BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Mein Praktikum bei der Bundjugend

22. Januar 2014 von BUNDjugend

fronttranspiHallo, mein Name ist Elisabeth und ich mache seit 3 Wochen ein Schulpraktikum bei der BUNDjugend.

Ich habe mir diese Stelle ausgesucht, weil ich gerne wissen wollte, ob mir die Arbeit bei einem Umweltverband gefällt: Und ja, sie macht mir Spaß.
Allerdings habe ich mir die Tätigkeiten in einem Büro ganz anders vorgestellt.
Meine Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich, ich sitze nicht nur am Computer,
die Aufgaben die ich zu erledigen habe sind sehr unterschiedlich: Zum Beispiel Urkunden designen,
oder Fahrplanauskünfte verfassen, aber auch Farbe im Baumarkt kaufen oder Aktivtreffen zur Ausarbeitung von Demo-Sprüchen gehören dazu. So ist mir nie langweilig und ich kann jeden Tag etwas anderes machen.
Überraschend ist auch, wie freundschaftlich sich alle zwölf Kolleg*innen untereinander und auch mir gegenüber verhalten und wie angenehm die Atmosphäre in der Bundesgeschäftsstelle ist.
So werden zum Beispiel die Bürobesprechungen am Dienstag um 10:00 Uhr mit dem Frühstück verknüpft, was,
wie ich finde, für einen Arbeitsplatz nicht selbstverständlich ist.
Vor allem die Vorbereitungen für die „Wir haben es satt!“- Demo waren für mich sehr interessant, genau wie die Demo selbst.
Es ist unglaublich, wie viel für so eine Aktion vorab organisiert werden muss und wie viel Arbeit dahinter steht, aber die Mühe wurde mit fast 30.000 Demonstrant*innen auch mit Erfolg gekrönt!
Leider ist morgen mein letzter Tag bei der BUNDjugend, aber ich könnte mir vorstellen,
nach dem Abitur ein freiwilliges ökologisches Jahr bei der Bundjugend zu absolvieren.
Ich bin froh über den Einblick in die Arbeitswelt (bzw. die der BUNDjugend),
den mir mein Praktikum hier geboten hat und würde auch jederzeit wieder hier arbeiten wollen.

Liebe Grüße von Elie


Die App zum Fleischatlas – jetzt schon getestet!

10. Januar 2014 von BUNDjugend

fleischatlas-app_1Ich habe mir heute die neue App zum Fleischatlas heruntergeladen. Der Fleischatlas ist ein Heft, das jedes Jahr einmal erscheint und über die Folgen der industriellen Tierhaltung für die ganze Welt aufklärt.  Ich finde es ist einfach, sich mit der App über diese Thema schlauzumachen, weil die Informationen durch kurze, auf den Punkt gebrachte Sätze vermittelt werden. Im Fleischatlas hingegen sind viele fachbezogene, lange Texte, die ich zum Beispiel weniger gerne  lese. ;-)

Wenn man sich spielerisch über das Thema „Tiere als Nahrungsmittel“  informieren will, ist die neue Fleischatlas-App super.  Man kann sein eigenes Wissen durch ein Frage-Antwort-Spiel  testen und erfährt  durch knappe Texten oder kleinen Grafiken eine Menge Neues  über die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Fleischkonsums.  Das Spiel funktioniert so: Je mehr Fragen man richtig beantwortet hat, desto mehr  Hühner werden aus dem Hühnermastbetrieb befreit. Natürlich ist das nur eine Animation, um dem Spieler ein Ziel zu setzen,  aber es hat mich trotzdem zum Nachdenken angeregt.

Was ich nicht so gut finde, ist, dass die Anzahl der Fragen nur sehr gering ist.  Also ist die App leider nur ein Spaß von kurzer Dauer, weil sich die Fragen irgendwann zu wiederholen beginnen. Dadurch habe ich allerdings festgestellt, wie gut ich das Wissen, was ich kurz vorher durch die Texte erlangt hatte, behalten habe.

fleischatlas-app_2Alles in allem finde ich, dass die Fleischaltlas-App für jede*n zu empfehlen ist, der/die mehr über die Auswirkungen des globalen Fleischkonsums erfahren will, aber keine Lust hat sich lange Texte durchzulesen, oder wer einfach nur sein Wissen testen möchte. Und es ist gut, dass man absolut kein Vorwissen braucht, um alles zu verstehen!

Also viel Spaß damit, Liebe Grüße von Elie

Hier gibt es mehr Infos zum Fleischatlas, wo ihr auch die App findet!


Mein Trend, 2nd Hand! #4

6. Januar 2014 von BUNDjugend

blaUnd es ist soweit – mit dem Ende der ersten vier Monate im FÖJ ist auch mein Experiment vorbei: Solange wollte ich Secondhand kaufen, wenn überhaupt. Ich war auch recht erfolgreich dabei! Wenn man von einer kurzen Sündenliste absieht, habe ich nichts neu gekauft.

Spannend war Weihnachten – quasi der Höhepunkt meines Experiments! Natürlich hatte ich mir wieder einmal vorgenommen, mich dieses Jahr wirklich früh um die Geschenke zu kümmern; ich wusste ja, dass es mehr  Zeit als sonst braucht, bis ich die passende Dinge oder Ideen gefunden hatte. Eine Woche vor Weihnachten fand ich mich dann mit einem bisher gebastelten Geschenk wieder.  Dabei wollte ich doch mit der Konsumverweigerung auch dem Weihnachtsstress entkommen!  Zum Glück hatte ich meinen Urlaub nicht allzu knapp gelegt und so hatte ich doch einige Tage Zeit. Ich durchstöberte nochmal den BUNDjugend Adventskalender und ein paar Rezepteseiten und am 24. verpackte ich dann rotes und grünes Pesto, eine Sockenkrake, Körperpeeling in schicken Marmeladengläsern, Bücher und ein paar Kleinigkeiten von Oxfam und Ebay und seehr viele Kekse. Am Ende hatte ich meine Regeln doch noch gelockert und zum Beispiel Watte und Farbe gekauft, trotzdem habe ich weniger Geld als die letzten Jahre ausgegeben! Die Beschenkten haben sich gefreut (auch wenn ich etwa die Sockenkrake nicht zu meinen Meisterwerken zählen würde ;)) und einige versuchten sich selbst daran, mir etwas an mein Experiment angepasstes zu schenken: Zum Beispiel habe ich einen DVD-Abend-Gutschein gleich mit dem passenden gebrauchten DVD-Player bekommen, der noch im Keller gefunden wurde. Und meine Großeltern haben mir einen fair gehandelten DIY-Weihnachtsstern aus Indien geschenkt.

Ansonsten habe ich bei Geburtstagen eher mal was Kleines gebacken oder Schokolade verschenkt, denn genug Zeit zum Stöbern in Secondhandläden hat man ja auch nicht immer. Die meisten konzentrieren sich auch auf Kleidung, sodass man eine Weile fahren oder suchen muss, um an einem echten Krimskramsladen zu kommen.

Während der vier Monate haben die Menschen unterschiedlich auf mein Experiment reagiert: Fast alle fanden interessant, was ich mache, warum ich das tue und vor allem wie gut es funktioniert. Meine Mitbewohnerin zum Beispiel war aber irgendwann nicht mehr ganz so begeistert und fand Secondhand-Handfeger nicht so toll (auf Ebay Kleinanzeigen findet man fast alles!). Andere fanden, dass ich das Experiment auch auf Verbrauchsgegenstände und Lebensmittel ausweiten könnte, immerhin hat man in Berlin viele Möglichkeiten zum Containern. Ich bin jedenfalls ganz froh über meine Version des Experiments, es war zwar manchmal nervig und zeitaufwändig, hat aber auch Spaß gemacht!

Ganz vorbei ist mein Experiment nicht: Vor Beginn hatte ich etwas Sorge, dass vier Monate Nichtskaufen so nervt, dass ich danach direkt massig shoppen gehen will. Dem ist aber glücklicherweise nicht so: Bis heute habe ich noch immer nichts gekauft und brauche auch in nächster Zeit nichts Großes. Aber vor allem habe ich einen Vorsatz für 2014: Weiter meinen Kram loswerden. Trotz Ausmisten, trotz Umzug, trotz 1-Sache-pro-Woche-verschenken ist mein Zimmer voll mit Kram und vielleicht die Hälfte davon würde ich ganz gerne loswerden.

..Also wünscht mir Glück dabei! Und danke fürs Lesen meiner Berichte :-)