuckerkleinbäuerinnen und Kleinbauern aus Jamaica. Ihnen droht dadurch eine massenhafte Armut: http://www.theguardian.com/world/2015/feb/21/jamaican-farmers-bleak-future-eu-sugar-beet-production-cap

Außerdem noch folgenden Artikel „Unter Landgrabbing-Verdacht: Nordzucker streckt seine Hand nach Afrika aus“: http://taz.de/Unter-Landgrabbing-Verdacht/!143145/ bzw. http://taz.de/Spekulative-Landwirtschaft/!143178/

Ferdinand


#klimafasten. #kleiderfasten

3. März 2015 von presse4bundjugend

Ein T-Shirt hier, ein Armband da… bis vor Kurzem habe ich in der Mannheimer Fußgängerzone gewohnt und bin auf dem Weg zur Uni täglich an prall gefüllten Schaufenstern vorbeigelaufen. HuthutDass ich diesen Versuchungen häufiger mal nachgegeben habe, war mir klar. Das Ausmaß dieser vielen kleinen Shoppingtouren wurde mir aber erst wirklich bewusst, als ich angefangen habe ein Haushaltsbuch zu führen. In Euro gemessen stand ich dem großen Problem in meinem ansonsten recht bewussten Lebensstil mit Ökostrom, Fahrradfahren und vegetarischer Ernährung gegenüber.
Dabei weiß ich doch, dass ein T-Shirt rund um die Welt geschickt wird und dabei Unmengen an CO2 produziert. Auch die Chemikalien, die teils ungefiltert in die Flüsse und Seen Chinas geleitet werden sind mir ein Begriff. Von den oft unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern ganz zu schweigen.

Zu Beginn der Fastenzeit habe ich den Entschluss gefasst etwas zu ändern! Ich möchte in den kommenden 40 Tagen nicht ein einziges neues Kleidungsstück oder Accessoire kaufen und mich stattdessen über Alternativen informieren, mit denen ich auch über die Fastenzeit hinaus meinen Klamottenkonsum nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten kann.

Die erste Woche fiel mir dabei recht leicht. In den Geschäften stapeln sich zwar schon die neuen Frühjahrskollektionen, das eher winterliche Wetter sorgt aber nicht gerade für die richtige Stimmung. In unserem Büro gibt es außerdem ein Kleidertauschregel, durch das ich bereits das ein oder andere Kleidungsstück ergattert habe. Auch in meinem Freundes- und Verwandtenkreis werden Kleidung, Taschen, Schmuck und Co häufig getauscht, anstatt sie wegzuwerfen.
Am Wochenende habe ich eine gute Freundin in Hamburg besucht. Beim Bummeln durch die kleinen Boutiquen hat es mich schließlich doch in den Fingern gejuckt. Vor allem ein schicker Filzhut hat es mir angetan. So einen wollte ich doch schon lange und wenn einem der perfekte Hut  über den Weg läuft…. Aber ich habe widerstanden! Noch ist meine Motivation stärker und das Bewusstsein über die Auswirkungen der Modeindustrie auf die Umwelt, über die ich mich vor der Fastenzeit informiert habe, präsent. Ich bin gespannt, wie es in den kommenden Wochen weitergeht.

Marie