BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

#klimafasten: Woche eins von sechs: Check!

27. Februar 2015 von presse4bundjugend

Die erste Woche des Klimafastens ist rum und ich ernähre mich immer noch vegan. Eigentlich finde ich es auch gar nicht so schwierig mich ausschließlich von pflanzlichen LebensDSC_0024_yeahh_quer_hellmitteln zu ernähren und der Verzicht im Alltag hält sich in ertragbaren Grenzen. Ich habe allein in den vergangenen sieben Tagen viele neue Rezepte ausprobiert und fange langsam an selber kreativ beim Kochen zu werden. Allerdings muss ich mir eingestehen, dass ich am Wochenende schon einen ziemlichen Hype auf Milch bekommen habe und es mir schwierig fiel, nicht einfach einen kleinen Schuss Milch in meinen Tee zu tun oder gar am Sonntagmorgen einen leckeren Latte Macchiato zu trinken. So war Mandelmilch meine Alternative, doch habe ich nach einer halben Tasse Schwarztee aufgegeben und bin wieder zum Kräutertee zurückgekehrt. Ich denke jedoch, dass ich in kommender Zeit verschiedene pflanzliche Milchalternativen ausprobieren werde und mich irgendwann daran gewöhnen kann.

Meine vegane Ernährung wird von Tag zu Tag routinierter, sodass ich jetzt auch anfangen kann mich mit den klimabezogenen Aspekten zu beschäftigen.

Bis dahin, weiter frohes Klimafasten!

Toril


#Plastikfasten: Woche eins

27. Februar 2015 von presse4bundjugend

Ob meine Fähigkeit, mich schnell von einer Idee begeistern zu lassen, mir nun immer gut tut, ist zu bezweifeln. Mit einem inneren Schmunzeln hab ich mich spätestens, als ich zu meinem ersten Einkauf in den (Bio-)Laden aufgebrochen bin, gefragt: Was hast du dir da verdammt nochmal eingebrockt? Denn als ich vor den Regalen stand, musste ich mich, nicht wie sonst (weil wegen vegan) fragen, was vielleicht nicht geht für mich, sondern, was ÜBERHAUPT geht. Denn bis auf Mehl in Papiertüten, Aufstriche und Eingewecktes im Glas und Obst und Gemüse kam für mich nichts in Frage. Selbst Flocken/Müsli, die in Papiertüten abgepackt waren, forderten noch das offenbar obligatorische Plastikfensterchen, um sich von ihrer besten Seite zeigen zu können. Auch der lose Tee kam nicht ohne dieses aus – nur schwarzen oder grünen Tee hätte ich kaufen können, dabei wollte ich doch Kräutertee!
Plastikfasten_Lea_Stenzel_PlastiksuendenKurzum: Meine anfängliche Euphorie ist ziemlich schnell einer realistischen Einschätzung der Lage gewichen. Schon nach einer Woche meines Projekts kann ich ein erstes Fazit abgeben: In einer Stadt, in der es (meines Wissens nach) keinen Laden gibt, wo ich mir viele Dinge selbst abfüllen könnte, ist der komplette Verzicht auf Plastik absolut unmöglich. Zumindest, wenn ich mir meine bisherige Ernährung erhalten möchte. Klar, ich könnte mich zukünftig nur noch von frischem Obst und Gemüse ernähren. Doch da dies mich erstens unzufrieden machen und zweitens vermutlich schnell in eine Mangelernährung führen würde, ist das keine Lösung. Ich bleibe also weiterhin bei meiner bereits geäußerten Überzeugung, dass ich einen kompletten Verzicht in der aktuellen Lebenslage nicht umsetzen kann/will. Und ehrlicherweise verrate ich euch auch gleich meine „Plastiksünden“ der letzten Woche: 1x Soja-Reis-Drink, 1x Zahnpasta, 1x Linsen, 1x Bohnen, 1x Paranusskerne, 1x Naturtofu, 1x Räuchertofu.

Aber nun zum positiven Teil, ich bin nämlich trotz der „Sünden“ stolz auf mich. An ganz vielen Fronten hat der Plastikverzicht wunderbar funktioniert:

  • Obst & Gemüse kaufe ich nur noch lose, entweder auf dem Markt, im Bioladen oder im normalen Supermarkt. Schockierend ist übrigens auch, dass ich im Rewe ziemlich viel loses Zeug aus konventioneller Landwirtschaft kaufen kann, bei den Bio-Sachen aber alles außer Ingwer eingeschweißt und abgepackt ist. Alles! Echt krass.
  • Plastiktüten nehme ich ja ohnehin nirgendwo an, aber ich wollte es mal aufführen, bessert die Bilanz auf. ;-)
  • Ich benutze keinerlei Shampoo, Spülung, Duschgel mehr, nur noch Alepposeife für Haut und Haar. Funktioniert ganz wunderbar! Danke nochmal an Erbse von http://www.kosmetik-vegan.de/, die mich mit ihrer Aleppo-Begeisterung angesteckt hat. Den Haaren tut es auch gut, die fetten weniger schnell.
  • Ich benutze zum Mitnehmen meines Essens Papiertüten oder Gläser und werde mir noch eine Dose aus Edelstahl zulegen. Dann brauche ich mir auch keine Gedanken mehr über die ekligen und unsichtbaren Gifte machen, die über die Kunststoffdosen ihren Weg in mein Essen und dann in meinen Körper finden.

Zur Motivation habe ich mir den Film Plastik: Der Fluch der Meere angeschaut. Die Infos sind nicht neu für mich. Sie nähren aber die Überzeugung, dass die Vermeidung von unnötigem Müll sehr wichtig ist für eine Umwelt, die nach ihren natürlichen Abläufen und Rhythmen funktionieren kann. Und auch jene, dass wir Menschen egoistisch, skrupellos, ignorant und selbstgerecht sind, aber das ist ja bekannt! Nach Angaben der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH hat sich der Verbrauch von Kunststoffverpackungen zwischen 1991 und 2012 nahezu verdoppelt (http://bit.ly/1wwyHLT). Dabei werden diese Verpackungen häufig wegen ihrer Vorteile hinsichtlich der Hygiene gelobt. Wie passt dazu mein subjektiver Eindruck, dass die Leute immer infektanfälliger werden, Allergien gehäuft auftreten usw.? Ich bin weder Ärztin noch habe ich mich umfassend mit irgendwelchen Studien befasst, das ist wie gesagt alles subjektiv. Aber da rufe ich mir wieder die Meinung meiner Mutter „Ein bisschen Dreck hat noch niemandem geschadet“ in Erinnerung und glaube, dass uns zu viel Hygiene und Sterilität eher krank macht als schützt. Schließlich kann ein gesunder menschlicher Körper sich mit seinem grandiosen Abwehrsystem gegen negative Umwelteinflüsse hervorragend schützen. Aber leider kann man auch viel weniger Werbung auf den Produkten platzieren, wenn man an Verpackung spart…

Lea


#Klimafasten: Eine harte erste Woche ist geschafft

26. Februar 2015 von presse4bundjugend

Die Schokolade, die tägliche Mate oder die ein oder andere erfrischende Cola oder die Limo ist nun tabu. Echt nicht einfach, so von einem auf den anderen Tag nichts mehr davon essen / trinken zu können. Vor allem die ersten Tage waren für mich die schwierigsten. Da kam hier und da ein Heißhunger aus dem nichts und meinte jetzt sich zu Wort melden zu müssen. Ließ ich ihm aber natürlich nicht durchgehen und machte ihm klar, dass er noch eine Weile warten werden müsse.

Nicht nur der Verzicht an sich ist eine neue Erfahrung und eine Umstellung. Der Einkauf und der ständige Blick auf die Zutatenliste, der oft Überraschungen mit sich bringt, gehören auch dazu. Wusstet ihr, dass in Tiefkühlpizzen Rohrzucker drin ist? Auch das Müsli, die Kichererbsen oder die Sojamilch ohne Zucker ließ sich erst nach längerer Suche finden. Was mir aber bis jetzt noch unmöglich scheint, ist Tomatensoße ohne Zucker zu finden.

Je länger die Fastenzeit geht und je mehr Tage ohne Zucker dazukommen, desto leichter fällt mir das Zuckerfasten. Ich habe das Gefühl der Körper braucht und brauchte einfach ein wenig mit dem „Entzug“ zurechtzukommen. Ich bin jetzt zuversichtlicher wie am Anfang und der Verzicht macht mir nun auch weniger was aus. Bis jetzt hat sich das Experiment auf jeden Fall gelohnt!

Ferdinand


#klimafasten: Woche eins- Und abgefüllt!

25. Februar 2015 von presse4bundjugend

„Ähm… könnten Sie mir erklären, wie ich vorgehen muss?“ Die junge Frau hinter der Kasse sieht mich freundlich an und beschreibt mir alles: „Zunächst wiegst du deinen Behälter ab, den du mitgebracht hast. Im Anschluss kannst du aus den Fächern deine Menge an Produkten abfüllen, die du brauchst und dann ganz einfach zur Kasse gehen und bezahlen.“
IMAG0369Jetzt ist bereits mehr als eine Woche des #Klimafastens vorbei und ich stecke mitten drin im Alltag ohne Plastikverpackungen. Mein Müsli, die Nudeln für das Mittagessen und das Studentenfutter als kleinen Snack- all das fülle ich mir in meine Weckgläser als würde ich es schon seit Ewigkeiten so tun. Natürlich erfordert es im Vorhinein viel mehr Planung: Spontane Einkäufe sind nicht ganz so einfach, da ich ja immer meine Behälter mitnehmen muss. Zudem sind solche Abfüllstationen eine feste Ausnahme in normalen Supermärkten. Da ist es schon gut, dass ich in Berlin wohne und zur Not immer auf den Original-Unverpackt-Laden ausweichen kann. Doch auch in so manchen Bioläden habe ich die Möglichkeit entdeckt, sich selbst seine Lebensmittel abfüllen zu können- und meine Suche ist gerade erst am Anfang! Mal dann und wann nen Schokoriegel, Kekse oder was zum Knabbern- schwierig: Die Quengelecke an der Supermarktkasse wird von mir schon manchmal sehnsuchtsvoll beäugt, aber nein.
Gemüse und Obst, Reis und Nudeln, all die Grundnahrungsmittel sind kein Problem. Was mich sehr beschäftigt, ist, dass ich keine Möglichkeit sehe, vegan und plastikfrei zu leben: So bin ich von Sojajoghurt wieder auf normalen im Glas umgestiegen- Ist das nun besser für die Umwelt? Dieser Frage werde ich in den kommenden Tagen weiter nachgehen und ein wenig recherchieren.

Somit weiterhin, und besonders an diejenigen, die auch dem Experiment #Plastikfasten nachgehen: Ein gutes Gelingen und solidarische Grüße ;)

Vera


#klimafasten-Wir sind dabei!

25. Februar 2015 von presse4bundjugend

Antonia, Jasper, Tristan, Johanna, Marlon und viele, viele mehr!- Wir sind inzwischen etliche Jugendliche und junge Erwachsene, die mit ganz unterschiedlichen Experimenten am ‪#‎klimafasten‬ teilnehmen. Hier ein kleiner Ausschnitt all derjenigen, die bereits mitmachen:

#klimafasten- wir sind dabei!

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#klimafasten: Weck mit dem Plastik!

23. Februar 2015 von presse4bundjugend

Stapfe ich in den Supermarkt in der Absicht Bio zu kaufen, bin ich, huch, ziemlich erfreut: Eine ganze Ecke Gemüse und Obst. Meine Freude stumpft schnell ab: Alles in diesem knisternden, durchsichtigen Plastikzeug und Schälchen verpackt. Gerade einmal die Avocados können sich dazu durchringen, mir ihre unverpackte Seite zu zeigen. Na wunderbar- Kaufe ich jetzt Bio in Plastik oder Exotisches aus Übersee? Dazu stehe ich verwirrt vor dem Kühlregal, die Hand ausgestreckt: Camembert, Milch, mein Lieblingsfrischkäse- alles in (Plastik-)Hülle und Fülle. Und dies besonders auffällig bei veganen Produkten. Denn warum gibt es eigentlich meinen Sojajoghurt nicht im Glas?

DSC_0121_web_kleinSo viele Fragen: Welche Lebensmittel sind eigentlich alle in Plastik verpackt? Und welche Produkte kaufe ich normalerweise ganz aus Gewohnheit mit Verpackung? Und die wichtigste: Geht es auch anders? Während der Fastenzeit möchte ich auf die Suche nach dem „ohne“ gehen und die Regale der Supermärkte, Bioläden und Wochenmärkte durchstöbern, mit einem Einkaufszettel in der Hand, auf dem ich plastikverpackte Lebensmittel einfach ausradiert habe.

Poly…was? Kunststoffe sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie bestehen fast alle aus verarbeiteten Erdölderivaten und sind gut hinter sperrigen chemischen Begriffen wie Polyester, Polystyrol, Polycarbonat und Polyethylenterephthalat versteckt. Es ist die perfekte Zeit, mehr über die Herstellung dieses Stoffes und die Probleme, die mit Plastik verbunden sind, herauszufinden.

Ich wage das Experiment! Ich krame all meine Stoffbeutel, Tupperdosen und Einmachgläser aus dem Schrank und lege mir einen Vorrat an Weckgläsern an. Denn ich werde diesem Plastik eins auswischen und es beim Lebensmitteleinkauf einfach links liegen lassen.

Vera


#klimafasten: Und das gemeinsam!

19. Februar 2015 von presse4bundjugend

Auch viele andere Initiativen sind beim #klimafasten dabei!


„So viel Du brauchst“: Unter diesem Motto steht die neue Fastenaktion der Evangelischen Kirche von Westfalen in der Passionszeit: „Jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, im Kleinen wie im Großen, alleine oder in Gemeinschaft das eigene Leben klimafreundlicher zu gestalten. Denn der Klimawandel gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen und verstärkt weltweit Ungerechtigkeiten.“

Klimafasten_Titel1-1In ihrer Broschüre widmet sich die EKvW jede Woche einem anderen #Klimafasten-Thema. Tipps und Vorschläge zum #klimafasten finden sich zudem auf dem Blog.

 

Beim BUND Bremen heißt es Energiefasten! „In diesen sieben Wochen EnergieFasten-Plakat-RZ.inddder traditionellen kirchlichen Fastenzeit, in der bewusst auf sonst alltägliche Gewohnheiten verzichtet wird, tragen Sie persönlich zum Klimaschutz bei, indem Sie mit einfachen Mitteln Ihren Strom- und Wärmeverbrauch verringern und sich beruflich oder privat nachhaltiger fort bewegen.“

Auf der Webseite des BUND Bremen finden sich hilfreiche Tipps und man hat die Möglichkeit mit einer eingesandten Rückmeldekarte an einer Verlosung umweltfreundlicher Preise teilzunehmen. Verfolgen könnt ihr die Aktion auch auf Facebook.

 

Auch die WWF Jugend sagt: Fasten ist eine vielseitige Angelegenheit! Warum nicht mal sieben Wochen lang für unser Klima fasten? Gesagt, getan. Ideen und Kommentare finden sich auf der Webseite der WWFJugend-Community.

Das WWF Jugend-Bildungsteam war bereits letztes Jahr beim Klimafasten dabei und hat viele Erfahrungen gesammelt.


#klimafasten: Ich faste Plastik – Auf in ein kunststoffärmeres Leben!

19. Februar 2015 von presse4bundjugend

Als ich den aktuellen BUND-Newsletter las, entschied ich mich spontan dazu, die Klimafaster*innen zu unterstützen. Und somit auch mich selbst, in der Umsetzung meiner Überzeugungen. Ziemlich schnell war klar, dass ich dem Plastik in meinem Alltag den Kampf ansagen wollte: Als Veganerin, die sich fast nur mit dem Fahrrad fortbewegt und versucht, sparsam mit Energie umzugehen, halte ich das in Richtung eines „klimafreundlichen“ Lebensstils für einen bedeutenden Schritt, der noch vor mir liegt.
Spätestens seit ich vor etwa einem Jahr den Film „Plastic Planet“ sah, sollte mein Wissen über Plastik ausreichen, um es weitestgehend aus meinem Alltag verbannen zu wollen. Aber „wie das eben so ist“, hatte ich bisher noch nicht die nötige Motivation, um das auch durchzuziehen. Vielen Dank also für diesen Aufruf, der mich aus meiner passiven, versteckten Rolle – vorzugsweise neben dem Hintertürchen – gelockt hat und mich animierte, zur aktiven anti-Plastik-Kämpferin zu werden!

Eins möchte ich klarstellen: Ich glaube nicht, dass ich es zu 100% schaffen werde, auf Plastik zu verzichten, daher ist die Klimafastenzeit für mich weniger ein absoluter Verzicht denn der Versuch des „so wenig wie möglich“. Für mich persönlich ist es viel wichtiger, mögliche Alternativen kennenzulernen und zu nutzen, das eigene Kaufverhalten (noch) mehr zu hinterfragen, weniger bequem zu sein und mehr Wissen über Plastik in meinem Alltag anzuhäufen. All dies soll nicht zum kompromisslosen, verbissenen „Kampf gegen das Böse“ werden, sondern eine Veränderung hin zum umweltbewussteren Konsumverhalten bewirken, das offen ist für neues Wissen, alternative Möglichkeiten und, ja, auch selbstgewählten Verzicht.

Der aktuelle Stand:
Wenn ich es zusammenrechne, ist da viel zu viel Plastik in meinem Leben. Vom beutelweise eingeschweißten Erkältungstee (aus dem Bioladen!), den ich gerade trinke, über meine (vegane) Lieblingsschokolade und die Shampooflasche bis hin zum Kugelschreiber, mit dem ich mir ständig Notizen mache. Nicht zu vergessen das ganze eingeschweißte Obst und Gemüse, das ich trotz besseren Wissens bisher noch immer kaufe, und die Aufbewahrungsdosen, in denen ich mir mein Essen mit zur Arbeit nehme.
Vorbildlich bin ich bereits im Gebrauch von Plastikflaschen: Die kaufe ich nur noch in „Notfällen“ auf Reisen, wenn mein zu Hause abgefülltes Wasser in der Metall- oder Glasflasche nicht mehr ausreicht. Auch Plastiktüten beim Einkauf nehme ich generell nicht, es sei denn, ich habe ärgerlicherweise keinen Rucksack dabei und/oder meinen Stoffbeutel vergessen.

Mein Vorhaben während der Klimafastenzeit, ganz konkret:

*Keinerlei eingeschweißtes Obst/Gemüse mehr kaufen, alternativ: einen Großteil meines Bedarfs auf dem Wochenmarkt kaufen, ansonsten im Bioladen oder normalen Supermarkt

*Mein Essen nur noch in Metall- oder Glasbehältern mitnehmen und aufbewahren

*Kein Shampoo/Duschgel/sonstige Kosmetika mehr kaufen, anstelle dessen habe ich mich mit Alepposeife ausgestattet

*Da, wo ich keine Alternative sehe/kenne, wenigstens die Großpackungen kaufen, um den Verbrauch relativ zu verringern

*Auf meine Soja-/Reis-/Hafermilch verzichten bzw. den Verbrauch stark reduzieren

*Keine abgepackten Snacks (z.B. Früchteschnitte) mehr kaufen

Wo ich Schwierigkeiten sehe/nicht 100% konsequent sein werde:

*Meine Zahnpasta werde ich wohl weiterhin in der üblichen Packung kaufen, aber die kommt aus dem Bioladen, ist vegan und immerhin ohne die winzigen Plastikteilchen in der Creme selbst

*Leider gibt es in Tübingen (meines Wissens nach) bisher keinen plastikfreien Laden, wo man sich die Sachen selbst abfüllen kann. Kichererbsen/Linsen/Hirse etc. habe ich bisher nirgendwo in Papierpackungen gesehen. Hier werde ich also weiterhin Plastik kaufen, aber dafür dann in der größtmöglichen Verpackung

*In mehreren Punkten werde ich wohl einfach verzichten, da es, zumindest in meiner Stadt, keine Alternativen gibt. Mal sehen, wie sich das auf meine allgemeine Stimmung auswirkt. ;-)

*Wahrscheinlich wird sich vieles noch während der Zeit ergeben, worüber ich dann aber gerne berichte!

Bin gespannt, wie mein Projekt läuft, was ich lernen und erfahren werde, wo ich spannende Alternativen zum bisher Gewohnten entdecke. Auf geht’s!

Lea


#klimafasten: FOOD AND PLASTIC: NOT FANTASTIC!

19. Februar 2015 von presse4bundjugend

Schon im letzten Jahr bin ich auf das Projekt der BUNDjugend zu Klimaexperimenten aufmerksam geworden. Zu der Zeit war ich allerdings gehemmt mich auf ein konkretes Projekt festzulegen. Diesmal nehme ich die Herausforderung an, weil mich die Idee ‚Plastikfasten‘ begeistert hat- auch das Ölwechsel!-Pixiheft der BUNDjugend hat mir sozusagen den letzten nötigen Tritt versetzt.

Mich nervt einfach, dass die schädlichen Kunststoffe überall vorzufinden sind. Ich ärgere mich, wenn  ich mal Obst oder Gemüse nur in einer Tüte zu kaufen bekomme und über die Verpackung meiner Soja-Milch. Deswegen will ich mein Bewusstsein noch viel mehr in Handeln umwandeln und mein Kaufverhalten mit einer „neuen Regel“ zu erweitern: Kaufe keine Lebensmittel mit Plastik! Ich bin gespannt, an welchen Stellen mir das Fasten trotz meiner Voraussetzungen – ich bin Mitglied in einer Lebensmittelgenossenschaft, in der ich die meisten Produkte in Gläsern abfüllen kann und versuche an allen Fronten klimafreundlich zu leben – noch schwer fallen wird. Ein Dilemma besteht zum Beispiel darin, dass ich mich eigentlich eher vegan ernähre, Milchprodukte im Gegensatz zu Soja-Jogurt und –Drink aber in Gläsern erhältlich sind. Dieses Problem werde ich mit Containern vielleicht lösen können, denn dabei taucht mein Konsum in keiner Bilanz auf :) Auf jeden Fall werde ich meine (seltenen) Einkäufe im Discounter damit und mit dem Weg zum Bioladen oder zur Lebensmittelgemeinschaft ersetzen.

Zugegebenermaßen habe ich mich gestern noch mit einer Zahnpasta-Tube eingedeckt und werde selbst auf vegane Schokolade verzichten müssen, aber der Boykott von Kunststoff ist es mir das wert.

Laura


#klimafasten: 40 Tage ohne Handy!

18. Februar 2015 von presse4bundjugend

Es ist ein Geschenk mit jungen und motivierten Menschen arbeiten zu können! Denn das bringt mich selbst auch immer wieder dazu, Neues zu entdecken und Altes zu hinterfragen. Ganz besonders schön finde ich die Initiative unserer diesjährigen FÖJler*innen: #klimafasten! Die eine verzichtet auf Plastik, die andere auf tierische Produkte und der nächste auf Zucker. Viele weitere spannende Fastenexperimente fürs Klima wurden von BuJu-Aktiven angemeldet. Alles kleine Schritte um unser Leben ein wenig klimaverträglicher zu machen. Da dachte ich mir: Da will ich auch mitmachen!

Handyyeah_webDoch worauf kann und will ich verzichten? Wovon habe ich zu viel? Welche Konsumgewohnheiten sind besonders klimaschädlich? Welcher Verzicht würde mir wirklich wirklich schwer fallen? Mmh… Mein Blick geht zum Handy: Hat nicht gerade jemand angerufen? Wie wird eigentlich morgen das Wetter? Und dann wollte ich da ja noch etwas Witziges im Chat posten….Aha! Ich bin durch mein smartes Mobiltelefon zwar fast jederzeit erreichbar und habe Zugriff auf sämtliche Informationen, aber ich scheine daran auch zu kleben wie Deutschland an der Braunkohle und die EU an den TTIP-Fesseln. Obwohl ich das smarte Teil noch kein ganzes Jahr habe, habe ich mich doch sehr an die mobile Bequemlichkeit gewöhnt: Buszeiten prüfen, E-Mails checken, Musik hören, Fahrkarten kaufen, Kochrezepte finden…Es gibt fast nichts, was es nicht kann! Was können wir dann noch ohne es?

Ich stelle mich auf die Probe und versetze mich in ein unerreichbares Leben : 40 Tage ohne Handy – Keine Anrufe, keine SMS, kein Internet und keine Apps!

Zu den Klimafakten: Ein Handy verbraucht nicht so viel Energie, dass ich mit dem 40-Tage-Off-Modus wahnsinnig viel Strom bzw. CO2 einsparen könnte. Die meisten schädlichen Emissionen entstehen in dem Abbau der Ressourcen und der Produktion sowie des Transports des Telefons. In den 40 Tagen spare ich ca. 0,352 Kilowattstunden ein, das entspricht an Stromkosten etwas mehr als einen Euro. Wichtiger ist daher wohl, dass ich durch das 40-tägige Abschalten die Lebensdauer des Geräts verlängere und auch eine längere Nutzungsdauer ist bei elektronischen Geräten klimaschonend.

Anschreien_webDer Klimaschutzeffekt stellt sich wohl aber eher mittelbar ein. Ich erhoffe mir, dass ich meine mobile Abhängigkeit ablege und auch danach öfter das Handy ausschalten oder zu Hause lassen werde. Denn das Gerät sorgt bei mir auch dafür, dass ich ständig mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt bin und Sachen checke, die nicht wirklich nötig sind. Denn die Bahn kommt ja nicht schneller, nur weil ich weiß wann sie kommt! Ein bisschen mehr Ruhe, ein bisschen mehr Entschleunigung und ein bisschen mehr Achtsamkeit hilft uns Menschen ganz sicher dabei, suffizienter und klimafreundlicher zu verhalten.

Doch das Ganze ist ein Experiment und darf auch scheitern! Also wenn ich nach ein paar Tagen einknicken sollte, dann werde ich in jedem Fall hier auch dafür gerade stehen und erklären, was nicht funktioniert hat. Ich freue mich aber auch über Tipps, Mitstreiter*innen und gute Wünsche! Ab sofort dann bitte per Mail oder persönlich! ;-)

Janna