BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Bali Roadmap – der Fahrplan nach Kopenhagen

9. Juli 2010 von klimateam

Im Dezember 2007 wurde auf Bali bei den 13. UN-Klimaverhandlungen die sogenannte Bali Roadmap verabschiedet. Dieser Fahrplan gibt die inhaltliche Richtung und einen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen eines Klimaschutzabkommens vor – Ziel waren die 15. Klimaverhandlungen in Kopenhagen 2009, welche mit einem internationalen, verbindlichen Klimaschutzabkommen enden sollten, das dem Stand der aktuellen Wissenschaft entspricht.

Die Verhandlungen wurden in zwei Stränge aufgeteilt: Die Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol (AWG KP = Ad Hoc Arbeitsgruppe für zukünftige Vereinbarungen der Annex I (Industrie-)Länder unter dem Kyoto Protokoll) und der Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action under the Convention (AWG LCA = Ad Hoc Arbeitsgruppe zu gemeinsamen Langzeitaktivitäten im Rahmen der Konvention). In der ersten Arbeitsgruppe verhandeln die Vertragspartner des Kyoto-Protokolls über eine zweite Verpflichtungsperiode nach 2012. In der AWG LCA geht es darum, die Länder mit ins Boot zu holen, welche zwar Vertragspartner der Klimarahmenkonvention, aber nicht des Kyoto-Protokolls sind. Dazu gehören zum Beispiel die USA – ein besonders wichtiges Land aufgrund seiner hohen Treibhausgas-Emissionen. Sie soll sich mit vergleichbaren Reduktionsverpflichtungen den Kyoto-Ländern anschließen.

Die Entwicklungsländer sind ebenfalls aufgefordert, Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen zu nennen, welche durch finanzielle und technologische Unterstützung von Seiten der Industrieländer möglich gemacht werden.

  1. Bali Roadmap – der Fahrplan nach Kopenhagen


YouPEC: 6.Juli

7. Juli 2010 von bujulei

Zuhause. :-)
…Und im Gepäck:
- viel Freude, Inspiration, Motivation.
- Eine Deklaration der Jugend Europas mit klar formulierten Forderungen und Vorschlägen an die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer zum Thema Biodiversität.
- Eine Einladung nach Brüssel zu einer großen Biodiv-Konferenz im November, um die Meinung der Jugend einzubringen. =)

Abschließend kann ich nur sagen, dass die YouPEC eine spannende Erfahrung war. Es ist beeindruckend zu sehen, dass in (mind.) 35 verschiedenen europäischen Ländern Jugendliche und junge Erwachsene unheimlich kompetent und aktiv sind, wenn es um Biodiversitätsschutz geht.

Nächstes Jahr dann vielleicht in Zypern. :)


YouPEC: 4./5. Juli

7. Juli 2010 von bujulei

Was für ein Akt: die Deklaration. Aktion.

Im Endeffekt ist am Sonntag wohl ‘ne Menge passiert: Im Openspace gab es einige inhaltliche wie auch projektorientierte Kleingruppen. Natürlich hat sich die Aktionsgruppe ‘ne tolle Aktion überlegt.
Ich hingegen saß im Deklarationstema fest…Die Deklaration der YouPEC zu Biodiversität, gerichtet an die EU Politiker, sollte am Montag dem EU Umweltkommissar – umrahmt von einer fototrächtigen Aktion – überreicht werden. Aber überhaupt erstmal die Deklaration zusammenzubauen wurde ein sehr langwieriger Prozess. Naju und Buju waren sich einig, der Rest dann auch, oder halt nicht. Erst um ein Uhr nachts (auf Montag) stand der Inhalt. Danach wurden die gesamten 9 Seiten sprachlich von “native speakers” mit Unterbrechung am Montag morgen fertiggestellt. Gerade noch rechtzeitig.

Wir sind dann also am Montag früh, mit wenig Schlaf, nach Brüssel zu unserer Aktion gefahren. Haben Position bezogen vorm EU Gebäude, uns vom Regen nicht die Laune verderben lassen und gewartet, dass die Luftballon kommen… Jeder Teilnehmende hatte einen Luftballon bekommen, an dem eine Art/ein Habitat hing.
Die Plan war nun also, dass der EU Umweltkommissar sich in die Mitte unseres Kreises gesellte, ihm wurde eine Kurzfassung der Deklaration vorgelesen. Währenddessen gingen die Arten nach und nach verloren, in dem sie in die Luft stiegen. Nach dem Vorlesen, dann die Bitte an den Kommissar Potočnik gemeinsam mit uns den Biodiversitätsverlust aufzuhalten.Sprich, er hat alle Ballons am seidenen Faden alle festgehalten. Dann seine Rede, und dann Fototermin. Das Übliche. ;-) Ich fand es war echt ne schöne Aktion und die Message kam voll gut rüber. Jetzt ist wichtig, dass jeder Teilnehmende die Deklaration mit nach Hause nimmt und an die eigenen Politiker verbreitet.


Lauch-Kauf

6. Juli 2010 von BUNDjugend

So auf gehts, der erste Einkauf liegt an; besondere Hürde:

wir kaufen für ein rein regionales Frühstück ein.

Gesagt, getan – auf in die Bio Company. Und Augen auf für die Suche nach regionalen Produkten. Und hey, schnell springt ein Symbol ins Auge, was diese eindeutig kennzeichnet.

Jedoch fällt Jakob und mir schnell auf, wie wenig dieser Produkte vorhanden sind und wie teuer diese oftmals sind. So kostet Hirse aus Brandenburg 1 Euro mehr als die chineshsiche..verrückte Welt!

Und Zwiebeln haben wir im 2. Biogeschäft auch nur aus Ägypten gefunden..

Jedenfalls war der Einkauf für mich sehr entspannt, da meine Blicke nur nach besagten Symbol suchen mussten, Jakob dagegen wurde fast verrückt, weil wir unsere Einkaufsliste erst nach einer halben Stunde Suchens abhacken konnten (er sieht nur auf dem Foto so glücklich aus ;) .

Gelernt:

  • nächste mal von zu Haus selbstgemachte Marmelade, Kräuter und Gurken aus dem Garten mitnehmen.
  • Regional und leicht zu finden? – Honig.
  • Bio-Windel und Wattestäbchen gibts auch aus der Region – aha.

Früstück ist fertig!

Es gibt:

  • Hirsebrei mit Erdbeeren
  • Himbeerquark (pürierte Himbeeren mit Sojajoghurt)
  • Griesbrei mit Hafermilch
  • Marmelade
  • Kohlrabi, Erdbeeren, Tomate, Gurke

vegan, aber nur Typ I


Hart aber schwer

6. Juli 2010 von BUNDjugend

Am Dienstag hieß es wieder regional Frühstücken.

Diesmal hat Martin sich selbst übertroffen;

Brot, Eier, Mozarella, und Johannisbeeren aus Brandenburg, Möhren aus Deutschland, Marmelade von der Oma (?!).

Und trotzdem haben wir Milch aus den Alpen, Hafermilch aus Belgien, Nutella von wer weiß wo..

Ihr seht – rein regional entwickelt sich zu einem Ding der Unmöglichkeit.

Interessanter Aspekte der beim Frühstück aufgekommen ist;

vegan und regional – passt das zusammen?

wenn du mehr weißt oder Tipps hast immer her damit!


Auf in die nächste Runde -Ich wilLauch!

6. Juli 2010 von BUNDjugend

Sommerpause? Nicht mit uns – denn heute startet der neue Selbstversuch! Nach der erfolgreichen „Mission vegetable“ geht’s nun munter weiter mit „Ich wilLauch“. Nun wollen wir versuchen unsere Ernährung 3 Wochen lang rein regional und saisonal zu halten.

Uns fiel auf, dass diese Vorhaben schwer als gedacht ausfallen würde – denn wo kommen unsere Gewürze, Nudels, Kaffee, Tee, Getränke etc. her?

Daher haben wir nun drei Gruppen entwickelt in die sich jeder einteilen kann, der mitmachen will – natürlich kannst du auch zwischen den Gruppen hin und her springen – denn schon ein Tag Gruppe drei hat es in sich!

Bloggt und postet was das zeug hält!


YouPEC: 3.Juli – der dritte Tag

3. Juli 2010 von bujulei

Declaration and Open Space

Am Vormittag gab es noch eine Workshopphase, in der die Verknüpfung zwischen Biodiversität und Klimawandel in verschiedenen Ökosystemen und allgemein erklärt wurde.

Nach dem Mittagessen ging es für das  Deklarationteam in Kleingruppen (mich eingeschlossen…), um die ausgearbeiteten Themenpunkte mit Inhalt zu füllen. Das gestaltete sich unterschiedlich in Geschwindigkeit und Qualität – 5 Stunden sind für nichts genug… Jedenfalls, hat sich währenddessen der gesamte Rest zum Open Space versammelt und sich Aktionen überlegt, die wir am Montagnachmittag in Brüssel in die Tat umsetzen werden wollen. Mal sehen ob das klappt…

Mal am Rande, Belgien zeigt sich angeblich gerade von seiner schönsten Sonnenseite. Nach dem kleinen Gewitter heute, ist das Wetter auch wieder angenehmer. Ansonsten viel Hitze…

Abschliessend muss ich Sine noch mit einem Schlaaaand danken! ;-)


YouPEC: 2. Juli – der zweite Tag

3. Juli 2010 von bujulei

European Policies

Also nun vollends ausgeschlafen, konnte ich in den zweiten Tag starten. Und zwar Thema vormittags war “Economics and values of biodiversity”. Es gab einen wohl recht langweiligen Vortrag über Methoden wie man Biodiv einen Geldwert geben kann – aus Sicht eines Ökonomen. In den Workshops ging es dann aber eher um Ecosystem Services und den direkten Wert von Biodiversität mit sehr anschaulichen Beispielen. Also, zum Beispiel wie viel Geld man in einem Jahr an Fischfang in einem funktionierendem Mangrovenwald verdienen kann, im Vergleich zu einem der einer Shrimpsfarm weichen musste. Berechnet man die Konsequenzen für die Küste durch die Rodung der Mangroven als Folgekosten wird schnell offensichtlich, dass das nicht nachhaltig sein kann.

In der zweiten Workshopphase drehte sich alles um die Biodiversitätspolitik der EU. Stefan Leiner der EU Kommission hat gleich zu Beginn festgehalten, dass das 2010 Ziel dem Biodiversitätsverlust bis zum Ende diesen Jahres zu entgegnen, bei weitem nicht eingehalten werden wird. Der Ansatz des European Biodiv Action Plan sei aber nicht schlecht. Gründe, warum die Ziele nicht erreicht wurden, waren u.a. eine ungenügende Umsetzung der Gesetzgebung, Wissenlücken, ungenügend Finanzierung, mangelnder politischer Wille sowie mangelndes Bewusstsein der Öffentlichkeit für Biodiv. Auf Basis dieser Analyse hat er dann die Ziele für 2020 und die Vision 2050 vorgestellt. Diese Idee kann man sich auch schon im Internet anschauen und kommentieren: biodiversity.europe.eu. In den anschließenden Workshopphasen wurde dann auf die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die europäische Politik, das Common Agriculture Progam (CAP), sowie die europäische Gesetzgebung zum Biodiversitätsschutz
eingegangen.

Vorm Abendessen (das wieder sehr sehr köstlich war) hat sich das Deklarationteam getroffen um die Themen zu klären, welche in der Deklaration an die EU enthalten sein sollen.

Am Abend gabs den “Cultural evening”, bei dem sich alle 35 Länder mehr oder weniger kurz vorgestellt haben. Die mitgebrachten  Getränke wurden danach die ganze Nacht lang geleert. =) So ging der zweite Tag mit einer langen Nacht zu Ende.


YouPEC: 1.Juli – der erste Tag

3. Juli 2010 von bujulei

Ankommen & Was ist Biodiversität?

Also ja, ich bin gut angekommen. Die Zugfahrt war unbequem, aber außergewöhnlich pünktlich. Die Unterkunft ist spartanisch gehalten, das Essen ist super und Leute – zahlreich erschienen – sind echt spannend, vielseitig aktiv und eben echte Naturschützer. ;-)

Der Einstieg wurde gemacht mit Fragen wie: “Was ist Biodiversität und wie misst man diese?” Hier kommt man schnell an Grenzen von Definitionen und interpretierbarem Maß. Im Kern aber wissen die Leute, die sich damit auseiandersetzen, schon was Biodiv ist. Aber wie machen wir es allen anderen Menschen verständlich…
“Was ist ein gutes Habitat (:=Lebensraum einer Art)? Und wie wichtig sind ökologische Wechselwirkungen?” Einerseits wurde in diesen Workshop nochmal ein einheitliches Verständnis geschaffen, aber wichtige Probleme tauchten dabei auf: Was ist eigentlich ein schützenswertes Habitat? Jenes, das vom Menschen geprägt, erschaffen wurde? Und wie hängen sogenannte “ecosystem services”, also Leistungen (Nahrung, Holz, Energie, Medizin, Erhohlung, usw), die die Natur und dessen Ökosysteme für den Menschen erbringt, mit einer funktionierenden Natur zusammen.

Höhepunkte des Abends war dann das Schwimmen gehen im Kanal bei einem malerischeren Sonnenuntergang. Und das Speeddating mit an die 120 verschiedenen Menschen gleichzeitig. =)
Danach gings für dann auch sofort schlafen. Das war auch echt dringend.


Nur noch neun Mal schlafen…

2. Juli 2010 von Admin-BujuBerlin

…dann ist es soweit: CARROTMOB !!!!!!!!!! Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, der Kaffee-Konsum steigt ins Unermessliche und im Kopf schwirren Karotten und Eis wild durcheinander. Jetzt geht’s wirklich in die heiße Phase. Das Logo ist fertig, das Video geschnitten, die Energieberatung gemacht.
Da wir alle bei der Hitze kein Bock haben, lange Blogs zu lesen, lassen wir jetzt einfach mal die Bilder sprechen und zeigen euch das fertige Carrotmob-Video (klickt auf den Link):

4. Carrotmob

Viel Spaß dabei und denkt dran:

CARROTMOB
11. Juli ab 14 Uhr Joachim-Friedrich Str. 27

TV Berlin war auch mit dabei bei der Energieberatung (mehr Fotos –> http://bit.ly/akzXAX)