BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Go vegetarian! #2

28. Oktober 2013 von BUNDjugend

Hier ein kurzer Zwischenbericht – mein Monatsexperiment ist vegetarische und (hauptsächlich) regionale und biologische Ernährung.
Der Fleischverzicht klappt sehr gut. Das Angebot der Uni-Mensen ist zwar relativ fleischlastig, aber ein vegetarisches Gericht gibt es immer und je nach Mensa auch mindestens ein veganes. Außerdem hat man überall die Möglichkeit, sich an einem vielfältigen Salatbuffet etwas (sattmachendes) zusammenzustellen oder einfach zu Nudeln mit Soße zu greifen.
Auf regionale und biologische Standards kann in der Mensa nicht Rücksicht genommen werden, da nicht gekennzeichnet ist, woher die Zutaten kommen und ob die aus biologischem Anbau stammen oder nicht.
Es wäre toll, wenn auch immer ein 100%-Bio- Gericht angeboten werden würde. Dies wäre wahrscheinlich etwas teurer, und bedeutet für die Mensaküche mehr Aufwand, allein schon weil die nicht-biologischen und biologischen Lebensmittel bei der Verarbeitung nicht gemischt werden dürften und an räumlich getrennten Arbeitsplätzen zubereitet werden müssten.
Übrigens habe ich kürzlich gehört, dass aus diesem Grund die Bioäpfel in normalen Supermärkten in Plastik eingepackt sind: die Vermischungsgefahr mit Nicht-Bio-Äpfeln wäre sonst zu groß.
2Apropos Supermärkte: Jeden Mittwoch gehe ich in zu „Basic“ und zahle dort (mit 10% Studentenrabatt) durchschnittlich 20 €. Auf dem Foto seht ihr einen dieser Einkäufe.  Schokolade, Hafermilch und Tofu waren nicht-regionale Produkte und trugen die Aufschrift „EU/Nicht-EU-Landwirtschaft“, was laut Verkäufer beim Tofu z.B. bedeutet, dass ca 50% der Soja-Bohnen außerhalb der EU angebaut wurden. Reinen „EU“- oder gar „Deutschland-Tofu“ habe ich nicht gefunden, landet der vielleicht hauptsächlich in Tiermägen, so wie 80% der weltweiten Sojabohnen-Ernte?
Ab und zu gehe ich auch noch zu Penny und greife dort ausschließlich zu Produkten mit der Aufschrift „Bio“ – ich frage mich, wie „bio“ die wirklich sind und werde mich mal über die Standarts dieser Bio-Siegel informieren. Seit neustem tragen erstaunlich viele Waren die Aufschrift „ProPlanet“. Was dahinter steckt, berichte ich nächstes Mal.

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Veggie-Duo #1

24. Oktober 2013 von BUNDjugend

Katrin_JanHallöchen!

Wir sind Jan, 18, und Katrin, 20, und wollen uns einen Monat lang vegetarisch ernähren. Wir wohnen seit ein paar Monaten in einer vierköpfigen WG und haben bisher nie über einen längeren Zeitraum auf Fleisch verzichtet.
Aber wie soll man wissen, wie etwas ist, wenn man es nie ausprobiert hat?
Deshalb Verzicht auf Fleisch, muss ja nicht gleich vegan sein.
Ob allerdings Tofu bei uns auf den Tisch kommt, ist noch nicht raus.


Regional & Saisonal #1

21. Oktober 2013 von BUNDjugend

HannaHallo,
ich bin Hanna und 19 Jahre alt. Gerade mache ich ein FÖJ in der Fischbeker Heide. Vegetarisch esse ich schon, jetzt möchte ich versuchen, nur regional und damit auch saisonal einzukaufen. Schon nach unserem ersten FÖJ-Seminar habe ich angefangen, darauf zu achten, dass Obst und Gemüse aus der Region kommen. Jetzt möchte ich auch bei allen anderen Lebensmitteln, wie zum Beispiel bei Michprodukten, auf die Herkunft achten. Außerdem glaube ich, dass es wichtig ist, dass man Landwirte und regionale Anbieter statt Supermarktketten unterstützt.


Rohe Mengen Nährstoff #1

17. Oktober 2013 von BUNDjugend

Sophie RohkostHallo,
ich heiße Sophie und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Hamburg und mache zur Zeit mein freiwilliges Ökologisches Jahr beim NABU.
Ich lebe seit etwa einem Jahr vegan. Die Umstellung auf vegane Ernährung kam sehr spontan und ebenfalls durch ein Experiment: zusammen mit einer Freundin probierte ich eine Woche lang vegan aus. Die Woche war so schnell rum und schnell wurde für mich klar: hey, es ist super einfach, leckere und schnelle Rezepte ohne tierische Produkte zu kochen. Also machte ich einfach weiter und inzwischen ist es also ein Jahr her. Die Reaktionen auf meine Umstellung waren für mich schockierend: mein Freundes- und Bekanntenkreis hatte wenig Verständnis dafür und konnte sich nicht vorstellen, wie ich auf Käse, Eier und Milch verzichten könnte. Doch für mich war es klar: man kann alles ersetzen, ohne tierische Produkte zu konsumieren.

Doch nun habe ich wieder Lust auf etwas Neues!
Ich werde meine Ernährung noch mal umstellen: nämlich auf Rohkost. Das heißt, dass ich mein Essen nicht mehr als 42° C. erhitzen werde, da danach die meisten Nährstoffe denaturieren. Sinn ist also, so wenig wie möglich CO2-Ausstoß zu haben und wieder mehr auf meine Ernährung zu
achten.
Ich werde versuchen, so viel wie möglich auf unserem Wochenmarkt
einzukaufen, aber wenn dies nicht klappt, dann natürlich Bio aus dem
Supermarkt!


Phillip rettet Lebensmittel #1

17. Oktober 2013 von BUNDjugend

Philipp_containernZeit für ein Experiment. Ick bin aber sowas von dabei. Eine Veränderung tut immer gut, immerhin ist die Veränderung die einzige Konstante in unserem Leben. Außerdem finde ich es gut, nicht anderen etwas überstülpen zu wollen, sondern ein mal ganz gemächlich vor seiner eigenen Haustür zu kehren. Wir, die BUNDjugend Hamburg, hatten uns entschieden den Fokus des Klimaexperiments auf unsere Ernährung zu legen.
Da ich schon vegan lebe, greife ich einen Gedanken des Veganismus auf und mache ich ihn zu meinem Experiment.  Wer vegan lebt, will durch sein Konsumverhalten eine Änderung herbeiführen. Da nicht nur die Regale in den Supermärkten sich vor Fülle biegen, sondern leider auch Müllcontainer, die bis über den Rand gefüllt sind, will ich dagegen ein Zeichen setzen. Ich will einen Monat nur von containerten Lebensmitteln leben. Das heißt, das zu, nehmen was diese Überflussgesellschaft wegwirft. Nun bin ich in Berlin schon containern gewesen und hatte dort meine Route.  Ja eine passende Route finden, Planung und Zeit, dass sind die großen Herausforderungen. An diesen bin ich doch glatt die ersten zwei Tage gescheitert.  Montag sollte das Projekt beginnen und ich hatte mir vorgenommen Samstag oder Sonntag containern zu fahren. Das Wochenende verging und ich war nicht containern. Montagmorgen begann mit einer Suppe vom Vortag und dann… umgarnten mich in der Uni die feinen Düfte der leckeren Speisen. Sie schmierten mir Honig ums Maul. Am liebsten hätte ich meine Potte gezückt und hätte mir das Schlaraffenland zusammen gekauft, aber ich hielt stand.  Darüber nachzudenken wie man an Essen kommen könnte, verdrängt auch das Gefühl des Hungers. Aber das geht auch nicht ewig gut, irgendwann hat man das Gefühl der Hunger füllt ein aus.  Aber alles hat ein Ende, abends kochte ich erstmal Reis, den ich noch überhatte.
Wie ging es wohl weiter? Dienstag früh begann mit dem Reis vom Vortag. Seitdem trinke ich viel Tee, das vertreibt das Hungergefühl. Und als hätte meine Familie im Gefühl, dass ich Hunger habe, bekam ich doch heute glatt ein Paket mit einem Kürbis aus dem Garten. Das heißt heute Abend gibt es Kürbissuppe.  Voller Energie kann ich dann heute doch mal containern gehen und den missglückten Start hinter mir lassen.


Plastikdiät #1

16. Oktober 2013 von BUNDjugend

Miriam MüllSalut,

ich bin Miri. Vegan und Fairtrade kaufe ich immer, bzw. letzteres immerhin überwiegend. Das hindert mich aber nicht daran, quasi aus Dosen und Plastikpackungen zu leben. Unter anderem, weil ich wenig Zeit und Raum zum Kochen habe. Nun braucht es aber einen großen Haufen Ressourcen, um eben diese Dosen und das Plastik herzustellen – von der Umweltverschmutzung und den Problemen beim Recycling mal ganz abgesehen. Also dachte ich: Einen Monat so wenig wie möglich von dem Zeug verwenden, um ein bisschen nachhaltiger zu leben. Mal sehen, wie ich mich dabei schlage. Ihr werdet es erfahren…


Go vegetarian! #1

16. Oktober 2013 von BUNDjugend

Greta vegetarischMoin!

Ich bin Greta, 19 Jahre alt und Studentin an der Uni HH.

Ich habe beschlossen, mich innerhalb dieses experimentellen Monats rein vegetarisch zu ernähren und hauptsächlich regionale Lebensmittel zu kaufen – wenn möglich auch bio.

Vegetarisch zu essen wird mir leicht fallen, da ich bereits ein Jahr lang ohne Fleisch ausgekommen bin, dann aber aufgrund gesundheitlicher Probleme (die nicht allein daher rührten, dass ich kein Fleisch gegessen habe) aussetzen musste. Jetzt ist wieder alles geregelt und ich werde von nun an etwas mehr auf Ersatzstoffe achten, also bewusst zu pflanzlichen Lebensmitteln mit beispielsweise viel Eisen greifen.

Hauptsächlich regionale Produkte zu kaufen, wird vermutlich eine größere Herausforderung sein. Bei Obst und Gemüse bedeutet dies für mich, insbesondere auf Avocado oder Bananen zu verzichten sowie auf Weintrauben und Orangen – auch wenn sie nicht aus Südafrika, sondern „nur“ aus Spanien kommen. Immerhin ist es auf diesen Waren meist gut gekennzeichnet, woher sie stammen, das stelle ich mir bei Milch und Käse schon schwieriger vor. Und was ist mit Reis, Nudeln und Couscus?

Allein von Kartoffeln werde ich mich nicht ernähren können – deswegen setze ich „hauptsächlich“ vor regional. Doch vielleicht gibt es im Umkreis von HH auch Nudelfabriken, die Mehl und Eier auch von Produzenten aus der Umgebung beziehen? Ich weiß es nicht, habt ihr Ideen, wie man dieses Problem lösen könnte?

Ich werde morgen erstmal meinen Wocheneinkauf in dem Biosupermarkt „basic“ machen – mittwochs gibt’s da für Studenten nämlich immer 10% Rabatt – und dann ja sehen, was sich in meiner Einkaufstasche (natürlich nicht aus Plastik) an „erlaubten“ Produkten ansammeln wird und was mein Geldbeutel danach zu sagen hat: „Einkaufstasche halbvoll, ich ganz leer?“ oder: „Durch die 10% wird Penny in den Schatten gestellt.“? Auf jeden Fall liebe ich Biosupermärkte und bin immer ganz fasziniert von dem ungewohnten, irgendwie reinen – „rein“ sowohl moralisch, als auch pestizidisch – Angebot und werde berichten, was ich dort alles erstanden habe.


Tschüss, Supermarkt! #1

16. Oktober 2013 von BUNDjugend

Modenschau 2013 107Hallo,
wir sind Carina, 22 Jahre alt, und Sarah, 19 Jahre alt, und erst vor wenigen Monaten gemeinsam nach Hamburg gezogen. Hier wohnen wir nun ganz idyllisch und glücklich in unserer veganen Schwestern-WG. :-)
Aber: ein paar Sachen stören uns doch:
1. Müll… Warum muss man eigentlich frisches Obst und Gemüse immer erst aus einer Verpackung befreien und somit nach jedem Einkauf automatisch die Plastik-und Papiermülleimer füttern?!
Das sind doch Ressourcen, die einfach futsch sind, ohne dass wir sie wirklich gebraucht hätten…
2. Tomaten aus Spanien oder Marokko, Kiwis aus Neuseeland, Birnen aus Argentinien… Wir fragen uns: Muss denn ein Lebensmittel erst einmal um die halbe Welt gereist sein, bevor wir es im Supermarkt betrachten können? Und, selbst wenn es aus Deutschland kommt, wie viele Kilometer kann es wohl transportiert worden sein und wie viele Zwischenhändler hat es wohl gesehen? Habt Ihr darauf eine Antwort? Wir nicht.
3. Was wir erst recht nicht wissen: Woher stammen die Zutaten von verarbeiteten Lebensmitteln? Oder unter welchen Bedingungen wurden sie angebaut? Klar gibt es auch bei Fertigprodukten Bio-Siegel oder das FairTrade-Zeichen. Nur leider werden diese zum Teil auch vergeben, wenn nur ein bestimmter Anteil der Zutaten biologisch angebaut wurde. So waren wir bei den Bio-Produkten aus den Discountern (auf die es bei uns wegen des Preises oft hinausgelaufen ist) nie hundertprozentig sicher, wie viel bio wirklich darin steckt.

Aaaber… glücklicherweise glauben wir nun, eine Lösung für diese Probleme gefunden zu haben: Wir sagen „Tschüss, Supermarkt“ und „Hallo, Bio-Bauernhof!“
Das heißt, wir wollen alles, was möglich ist, direkt von biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauern der Umgebung beziehen und insgesamt so regional und frisch wie möglich konsumieren.
Außerdem haben wir uns vorgenommen, in den nächsten vier Wochen keinen Supermarkt mehr mit unserer Anwesenheit zu beehren und nur im allergrößten Notfall verpackte oder verarbeitete Lebensmittel zu kaufen.
Es wird also ganz viel selbst gekocht, gebacken, gebraten und püriert, neues ausprobiert und hoffentlich die Küche nicht zu sehr verwüstet! ;-)
Wir sind gespannt, ob wir das schaffen! :-)

P.S.: Wer gern wissen möchte, warum wir uns vegan ernähren, der findet die Gründe dafür zum Beispiel auf www.pro-vegan.de oder www.vegane-bewegung.de/warum-vegan.html


Friederikes Gemüsekiste #2

16. Oktober 2013 von BUNDjugend

Gestern startete also unser Klimaexperimentmonat. Und ich began mein Projekt „Gemüsekiste“.
In meiner Gemüsekiste gabs diese Woche folgende Dinge: Spaghettikürbis, Fenchel, Pilze, Möhren, Petersilienwurzel und wie immer ein Salat.
Und da der Spaghettikürbis einfach am spannendsten klingt und wirklich lecker schmeckt, gabs gestern Kürbis mit einem Dressing aus Salz, Pfeffer, Safran, Ingwer und Agavendicksaft. Das Dressing ist zwar nicht so wirklich regional, aber bio und der Kürbis wuchs dafür auf dem Gut bei mir um die Ecke.
Ein Spaghettikürbis ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Kürbis, der einen an Spaghetti erinnert. Das Fruchtfleisch lässt sich nämlich nach dem Backen oder Dünsten ganz einfach mit einer Gabel heraus lösen und hat dabei eine faserige Form, sodass die einzelnen Fäden aussehen wie Spaghetti. Im entfernten und mit ein bisschen Fantasie erinnert auch der Geschmack daran.

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Der erste Tag war demnach super lecker, ziemlich einfach, da der Kürbis einfach nur in den Ofen kommt und ich freue mich auf heute Abend, denn da gibt’s Spaghetti mit Fencheltomatensoße.


Friederikes Gemüsekiste #1

15. Oktober 2013 von BUNDjugend

Bild_FriederikeHallo ihr Lieben,

ich heiße Friederike, bin 19 Jahre alt und mache zur Zeit mein FÖJ in der Landesgeschäftsstelle des BUND in Hamburg, woher auch mein Kontakt zur BUNDJugend kommt.
Für gesunde Ernährung habe ich mich immer schon interessiert, weil dieses Thema in meiner Familie eine große Rolle spielt. Deshalb gibt es bei mir zu Hause auch sehr viel bio Essen. Da ich kein Fleisch und keinen Fisch mag, ernähre ich mich quasi vegetarisch. Dazu kommt dann noch, dass ich allergisch gegen Weizen bin und daher eh immer über mein Essen nachdenken muss.
Als Ernährungs-Experiment habe ich mir etwas überlegt, was streng genommen gar kein Experiment ist, sondern ein fester Vorsatz. Ich habe eine bio Gemüsekiste abonniert und aus Bequemlichkeitsgründen bestelle ich immer die Kiste, die möglichst einfach zu verarbeitende Sachen enthält. Mein Vorsatz ist jetzt, dass ich mich intensiver mit meiner Kiste auseinander setze und auch mal neue Rezepte ausprobiere. Standardgemüsepfanne adé also! Meine Gemüsekiste wird mir übrigens vom Gut Wulksfelde jede Woche Freitag nach Hause geliefert.
Ich erhoffe mir von diesem Experiment, dass ich meinen Vorsatz durchhalte, ihn langfristig in meinen Alltag integriere und mich nicht mehr von meiner Bequemlichkeit leiten lasse. Über Unterstützung in Form von euren Lieblinsrezepten oder anderen hilfreichen Tipps freue ich mich dabei sehr.