BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Clara wird Mülldetektivin!

10. Juni 2014 von BUNDjugend

Ich möchte ausprobieren wie viel Müll in einer Woche im gelben Sack zusammenkommt und schauen, welchen Müll davon man hätte vermeiden können und wie man den Müll vermeiden könnte. Nachdem ich das ausgewertet habe, möchte ich versuchen diesen Müll zu recyceln oder zu upcyceln. Ich bin gespannt ob das geht und wie lange ich dafür brauche. Wenn möglich sollen die neuen Sachen auch sinnvoll verwendet werden können.
Im Anschluss möchte ich den Müll in unserem Haushalt reduzieren und nochmal zählen wie viel es ist.

Es gibt viel zu viel Müll, und zwar nicht nur im Mülleimer, sondern überall. Trotzdem werden täglich neue Verpackungen hergestellt und damit CO2 ausgestoßen. Mit meinem Experiment möchte ich zeigen, wie viel man wieder verwerten kann und auf wie viel Müll man verzichten kann. Außerdem möchte ich warnen: Wenn man seinen Müll nicht in der Zeit, in der man ihn verbraucht auch wiederverwerten kann, sollte man weniger Müll verbrauchen!

Ich wohne in einem 4 Personenhaushalt. Man kann nicht genau sagen, was mein Müll ist. Ich werde mein Experiment mit dem kompletten Müll durchführen und die Ergebnisse durch 4 teilen. Ich erwarte, dass es sehr viel Müll wird, aber ich möchte unbedingt beweisen, dass man den kompletten Müll wiederverwerten kann.


Ein Jahr Secondhand #3

10. Juni 2014 von BUNDjugend

Der „Dies und Das“ von schräg gegenüber

Ich weiß nicht wie ich es angestellt habe, aber ich wohne nun schon ein dreiviertel Jahr in meinem Wohnblock, und fast täglich stehe ich davor und warte auf die Straßenbahn. Mir war der Dönermann von gegenüber ein Begriff, genau wie der Lotto-Laden und das Blumengeschäft, aber das sich still und heimlich daneben ein SecondHand-Shop geschlichen hat, habe ich nicht mitbekommen. Das wurde heute erst mal gründlich nachgeholt. Zwei Pullover, ein Top, ein T-Shirt, eine Bluse = 24€. Eine nette Verkäuferin und eine gute Freundin zur Beratung an der Hand. Made my day!

mona_3Wie alles begann

Als ich ungefähr zwölf Jahre alt war, fuhr ich mit meinen Eltern und meiner großen Schwester nach Berlin. Ich hab es mir von ihr erklären lassen: SecondHand, aus zweiter Hand also, bedeutet, dass Dinge weiter verkauft oder geschenkt werden, die vorher schon jemand anderes getragen hat, in einigen Fällen handelt es sich auch um Produkte mit kleinen Fehlern, die nie in den normalen Handel gelangt sind, oder Waren von insolventen Geschäften.

Wikipedia bezeichnet das wie folgend: „Second-Hand-Shops sprechen Menschen mit alternativen, konsumkritischen Lebensvorstellungen an, die sich einen eigenen nonkonformen und ihrer Meinung nach unkommerzielleren Bekleidungsstil zusammenstellen wollen. Hier wird häufig eine bewusste Anti-Ästhetik und ein Gammellook gepflegt, der sich dem oberflächlichen Schick konsumfreudiger, konformistischer Menschen bewusst verweigert. Second-Hand-Kleidung mit sichtbaren Gebrauchsspuren kommt dieser Absicht entgegen.“ Wenn das mal keine vorurteilsbehaftete Darstellung ist…

Wir streiften also durch Berlin. Brandenburger Tor, Fernsehturm, Sightseeing-Gedöns. Nach einigen Stunden befand meine Schwester, dass sie an der Reihe sei zu bestimmen, wohin es ging und wir gelangten in ganz andere Stadtteile, sie hatte sich informiert und fand in dunkelsten Ecken SecondHand-Läden. Mir waren diese kleinen, beengten Geschäfte unheimlich. Vor allem als eine alte Frau reinkam und die Sachen ihres verstorbenen Mannes daließ. Ich kannte, wenn überhaupt, eher helle, freundliche Riesenkaufhäuser. Zu diesem Zeitpunkt war für mich das kaufen von Kleidung auch eher eine lästige Notwendigkeit. In einer 1€-Wühlkiste entdecke ich dann aber eine blaue Krawatte mit Teddybären, mein Interesse war geweckt. Die Krawatte hängt noch immer in meinem Schrank, ich nutze sie zwar weniger im Alltag, aber für Kostümfeste und BadTaste-Partys ist sie doch äußert praktisch.

Heute habe ich einen weiteren Blick. Ich weiß in Ansätzen etwas über Produktionsbedingungen von Textilien in Asien, interessiere mich dafür, wie man klimafreundlicher leben kann, bin Vegetarier und versuche soviel wie möglich davon, an mein Umfeld weiter zu geben. Mittlerweile muss man nicht mehr nach Berlin fahren um SecondHand zu kaufen, es gibt Internetplattformen, Tauschpartys und sogar SecondHand-Ketten (Bsp. ReSales). Natürlich ist es in den „hippen“ Großstädten einfacher, aber mit ein bisschen gutem Willen findet man das gesuchte, wie heute erwiesen, vielleicht einfach vor der Haustür.

Das Prinzip Kleidung aus zweiter Hand zu kaufen nutze ich schon länger, aber nicht hauptsächlich. Ich kaufte in letzter Zeit viel bei Marken, von denen wenigstens behauptet wurde, dass sie irgendwo versuchten fair zu sein (Bsp. Gudrun Sjöeden, Tranquillo). Aber das ging natürlich ins Geld. Dann kaufte ich wieder bei den bekannten typischen Kaufhausketten mit der Begründung ich sein Student und Studenten haben kein Geld. Aber mit jedem Kauf nagte etwas an mir. Wenn mir heute Freunde erzählen sie würden den absolut-billig-Ketten einkaufen (ich hoffe man kann sich denken, wen ich meine), die sich in Deutschland rasant ausbreiten, läuft es mir kalt den Rücken runter.

SecondHand-Läden sind günstig, „retro“ ist gerade (glaube ich) irgendwie modern und es tut auch einfach der Seele gut. Daher beschloss ich Ende 2013: Wenn ich sonst schon keine guten Vorsätze hab (die ich einhalten kann), dann wird es halt ein Jahr aus zweiter Hand.


Neue Klimaexperimentierer*innen!

4. Juni 2014 von BUNDjugend

Auf dem Berliner Umweltfestival am 1. Juni 2014 haben sich so einige Besucher*innen zu Klimaexperimenten motivieren lassen: Hier teilen sie mit, welche ambitionierten Experimente sie sich vorgenommen haben!

Einige Experimente wollen wir euch aber nicht vorenthalten:

Sebastian zum Beispiel plant einen ersten Schritt in Richtung vegane Ernährung. Warum? „Weil wir einen gesellschaftlichen Wandel brauchen. Brauchen wir für mehr Wohlstand Wachstum?“ Zwei Wochen will er versuchen, auf Milchprodukte zu verzichten.

sebastian_ohnemilch

Auch Daniela will ihre Ernährung probeweise umstellen: Sie lebt schon vegan und hat jetzt Lust zu versuchen, eine Woche ohne Palmöl zu leben. Sie vermutet aber, dass es gerade im Hygienebereich schwierig wird, palmölfreie Produkte zu finden.

Ein Jahr ohne Kühlschrank? Um seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und um Geld einzusparen, wird Finn den Stromfresser erstmal abschalten. Er vermutet, dass sein Experiment gerade im Sommer schwierig wird und zu einigen Meinungsverschieden mit seinem Mitbewohner führen kann!

..wollt ihr wissen, wie es Sebastian, Daniela, Finn und den anderen Klimaexperimentierenden ergeht? Dann verfolgt ihre Geschichte auf dem Blog!


Carina: Eine Woche ohne Geld #4

4. Juni 2014 von BUNDjugend

Liebe Menschen! Irgendwie war ich in der letzten Zeit so sehr damit beschäftigt, zu leben, dass ich gar nicht mehr dazu gekommen, meine Gedanken und Erlebcarina11nisse zu verschriftlichen… Eine Woche ist schon lange um und Ihr habt bestimmt schon ganz gespannt auf meinen Abschlussbericht gewartet, was? ;-) Nun, da muss ich euch enttäuschen, denn ein Abschlussbericht wird das hier auch nicht! :-)

Heute, nach drei glücklichen, geldfreien Wochen, bin ich mir sicher: Ich verlängere mein Experiment!! Aus der ursprünglich geplanten einen Woche will ich jetzt mindestens zwei Monate machen und mich neuen Herausforderungen des geldfreien Lebens stellen.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich am Wochenende meinen Freund besuchen wollte – natürlich ohne Geld dafür zu benutzen. Das hat auch super geklappt und mir ein neues Hobby beschert: das gute alte Trampen! ;-) Obwohl mich diese Art des Reisens schon seit längerem gereizt hat, habe ich mich bisher doch noch nie so richtig getraut. Mittlerweile ist aber mein Vertrauen in die Welt und in mein Bauchgefühl durch die vielen positiven Begebenheiten und Begegnungen so sehr gewachsen, dass meine Bedenken auf einmal ganz klein aussahen. :-) Und vorsichtig bin ich ja natürlich trotzdem.

So machte ich mich also am vorletzten Freitag auf den Weg zum Rastplatz Harburger Berge, welcher im Internet (die Seite weiß ich leider nicht mehr) als Reisebeginn zum Trampen Richtung Süden empfohlen wurde. Rastplätze bieten seine gute Möglichkeit, potenzielle Reisegefährten vorab kurz zu „checken“ und gezielt anzusprechen, wen man sympathisch findet. So muss man sich nicht genötigt fühle, bei jemandem mitzufahren, der zwar freundlicherweise extra am Straßenrand angehalten hat, aber vielleicht nicht die vertrauenswürdigste Ausstrahlung hat. Etwa 15 Minuten stand ich dort an der Tankstelle, bis sich ein netter Mann im Jaguar bereit erklärte, mich mitzunehmen. Wir verbrachten eine angenehme, ruhige Fahrt nach Hannover, wo ich estmal pausierte und dann bei einer ebenfalls netten Frau mitfahren durfte.

Am Abend zuvor habe ich extra noch über die Lebensmittelretten-Plattform verschiedene Backwaren bei einem anderen Foodsaver abgeholt, um diese dann an die netten Menschen, die mich mitnehmen würde, als Dank zu verschenken. Tatsächlich bin ich an die beiden Fahrer aber nur einen Apfel losgeworden, weil sie wohl wunschlos glücklich und satt waren und mich auch ohne Gegenleistung mitnehmen wollten. Dafür war ich aber beim Zwischenstopp „erfolgreicher“. Da ich mal aufs Klo musste, bin ich in der Raststäte auf einen sehr sympathischen Herrn vom Reinigungspersonal getroffen, dem ich sagte, dass ich zwar kein Geld dabei hätte, aber gern mal zur Toilette gehen würde. Schon bevor ich mit meiner Erklärung fertig war, sagte er „Ja, kein Problem“… Als ich dann aber mein mitgebrachtes Backwaren-Sortiment präsentierte, von dem er sich etwas aussuchen sollte, kam er aus dem Lachen gar nicht mehr heraus: „So etwas habe ich ja noch nie erlebt!“ Es dauerte nicht lange, bis er mich ebenfalls angesteckt hatte und so lachten wir uns eine Weile gegenseitig an. :-) Am Ende gab es dann für ihn eine Käsestange und für mich eine saubere Toilette. Ich bin mir ziemlich sicher: 50 Cent hätten uns keine solche Freude bereitet!carina10

Da ich nun schon beim Thema Mobilität bin, mache ich auch gleich mal damit weiter, denn es geht auch anders…Am darauffolgenden Wochenende war ich nämlich bei der BUNDjugend-Delegiertenversammlung, wieder nicht in Hamburg, sondern in Würzburg. Wie bei den meisten der tollen BUJU-Veranstaltungen wurden wir Teilnehmer wieder in einer tollen Unterkunft mit leckerem Essen versorgt, ohne dafür zahlen zu müssen. Ebenso wären auch die Fahrtkosten zurück erstattet worden…also wieder ein super Wochenende ohne Kosten für mich. Theorethisch. Nun will ich ja aber nicht nur selbst kein Geld ausgeben, sondern ebensowenig, dass Andere dies für mich tun. Ich will stattdessen versuchen, mein Leben komplett frei von Zahlungsmitteln zu leben und Möglichkeiten finden, dem Zahlungszwang zu entgehen.

Weil ich an dem Tag aber zeitlich sehr eingeschränkt war und nicht zu spät kommen wollte, kam trampen diesmal nicht in Frage und ein neue Idee musste her: Wie wäre es, eine feste Mitfahrgelegenheit zu finden und diese dann von meinem Experiment zu überzeugen? Gedacht, getan. Nur rechnete dieser Mensch natürlich mit einem festen Zuschuss zu seinen Spritkosten, war es angebracht, zuvor eine feste „Entschädigung“ abzumachen. Ich machte ihm also einige Vorschläge, was ich für ihn mitbringen oder erledigen könnte und irgendwann einigten wir uns auf verschiedene gerettete Lebensmittel und andere nützliche Dinge, die er gebrauchen und ich besorgen konnte. So stand der für mich geldfreien Fahrt nach Würzburg nichts mehr im Wege. Klimafreundlicherweise hatte er auch dafür gesorgt, dass alle Sitzplätze im Auto mit weiteren (zahlenden) Mitfahrern besetzt waren. Mein Experiment stieß auf großes Interesse und leitete einen angeregten Austausch unter anderem über Lebensmittelverschwendung, die europäische Agrarindustrie, Atom-und Kohlekraft und die Erdölförderung durch Shell, gegen die wir ja schon einen kleinen Kampagnen-Film gedreht haben. Am Ende wolten außerdem alle meine mitgebrachten Infomaterialien zu diesen Themen haben und ich war glücklich. ;-)

Die Rückfahrt fügte sich wie folgt: Greta (relativ frisch gebackener Landesvorstand der BUNDJugend Hamburg) hatte wenige Tage zuvor einen Gutschein der Deutschen Bahn zugeschickt bekommen, der es ihr erlaubte, eine weitere Person kostenfrei auf einer Fahrt im IC mitzunehmen. Ihr liebes Angebot, dass ich sie auf diese Weise begleiten dürfte, habe ich natürlich mit Freude angenommen. Perfekte Fügung, oder nicht?

Und was habe ich sonst noch erlebt? Mein Magen ist dank lebensmittelretten.de ja meistens gut gefüllt, ein paar andere Möglichkeiten der „Futterbeschaffung“ habe ich aber auch noch ausprobiert: Zum Beispiel war ich ein weiteres Mal in der Kantine mit der netten Chefin, von der ich schon berichtet hatte, und habe wieder ein leckeres Mittagessen und zwei Portionen Nachtisch zum Mitnehmen bekommen. Im Gegenzug habe ich nach Kantinenschluss alle Tische im Speisesaal abgewischt. „Das können wir gerne öfter so machen“ sind Kantinenpersonal und ich uns einig.

Da könnte man sich ja die Frage stellen: Warum arbeiten wir für Geld, von dem wir uns dann Nahrung kaufen, anstatt gleich etwas zu tun, durch das wir an unsere Nahrung gelangen? Wollen wir uns mit dem Geld davon frei kaufen, unserem Gegenüber Aufmerksamkeit schenken oder ein nettes Gespräch führen zu müssen? Aber macht uns das FREI? Oder doch eher abhängig – vom Geld?

Ich zumindest fühle mich durch mein Experiment unglaublich frei und unabhängig. Meine Lebensgestaltung ist nicht mehr abhängig vom Geld und ich bin voller Vertrauen darin, dass mir immer jemand helfen wird, genauso wie auch ich helfe, wenn jemand meine Hilfe benötigt. Viele, viele Menschen beschenkten mich ohne eine Gegenleistung mit dem, was ich brauchte, obwohl ich ihnen etwas anderes zum Tausch anbot. Neulich hatte ich richtig Appetit auf ein leckeres Körnerbrot und so fragte ich bei einem Bio-Bäcker und in einem kleinen Bio-Laden nach Brot vom Vortag oder anderen abgelaufenen oder überschüssigen Waren. Den Spargel in meiner Tasche, den ich am Tag zuvor über lebensmittelretten.de abgeholt und extra als Dankeschön mitgenommen hatte, wollten sie in beiden Geschäften ebensowenig wie mein Angebot, im Laden zu helfen. Trotzdem bekam ich ein ganzes großes Brot und einen veganen Tomaten-Aufschnitt geschenkt.carina9

Erlebnisse wie diese finde ich wahnsinnig schön und motivierend. Ich habe das Gefühl, dass meine Mitmenschen in solchen Momenten ebenfalls spüren, wie schön es ist, jemanden zu beschenken und glücklich zu machen. Das widerum motiviert mich zusätzlich, mit meinem neuen Lebensgefühl weiter zu machen.


Ich wärm mich selbst!

4. Juni 2014 von BUNDjugend

Mailin hat das ehrgeizige Experiment gestartet, auf eine Heizung zu verzichten. Weshalb und wie erfahrt ihr in den folgenden Antworten.

Wie lange läuft dein Experiment schon?
seit einigen Monaten..

Wie hast du dich auf das Experiment vorbereitet?
Ich habe mir eine dicke Decke und mehrere Leggings gekauft.

Inwiefern hat dir unsere Anleitung bei der Umsetzung deines Experimentes geholfen?
Die habe ich erst später gelesen.

Wie sah dein Experiment genau aus?
Ich muss zunächst etwas über meine Lebenssituation sagen. Ich wohne in der bolivianischen Andenstadt Oruro auf 3700m Höhe. Zentralheizungen haben die Häuser nicht. In habe immer mit einer Halogen-Heizung geheizt, die SEHR viel Strom verbraucht. Diese ging jedoch vor einigen Monaten kaputt, woraufhin ich mich entschlossen habe, das Experiment zu wagen diesen Winter (auf der Südhalbkugel von Juni bis September) ohne Heizung zu leben. Auch wenn der Winter offiziell noch nicht angefangen hat, fallen die Temperaturen bereits jetzt nachts unter den Gefrierpunkt.

Wie hast du dein Experiment im Alltag umsetzen können? Gab es Schwierigkeiten?
Ich habe mir eine weitere dicke Decke gekauft. Ich schlafe nachts unter einem Oberbett und einigen Wolldecken. Außerdem zieh ich mehrere Schichten Klamotten an und habe es so nachts kuschelig warm. Tagsüber habe ich auch im Haus warme Kleidung und eine Jacke an. Schwierig ist es morgens aus dem Bett zu kommen, wenn es dort warm und im Schlafzimmer kalt ist. Außerdem habe ich vorm Einschlafen oft kalte Füße.

Wenn ja, wie hast du diese gelöst oder welche Kompromisse hast du geschlossen?
Es ist gut sich ein wenig zu bewegen, wenn einem kalt ist oder etwas Warmes zu trinken. Ein Kompromiss den ich eingehe, wenn ich kalte Füße im Bett habe, ist den Fön kurz (10-20 Sekunden) unter der Bettdecke anzumachen. Die Wärme kann nicht entweichen und mir wird schnell warm. (Das ist nicht gefährlich. Mein Fön, ein günstiges, handelsübliches Model von Philips, schaltet sich automatisch aus, wenn er überhitzt). Wärmflaschen gingen natürlich auch.

Könntest du dir vorstellen dein Experiment weiterzuführen oder ein anderes Experiment auszuprobieren?
Ja, ich bin optimistisch, dass ich keine Heizung mehr brauchen werde. Nach einer Umstellungsphase ist der menschliche Körper sehr gut in der Lage sich selbst warm zu halten. Kälte macht einem dann weniger aus. In Deutschland wäre das Experiment sogar noch einfacher, glaube ich, weil die Gebäude dort gut isoliert und die Fenster dicht sind, sodass die Innentemperatur nicht so stark fällt wie hier. Das Kälteste was ich in meinem Zimmer gemessen habe war 6 Grad.
Ich möchte gerne noch weitere Experimente machen, um meinen Plastikmüll zu reduzieren. Ansonsten, lebe ich schon vegan und benutze ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel.

Ist das Thema Klimaschutz bzw. klimafreundlicher zu leben seit deinem Experiment wichtiger für dich geworden? Welches Ergebnis hat dein Experiment für dich?
Ja, es war auch vorher wichtig, aber es kann kaum wichtig genug sein. Das Ergebnis ist, dass ich mir beweisen konnte, dass ich mich gut selbst wärmen kann ohne irgendwie darunter zu leiden. Es ist, wie alles andere auch, eine Gewöhnungssache. Außerdem, so habe ich gelesen, macht es robuster und widerstandsfähiger, als wenn man sich ständig in gleich temperierten Räumen aufhält. Das kann ich bisher auch so bestätigen. Ich erfreue mich bester Gesundheit.

Ist das Thema Klimaschutz bzw. klimafreundlicher zu leben seit deinem Experiment wichtiger für dich geworden? Welches Ergebnis hat dein Experiment für dich?
Ja, es war auch vorher wichtig, aber es kann kaum wichtig genug sein. Das Ergebnis ist, dass ich mir beweisen konnte, dass ich mich gut selbst wärmen kann ohne irgendwie darunter zu leiden. Es ist, wie alles andere auch, eine Gewöhnungssache. Außerdem, so habe ich gelesen, macht es robuster und widerstandsfähiger, als wenn man sich ständig in gleich temperierten Räumen aufhält. Das kann ich bisher auch so bestätigen. Ich erfreue mich bester Gesundheit.

Wie haben deine Freunde und deine Familie auf dein Experiment reagiert?
Ich lebe allein.

Möchtest du uns sonst noch etwas sagen?
Ich schätze eure Arbeit sehr. Vielen Dank für Engagement. Liebe Grüße!

Das geben wir so zurück! :)