8 Wochen vegan, aber immer noch kein Heißhunger auf Milch, Honig oder Ei.
Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange ohne Honig auskommen würde. Der ist nämlich mein Süßungsmittel Nummer 1 im Müsli und Salaten. Ursprünglich wollte ich beim vegan essen bei Honig eine Ausnahme machen, weil mich die Argumente gegen dessen Konsum nicht überzeugt hatten.
Spaßeshalber habe ich es dennoch ersetzt: Im Müsli verwende ich jetzt Birnendicksaft, im Salat Zuckerrübensirup (was zusammen mit Senf, Essig, Öl, Pfeffer und Salz spitze schmeckt!).
In vielen veganen Rezepten wird mit Agavendicksaft gesüßt, den ich nicht verwenden wollte. (Wie viel Energie da wieder beim Transport von Südamerika nach Europa aufgewendet wird nur um Honig oder andere regionale Süßungsmittel zu ersetzen…)
Den Käse aufs Brot vermisse ich auch nicht so sehr, weil es einfach so viele leckere Aufstriche gibt und man sie sich auch leicht herstellen kann.
Kritisch bei den gekauften Aufstrichen und auch bei Magarine sehe ich den Gebrauch vonPalmkernfett (Palmöl). Ich habe keine Magarine gefunden, die ohne dieses Fett auskommt! Und ob es dann tatsächlich auch umweltverträglich angebaut wird?! Hab’ so meine Bedenken: http://www.regenwald.org/
Nach der 7. Woche denke ich wie folgt: Durch eine vegane Lebensweise ist die Erde nicht automatisch “gerettet”. Über Herkunft und Produktionsweise der Lebensmittel sollte sich jedeR weiterhin Gedanken machen (aber sich hoffentlich dabei nicht den Kopf zerbrechen… eine andere Gefahr bei kritischem Konsum…
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