BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Kohletagebau wie im Märchen

26. September 2012 von BUNDjugend

Auf dem Aktiventreffen der BUNDjugend vergangenes Wochenende zeigte mir Daniel aus NRW einen erwähnenswerten Dokumentarfilm. Kurz zusammengefasst handelt „Großmutter und der Wolf “ vom Kohletagebau in der Lausitz und dessen Auswirkungen. Seit wenigen Jahren ist der Wolf, im 19. Jahrhundert von Jägern ausgerottet, wieder in der Lausitz beheimatet. In kunstvollen Bildern zeichnet der Film eine mystische Beziehung zwischen Wolf, Bevölkerung und Tagebau.

Großmutter und der Wolf – Trailer from Andreas Schnoegl on Vimeo.

mehr lesen…


Ökodruck

19. September 2012 von BUNDjugend

Hier in der Geschäftsstelle der BUNDjugend kamen wir beim Mittagessen auf das Thema Drucken zu sprechen. Als Umweltverband haben wir einen hohen Anspruch an unsere Drucksachen. Sie sollen klimaneutral gedruckt sein und dabei gut aussehen, wenn sie bei Aktionen verteilt werden.

Um es vorwegzunehmen: Beides ist problemlos miteinander vereinbar. Da einige Anbieter mit dem Begriff „Ökodruck“ nur so um sich zu werfen, möchte ich die Ergebnisse meiner Suche nach einem guten Ökodruckanbieter teilen. Ökodruck ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, ein veraltetes Verfahren, das schlechte Ergebnisse liefert. Ökodruck ist die energieeffizienteste Methode zu drucken, ist der neuste Stand der Technik und wird immer weiterentwickelt.

Ökodruckstandards

Es gibt einige Standards, die sich im Ökodruck etabliert haben. Dazu gehören weitgehend mineralölfreie Farben und Reduzierung der Verwendung von Alkoholen im Druckprozess. Weiter ist darauf zu achten, dass das Druckhaus Ökostrom bezieht. Das behaupten zwar die meisten Anbieter von sich, tatsächlich stellt sich der vermeintliche Ökostrom oft als Strom aus Wasserkraftwerken heraus. Dieser ist genau so günstig zu beziehen wie herkömmlicher Strom und fördert den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren nicht, da kein teurer Strom (z.B. Solarstrom) gekauft wird. Außerdem sind die meisten Wasserkraftwerke, die heute im Einsatz sind, eine Gefahr für Fische und andere Flussbewohner.

Ein gutes Druckhaus zeichnet sich dadurch aus, dass kontinuierlich versucht wird, den CO2-Austoß im Betrieb zu vermindern. Das EMAS-Zertifikat ein guter Anhaltspunkt, um eine verantwortungsvolle Druckerei zu finden. mehr lesen…


Gendermainstreaming im Naturschutz

14. September 2012 von BUNDjugend

Letzten Dienstag war Jutta aus der Bundesjugendleitung (BuJuLei) in der Bundesgeschäftsstelle und hat uns, den neuen Freiwilligen im Büro, die BUNDjugend vorgestellt. In einer Fragerunde kamen wir schließlich auf das Thema Frauenförderung in der BUNDjugend. Dabei stellte sich heraus, dass Maßnahmen wie eine Frauenquote für die BuJuLei, quotierte Redelisten oder Richtlinien zu gendergerechter Sprache in der BUNDjugend nicht vorhanden sind. Nichts dergleichen findet sich in den Richtlinien der BUNDjugend. Auch, wenn sich das aus feministischer Sicht zuerst wenig erfreulich anhörte, konnte Jutta zumindest meine Bedenken nach kurzer Zeit aus der Welt schaffen, denn:  Sechs der neun Mitglieder der jetzigen BuJuLei sind Frauen. Außerdem ist die Geschlechterverteilung in den Gremien und auf den Bundesjugendversammlungen in vorherigen Jahren vergleichbar frauenlastig gewesen.

Die Geschichte des Naturschutz in Deutschland

Das Ganze hat mich veranlasst, ein wenig Recherche zu Gendermainstreaming im Naturschutz zu betreiben. Interessanterweise geht die Gründung einer der ersten Naturschutzvereine überhaupt, die des Deutsche[n] Bund[es] für Vogelschutz 1899, auf Lina Hähnle zurück.

Nach 1945 entwickelte sich aus dem Deutschen Bund für Vogelschutz der NABU, heute mit einer halben Million FördererInnen und Mitgliedern einer der größten Naturschutzverbände Deutschlands. Auch die „Royal Society for the Protection of Birds“, zur Zeit Europas größte Organisation, die sich zum Schutz von Wildvögeln einsetzt, wurde von einer Handvoll Frauen unter der Führung von Emily Williamson gegründet. mehr lesen…


Der Energieverbrauch der Zukunft

12. September 2012 von BUNDjugend

Eigentlich wissen wir aus dem Physikunterricht, dass Energie nicht gewonnen oder verbraucht werden kann. Umgangssprachlich sprechen wir jedoch von Energiegewinnung, wenn wir Energie in eine für Menschen nutzbare Form umwandeln. Das geschieht so in Wasserkraftwerken, die die kinetische Energie der Wassermasse eines Flusses in elektrische Energie umwandeln.

Über das Stromnetz gelangt der Strom dann zu den VerbraucherInnen. Hier wird zusätzlich Wärmeenergie benötigt, um im Winter zu heizen und über das ganze Jahr warmes Wasser für den Haushalt zu haben. Die ca. 39,8 Millionen Haushalte in Deutschland verbrauchten so im Jahr 2008 ca. 2502 Petajoule (PJ) Energie  – das sind ca. 27% des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland pro Jahr. Die anderen drei großen Sektoren sind der Verkehr mit 2575 PJ, die Industrie mit 2645 PJ und der Mischsektor „Gewerbe, Handel, Dienstleistung“ mit 1404 PJ Verbrauch jährlich.

Sparen, sparen, sparen

Das Gelingen der Energiewende ist von zwei Faktoren maßgeblich abhängig. Auf der einen Seite muss die Energieversorgung zukunftsfähig umgestaltet werden. Auf der anderen Seite ist es von absoluter Notwendigkeit, Energie einzusparen. Jede Form der Energiegewinnung ist ein belastender Eingriff in die Natur. Das ist bei Atomkraftwerken, die mit ihren Abfällen die Umwelt für Jahrmillionen verschmutzen, noch einfacher zu verstehen als bei einem Solarpanel, für das aber auch Rohstoffe und Energie zur Herstellung eingesetzt werden müssen. Jedes Windrad, jedes Wasserkraftwerk, jedes Solarpanel, jedes Erdwärmekraftwerk, das durch Energiesparmaßnahmen vermieden werden kann, ist ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

Damit nähern wir uns dem Problem: Der Energieverbrauch pro Kopf in Deutschland ist seit Anfang der 90er Jahre nahezu konstant auf sehr hohem Niveau, was für Industriestaaten typisch ist. Aufsteigende Volkswirtschaften verbrauchen hingegen immer mehr Energie, was dazu führt, dass der Energieverbrauch weltweit ansteigt. mehr lesen…


Die Energieversorgung der Zukunft

5. September 2012 von BUNDjugend

Wenn wir vom Klimawandel reden, beschreiben wir ein Phänomen, das global auftritt und gegen das auch nur global angegangen werden kann. Die Energiefrage, vor die wir zwangsläufig gestellt wurden, resultierte in der Einsicht, dass eine Energiewende weg von fossilen, teils gesundheitsschädlichen Energieträgern hin zu regenerativen Energien notwendig ist. Greenpeace oder der BUND rechnen vor, wie der Energiemix der Zukunft aussehen könnte.

Eine Kehrtwende in der Energiepolitik, wie sie zurzeit vollzogen wird, stößt in der Praxis vor allem auf strukturelle Probleme. Der Energiemarkt in Deutschland ist unter den vier großen Energiekonzernen Vattenfall, EON, RWE und EnBW aufgeteilt. Diese konnten ihr Marktoligopol im vergangenen Jahrhundert unter anderem wegen des Umstandes errichten, dass Verbrennungskraftwerke mit zunehmender Größe auch an Rentabilität zunehmen. Genauer: Es hat sich gezeigt, dass der Wirkungsgrad (also wie viel Energie aus dem verbrannten Rohstoff in elektrische Energie umgewandelt werden kann) eines großen Kraftwerks besser ist als der eines kleineren Kraftwerks. Dies und der Umstand, dass Personal- und Zulieferungskosten gespart werden können, hatte zur Folge, dass wenige große Unternehmen, die das nötige Kapital aufbringen konnten, solche Großprojekte umzusetzen, den Energiemarkt in Deutschland unter sich aufgeteilt haben.

Es lag also in der Sache selbst, dass wenige Unternehmen mit viel Kapital wenige, riesig dimensionierte Kraftwerke gebaut haben, um den Energiemarkt zu bedienen. Und genau dieser Umstand wird den „vier Großen“ jetzt zur Schlinge, aus der sie sich mit allen Mitteln zu winden versuchen. Beispiele hierfür sind riesige Offshore-Windparks wie London Array, riesige Solaranlagen in Nordafrika und letztlich auch Pumpspeicherkraftwerke. Es wird versucht, das Großkraftwerkprinzip auf die Erneuerbaren anzuwenden. mehr lesen…