BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Nightcache im Rotenburger Wald

19. Oktober 2010 von

An diesem Wochenende ist es mal wieder so weit: das Aktiventreffen steht vor der Tür! Es ist DAS Vernetzungstreffen für alle BUNDjugendlichen aus ganz Deutschland und das Programm ist auch dieses Jahr wieder sehr vielseititg: Diskussionen, Zukunftsvisionen, Castortraining und – dieses Jahr zum ersten Mal dabei – eine „digitale Nachtwanderung“. Also mit anderen Worten, ein Blue-Cache bei Nacht! Es ist der erste Blue-Cache, den Charly und ich anlegen. Er besteht aus zwei inhaltlich identischen Routen und thematisiert den virtuellen Wasserverbrauch von Konsumgütern, die unseren Alltag begleiten. Nachdem nun also fast alle Aktiven angekommen sind und sich durch ein superleckeres, veganes Abendessen und anschließend einige spaßige Energizer gestärkt haben, bricht schon ganz allmählich die Nacht über Rotenburg herein. Charly und ich laufen noch ein letztes Mal die beiden Routen ab, die wir schon mittags im Wald rund um den Kreisjugendhof angelegt haben. Haben wir auch nichts vergessen? Stimmen alle Koordinaten? Sind alle Reflektoren richtig angebracht? Wurde auch keine der netten, kleinen Filmdosen von einem Wildschwein verspeist? Super, alles ist perfekt, es kann also losgehen!

Ausgerüstet mit GPS-Geräten, Taschenlampen und Kamera lesen sich beide Gruppen gespannt die Story durch, die sie durch den Cache führt. Jetzt müssen wir nur noch die Startkoordinate eingeben, die uns zum ersten Reflektor führt. Das GPS-Gerät scheint ja zu funktionieren – doch wo ist denn nun der Reflektor? Nach intensivem Suchen können wir weit und breit keinen einzigen Reflektor finden… STOPP! Da drüben blitzt uns doch etwas Blaues entgegen! Das muss er sein. Die Begeisterung der Gruppe, die bis eben noch nicht so ganz erkennbar war, nimmt nun immer mehr zu. Etwa 200 Meter und einige Reflektoren weiter finden wir endlich die erste Dose. Sie enthält ein Schwein, eine Aufgabe, eine Koordinate und eine dreistellige Zahl. So – und was jetzt? Jule tippt alle wichtigen Infos in ihr Handy und wir folgen der Koordinate, die wir gefunden haben. Kurze Zeit später finden wir uns im Unterholz wieder und suchen nach einem Hinweis. „Dieser Krater ist doch sehr auffällig. Hier muss doch was drin sein!“ „Vielleicht ist es ja vergraben!“ „Ich glaube, wir kommen heute nicht mehr an…“ Doch plötzlich leuchtet uns etwas Rotes aus einem Baumstumpf entgegen – die Dose! Yeah!!! Ein Stück Jeans, eine weitere Aufgabe und wieder eine dreistellige Zahl. Schnell ist alles notiert und wir folgen den Reflektoren, die uns zurück auf den Weg führen. Auch die dritte Dose können wir problemlos finden, diesmal handelt es sich um ein Stück Papier und eine weitere Koordinate. Das GPS-Gerät zeigt 700 Meter an. Merkwürdig… Voller Motivation folgen wir dem Pfeil durch die Dunkelheit und stehen irgendwann mitten im Wald, der Weg wird uns durch das ganze Gestrüpp bald vollständig versperrt. Mist! Es regnet und wir haben die Orientierung fast vollständig verloren. Schließlich finden wir doch auf den Weg zurück und machen uns auf den Heimweg. Den Cache haben wir nicht gefunden, doch morgen werden wir auf jeden Fall nochmal losgehen.

Auch die andere Gruppe, die von Charly begleitet wurde, ist cachelos zurückgekommen. Schade, doch wir sind uns einig, dass wir eine tolle, spannende und abenteuerreiche Nachtwanderung hatten. Die Methode Geocaching ist bei allen ganz gut angekommen und wir können mit gutem Gewissen noch viele weitere tolle Cacherouten anlegen. So, das wars dann für heute, aber morgen finden wir den Cache!


Im Dunkel wartet der Cache – hoffentlich!

12. Oktober 2010 von

„Ich glaube, ich hab was entdeckt!“, ruft Jannik uns zu, doch wir können keinen Hinweis an der gruseligen Mamorstatue, die bedrohlich auf uns hinunter sieht, entdecken. Wir wollen unbedingt weitere Koordinaten finden und denken gar nicht erst ans Aufgeben. „Vielleicht sollten wir einfach weiter in den Park laufen“, denke ich und noch bevor ich etwas sagen kann, macht sich Martin schon auf den Weg. Endlich! Wir haben einen Reißnagel an einem Baum erspähen können. „Das ist eigentlich kein richtiger Reflektor“, meint Martin, doch ich bin voller Tatendrang und hoffe, dass er uns den Weg zur nächsten Rätselstation weist. Schon geht die Suche weiter. Minuten vergehen und noch immer haben wir die nächste Rätselstation nicht entdeckt. Doch was ist das? Wir haben nicht bemerkt, dass wir den Berg hinauf gelaufen sind und finden uns am Fuße des Nationaldenkmals wieder. Nix wie rauf und ich halte die Luft an. Die Aussicht ist phänomenal und vergessen ist die bisher erfolglose Suche. Jannik und Martin sind ganz vertieft in die Rätselaufgaben, während ich immer noch nicht aus dem Staunen herauskomme. Nach einem kurzen Aufenthalt geht’s weiter. Ganz unerwartet finden wir plötzlich richtige Reflektoren und die erste Rätselstation, doch die Reflektoren führen uns wieder zur Startkoordinate. An Aufgeben ist nicht zu denken und wir gehen wieder zurück, immer mit offenen Augen, damit ja kein Reflektor übersehen wird. Aber es folgt eine Sackgasse und wir finden keine weiteren Reflektoren. Der Cache ist nicht mehr vollständig. Trotzdem hatten wir sehr viel Spaß und Jannik und ich gehen nun mit großem Eifer ans Planen unseres ersten Nightcaches.


Unser erster Cache – ein voller Erfolg!

12. Oktober 2010 von

Nachdem Charly und ich von Martin ausführlich in die Welt des Geocaching eingewiesen worden sind, können wir es kaum erwarten, selbst mal einen Cache durchzuführen, um einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen. Martin schreibt noch schnell die wichtigsten Infos des Caches auf, packt das GPS-Gerät ein und schon geht es los. Schnell können wir auch Ruth, Anna und Frieder überzeugen, mit uns zu kommen und auf Schatzsuche zu gehen.

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Fischerinsel, wo das erste Rätsel auf uns wartet. Dort angekommen überlegen wir gemeinsam, wann die Brücke gebaut wurde und wann die Märzrevolution stattgefunden hat. Die errechneten Koordinaten geben wir in das GPS-Gerät ein, das uns schließlich zum „Schatz“ führt. Wir laufen los und finden uns an einem wirklich schönen Ort auf der Fischerinsel wieder, mit Ausblick auf die Spree. Doch wo liegt er denn nun, unser lang ersehnter Schatz? Ist er in den Sträuchern versteckt? Oder vielleicht in dem Boot, das da vor uns in der Spree liegt? Nach intensivem Suchen fragen wir uns, ob wir uns nicht doch verrechnet haben. Doch plötzlich kommt Frieder freudestrahlend mit einer Dose in der Hand auf uns zugelaufen, die er zufällig an der Unterseite des Geländers entdeckt hat. Wir haben den Cache, juhu! Wir öffnen die Dose, tragen uns ins Logbuch ein und hängen sie wieder zurück, natürlich immer auf der Hut vor den gefährlichen Muggeln!Zufrieden und voller Motivation gehen wir wieder zurück zum Büro. Jetzt müssen wir den Cache nur noch im Internet loggen und – fertig! Unser erster Cache war ein voller Erfolg. Wir freuen uns schon riesig auf weitere tolle Caches, die wir nun im Laufe unseres Projekts konzipieren und anlegen werden!


Anti-Atom-Demo

7. Oktober 2010 von

Die große Anti-Atom-Demo am 18.09.10 gesehen von Straciatella, 20, die gerade ihr FÖJ in der Bundesgschäftsstelle der BUNDjugend macht:

Das war ein tolles Gefühl. So viele Menschen, so viele Banner, so laut, so bunt. Was für ein Bild: Tausende von Demonstranten direkt vor dem Reichstag. Und zwischen der EU-Flagge und der Deutschen eine Anti-Atom-Flagge. Und das alles ganz friedlich.
Für mich war die Anti-Atom-Demo am 18.9.10 ein ganz eindrückliches Zeichen dafür, wie viele unterschiedliche Menschen dieses Thema auf die Straße bringt. Nicht nur altbekannte BUNDler oder Wendlandaktivisten sondern auch Jugendliche und die „Bachstelzen“ samt Fangemeinde. Wodurch die Stimmung eher an eine große Party erinnerte.
Die Demo zeigt mir aber auch, wie froh ich bin, in dieser Demokratie zu leben. Auch wenn die Reichstagswiese erst nicht erlaubt wurde. Wir dürfen (und müssen) genau da hin, wo die politischen Entscheidungsträger uns sehen!
Bleibt zu hoffen, dass sie unser Statement verstanden haben:
WIR WOLLEN DEN ATOMAUSSTIEG! Keine Laufzeitverlängerung und nicht noch mehr Müll!

„Atomkraft ist Brücken Blockadetechnologie!“, wie es auf unseren T-Shirts stand.