Im Dezember 2007 wurde auf Bali bei den 13. UN-Klimaverhandlungen die sogenannte Bali Roadmap verabschiedet. Dieser Fahrplan gibt die inhaltliche Richtung und einen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen eines Klimaschutzabkommens vor – Ziel waren die 15. Klimaverhandlungen in Kopenhagen 2009, welche mit einem internationalen, verbindlichen Klimaschutzabkommen enden sollten, das dem Stand der aktuellen Wissenschaft entspricht.
Die Verhandlungen wurden in zwei Stränge aufgeteilt: Die Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol (AWG KP = Ad Hoc Arbeitsgruppe für zukünftige Vereinbarungen der Annex I (Industrie-)Länder unter dem Kyoto Protokoll) und der Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action under the Convention (AWG LCA = Ad Hoc Arbeitsgruppe zu gemeinsamen Langzeitaktivitäten im Rahmen der Konvention). In der ersten Arbeitsgruppe verhandeln die Vertragspartner des Kyoto-Protokolls über eine zweite Verpflichtungsperiode nach 2012. In der AWG LCA geht es darum, die Länder mit ins Boot zu holen, welche zwar Vertragspartner der Klimarahmenkonvention, aber nicht des Kyoto-Protokolls sind. Dazu gehören zum Beispiel die USA – ein besonders wichtiges Land aufgrund seiner hohen Treibhausgas-Emissionen. Sie soll sich mit vergleichbaren Reduktionsverpflichtungen den Kyoto-Ländern anschließen.
Die Entwicklungsländer sind ebenfalls aufgefordert, Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen zu nennen, welche durch finanzielle und technologische Unterstützung von Seiten der Industrieländer möglich gemacht werden.















