BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

8 Wochen fast vorbei

30. März 2010 von BUNDjugend

8 Wochen vegan, aber immer noch kein Heißhunger auf Milch, Honig oder Ei.

Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange ohne Honig auskommen würde. Der ist nämlich mein Süßungsmittel Nummer 1 im Müsli und Salaten. Ursprünglich wollte ich beim vegan essen bei Honig eine Ausnahme machen, weil mich die Argumente gegen dessen Konsum nicht überzeugt hatten.

Spaßeshalber habe ich es dennoch ersetzt: Im Müsli verwende ich jetzt Birnendicksaft, im Salat Zuckerrübensirup (was zusammen mit Senf, Essig, Öl, Pfeffer und Salz spitze schmeckt!).

In vielen veganen Rezepten wird mit Agavendicksaft gesüßt, den ich nicht verwenden wollte. (Wie viel Energie da wieder beim Transport von Südamerika nach Europa aufgewendet wird nur um Honig oder andere regionale Süßungsmittel zu ersetzen…)

Den Käse aufs Brot vermisse ich auch nicht so sehr, weil es einfach so viele leckere Aufstriche gibt und man sie sich auch leicht herstellen kann.

Kritisch bei den gekauften Aufstrichen und auch bei Magarine sehe ich den Gebrauch vonPalmkernfett (Palmöl). Ich habe keine Magarine gefunden, die ohne dieses Fett auskommt! Und ob es dann tatsächlich auch umweltverträglich angebaut wird?! Hab‘ so meine Bedenken: http://www.regenwald.org/

Nach der 7. Woche denke ich wie folgt: Durch eine vegane Lebensweise ist die Erde nicht automatisch „gerettet“. Über Herkunft und Produktionsweise der Lebensmittel sollte sich jedeR weiterhin Gedanken machen (aber sich hoffentlich dabei nicht den Kopf zerbrechen… eine andere Gefahr bei kritischem Konsum… ;-))


Tagebuch einer Veganerin in Rumänien

24. März 2010 von BUNDjugend

wer: ich – vegan seit etwa 5 Wochen

wo: Rumänien, Hotel Perla, 3. Stock, Zimmer Nummer 302

wie: Im Zuge eines Fotografieworkshops zum Thema pollution

wie: hungrig

warum:

Ja warum? Einerseits könnte es gut möglich sein, dass mein Englisch einfach nicht ausreicht um mich und meine besonderen Ansprüche zu artikulieren und ich vom Küchenteam einfach nicht verstanden werde. Oder Jemand will mich hier ganz hart auf die Probe stellen…

Ich weiß es nicht! Jedenfalls bekommen wir hier Frühstück (Selbstbedienung, ist ok) Mittag und Abendbrot und jedesmal wenn der zuständige Kellern an meinen Tisch kommt und mir Vorspeise und Hauptgang serviert muss ich ihn zurückweisen und ihm erklären, dass ich mich vegan ernähre und im gleichen Atemzug was das bedeutet(was mir inzwischen wirklich peinlich ist). Und dann bekomm ich kurz darauf eine Alternative, die meist ok ist, aber lediglich aus Reis und der Beilage besteht. Aber diese Prozedur zieht sich nun seit Sonntag hin (und heute ist Mittwoch) und ich hoffe wirklich, dass die rumänischen Köche einen Internetzugang haben um diese kleine Begrifflichkeit zu klären, denn wenn ich dann eine panierte Aubergine bekomme ist es zwar gut gemeint, doch es ist trotzdem Ei enthalten….
Das sind hier meine Sorgen und ich muss sagen in Berlin ist eine vegane Ernährung ein Kinderspiel, hier stößt man lediglich auf fragende Gesichter und Unverständnis. Doch das gehört dazu. Berlin ich freu mich auf dich – und deine vegane Küche!

PS: Letzten Samstag wurde ich der Ehre zuteil, ein bekanntes veganes Cafe in der Kastanienallee aufzusuchen und dort unglaublich wunderbar zu brunchen. OMG! Es war unglaublich lecker! Um einige Highlights zu nennen:
veganes Rüheei, veganer Griespudding, hammer Humus…und so weiter.

Freitag, Samstag und Sonntag kan man dort brunchen, ihr bestimmt den Preis.


Aktion: Total verstrahlt durch Deutschland

22. März 2010 von BUNDjugend

Unter dem Motto „Castortransport aus Kostengründen heute im ÖPNV“ verwandeln wir den öffentlichen Nahverkehr in Atommüll-Transporte.

Seid dabei!

Transportiert gelbe „Atommüllfässer“ per Zug und Straßenbahn durch euer Bundesland!
Verkleidet Euch mit weißen Schutzanzügen und Gasmasken!
Zeigt der Menschen das Atommüll ein allgegenwärtiges Problem ist!
Kommt mit anderen Menschen ins Gespräch und bringt sie dazu den Stromanbieter zu wechseln!
Mobilisiert für die Anti-Atom-Demo am 24.4.2010 in eurer Nähe!

Wann?

Die Aktion in NRW ist am 13.04.2010. Es wäre toll, wenn Ihr am gleichen Tag in die Züge steigen würdet. Sonst macht Euch einfach irgendwann anders zwischen dem 12. und 23. April 2010 auf die Socken.

Wie?

Was ihr braucht, ist eine Tonne und alles andere findet ihr in unserem Leitfaden. Wir, die BUNDjugend NRW, haben nämlich einen Leitfaden erstellt mit dessen Hilfe ihr die Aktion so oder so ähnlich kinderleicht durchführen könnt. Es wäre schön, wenn Ihr Euch bei uns meldet, wenn Ihr diese oder eine ähnliche Aktion durchführt und/oder wenn Ihr noch Infos/Unterstützung braucht: Tel. (02921-33640) oder per Mail (info[at]bundjugend-nrw.de)!

Hier findet Ihr den Anti-Atom-durch-den-Zug-Leitfaden!

www. BUNDjugend- NRW.de

Wir freuen uns riesig auf Eure Aktionen!

Übrigens bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie das Zugpersonal. :-)


Warum kochen für alle Spaß macht – man Gummi aber nicht essen kann!

22. März 2010 von BUNDjugend

Am Wochenende war ich bei meinen Eltern. Schon am Freitag dachte ich mir: „Jakob du hast 2 Möglichkeiten.
Erstens: Du isst ein Wochenende lang nur das was von dem „normalen“ Essen an veganem übrig bleibt – also meist nur Kartoffeln mit trockenem Gemüse – nicht gerade die prickelndste Vorstellung!!
Zweitens: Du nimmst die Dinge selbst in die Hand und beweist deiner Familie, dass auch veganes Essen einfach und super lecker sein kann…“
Also hab ich am Freitag alles Nötige für die Lasagne eingekauft, die uns Björn gezeigt hat (Sojagranulat, Tomatenmark, Hefeflocken, Sojamilch) und bin damit zu meinen Eltern gefahren.

Am Samstag hatte ich dann allerdings schon wieder Muffensaussen … ich hatte nämlich den ganzen Freitag meine Lasagne riesengroß angekündigt und naja mir fiel auf, dass zuschauen und selbser machen schon ein Unterschied ist…

Aber denkste Puppe! Ich hab die Lasagne gerockt haha und alle waren begeistert und ich muss sagen mein Hefeschmelz war auch echt der Hammer!! – ok Eigenlob stinkt aber das war mein erstes veganes Gericht für die Family und yeeaaahh sie wollen mehr davon!!

Ehrlicherweise muss hier gesagt werden, dass mein Versuch am Sonntag eine vegane Quarktorte zu backen damit endete, dass alle schnell von der Torte auf Kekse umstiegen – irgendwie habe ich es geschafft für die „Quarkfüllung“ eine Konsistenz zwischen Bananenschleim, Pudding und Gummi hinzubekommen – aber das übe ich noch mal und meine nächsten Versuchskaninchen sind meine Kollgen/Innen, die trauen sich nicht so sehr ihren Ekel zu zeigen;)

PS: Das Thema „veganes Leben“ habe ich nicht vergessen und wird demnächst erörtert!!


vegan³

19. März 2010 von BUNDjugend

Heute erzähle ich von unserem aktuellsten Highlight in unserer veganen Fastenzeit.
Vor etwa einer Woche erhielt ich eine eMail mit der Anfrage ob uns ein berliner Koch vegan beköstigen dürfe….Hm! Nach langem hin und und mehrmaligen Abwägens…quatsch, na klar waren wir sofort Feuer und Flamme ;)!
Natürlich waren wir Drei vollkommen aus dem Häuschen und sagen folglich postwendend zu.

Montagabend war es dann so weit und wir waren eingeladen uns vom „vegan head chef“ Björn Moschinski in seiner privaten Wohnung bekochen zu lassen. Ich für meinen Teil stellte mir einen älteren Herren, mit weißer Schürze und Kochlöffel vor. Doch uns begrüßte ein junger, dynamischer Kerl, mit Dreads, 2 Katzen und einer sehr sympatischen Freundin in seinen Gemächern.

In der gemützlichen Küche tauschten wir vegane Erfahrungsbreichte, die Tops und Flops der veganen Szene in Berlin aus und ich war wirklich begeistert wie nach und nach ein unglaublich leckeres 3-Gänge Menü entstand (Björn kochte, wir redeten, fragten und kosteten). Besonders überrascht war ich von einer Wurst die in der Küche lag, die wir dann probieren druften und ich vom großartigen Geschmack so überrascht war, dass ich kurzzeitig an der Pflanzlichkeit dieser zweifeln musste.

Im Gespräch erfuhren wir beispielsweise, dass Björn schon seit 15 Jahren vegan lebt und er sein Tofu in Tschechien kaufen musste, das man beim Braten von Bratkartoffeln erst die Kartoffeln und dann die Zwiebeln in die Pfanne haut und das man in Restaruants am besten sagt man hätte ne Laktoseintoleranz (um auch ganz sicher zu gehen ^^).

Einige interessante Internetlinks;
berliner Restaurants:
veganer FastFoodLaden http://www.vego-foodworld.de/
http://www.yellow-sunshine.com/

und alle anderen Adrssen auf:
www.berlin-vegan.de/

online-bestell-Service http://alles-vegetarisch.de/

Von dem Essen waren wir dann sehr begeistert und genossen die drei Gänge, bestehend aus Salat und Aioli, Lasagne und als Nachtisch Zupfkuchen mit Reissahne – mhh lecker!

Mir hat der Abend sehr, sehr, sehr gefallen; weil ich noch einmal sehr viel Input bekommen habe, wieder neu motiviert wurde und weil es einfach gut tut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Vielen Dank Sandra und Björn!

(PS: Zufälligerweise ist Sandra Fotografin und hat das Essen gleich für uns fotografiert!

Hier ihre Website www.fotografin-dresden.de)


Ich bin Veganer und esse trotzdem Fleisch!

19. März 2010 von BUNDjugend

Nen schönes Wiener Würstchen? Ein Steak? Oder wie wär es mit Hackfleisch? Alles kein Problem als Veganer!
Nach unserem Kochabend bei Björn und Sandra kann ich sagen – Lust auf den Geschmack von Fleisch? – dann los!
Mit Soja und Seitan kann man nämlich wahre Geschmackswunder schaffen – das weiß ich spätestens nach der atemberaubenden Lasagne von Björn!!

Ehrlich gesagt war ich vor Montag in einem kleinen vegan-ist-echt-gut-aber-nicht-alles-Tief. In meinen Gedanken schwebte ich nach den acht Wochen schon wieder auf eine Quarktorte zu…ja dieses süße, verführerische etwas mit dieser wundervoll weichen Konsistenz…

Aufgewacht Jakob!!!! Der Traum wird wahr! – und zwar vegan! Es ist nämlich echt nicht schwierig z.B. einen russischen Zupfkuchen mit Sojaghurt, Puddingpulver und Sojamilch für die Füllung zu backen. Am Montag hatte ich so ein Stück Zupfkuchen im Mund und ich kann euch sagen … over the top!!!

Fazit für mich: Wenn ich mich wirklich noch mehr damit auseinandersetze, wie ich bestimmte Dinge ersetzen kann und nicht bloß weglasse oder auf unbefriedigende Alternativen, wie schlecht gemachte Tofuwürstchen zurückgreife, ist die vegane Ernährung für mich persönlich wirklich machbar und keine Einschränkung der Geschmackserlebnisse – ganz im Gegenteil.
Seit dem ich mich vegan ernähre, überlege ich viel mehr welches Gemüse wie schmeckt und wie ich möglichst eine große Vielfalt in mein Essen bekomme – auch auf die Inhaltsstoffe achte ich intensiver… insegsamt also ein voller ERFOLG bis jetzt!

PS: Björn und Sandra leben vegan und ernähren sich nicht nur rein pflanzlich! – was genau alles zum veganen Leben dazu gehört und wie man dort hinkommt beim nächsten Mal…

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Klimacamp 2010

19. März 2010 von BUNDjugend

Du machst dir Sor­gen um den Kli­ma­wan­del?
Du bist von der Kli­ma­kon­fe­renz in Ko­pen­ha­gen ent­täuscht?
Du fin­dest, dass sich Kli­ma- und Um­welt­po­li­tik ver­än­dern müs­sen?
Du bist dir si­cher, dass Strom­kon­zer­ne und En­er­gie­rie­sen das Pro­blem nicht lösen wer­den?
Da bist du nicht al­lein! Es gibt eine Be­we­gung. Wir wer­den immer mehr.

Komm zum Kli­ma­camp 2010! Werde Teil einer Be­we­gung im gi­gan­ti­schen Braun­koh­le- Ab­bau­ge­biet Garz­wei­ler. Genau dort, wo Kli­ma­wan­del ge­macht wird, zei­gen wir, wie Al­ter­na­ti­ven aus­se­hen kön­nen.

Lerne tolle Leute ken­nen, lebe nach­hal­tig, hilf mit Ko­chen, tanz ums La­ger­feu­er, er­fah­re und er­le­be, dass es Al­ter­na­ti­ven gibt! De­mons­trie­re für dein Recht auf eine Zu­kunft!

Sei dabei und mach mit – wir freu­en uns auf dich!!

http://www.klimacamp2010.de/


4 Leute und 400 Kilometer

17. März 2010 von BUNDjugend

Die BUNDJugend Bremen bricht am 17. Mai 2010 mit dem Motto: „vier junge Leute, vierhundert Kilometer Strecke“, zu einer einwöchigen Klima-Fahrradtour auf.

Wir fahren ab Hann. Münden auf dem Weser Radweg bis nach Bremen. Station machen wir in den Städten Höxter, Hameln, Minden und Nienburg. Dort informieren wir in Schulen über den Klimawandel und das Fahrrad als alternatives Reisemittel. Dabei soll auch für Fahrradreisen für Jugendliche geworben werden, denn gegen den Spaßfaktor einer abenteuerlichen Fahrradtour kommt auch kein Südseeurlaub so schnell an.

Wollt ihr uns ein Stück des Weges begleiten?

Habt ihr einen Platz, (Großer Garten, Feld, Wiese) an dem wir unser Zelt aufbauen können?

Mitfahrer und jede weitere Unterstützung sind wie ihr seht herzlich Willkommen.

Weitere Infos gibt es auf: http://klimafahrradtour.blogspot.com/

Bei Fragen schreibt uns unter infoatbundjugend-bremendotde oder ruft an unter 0421/7900214!

Eure BUJU Bremen.


Besuch beim Chefkoch

17. März 2010 von BUNDjugend

Gestern waren wir, Judith, Jakob und ich bei Björn und Sandra zum Essen eingeladen. Beide leben schon seit vielen Jahren vegan. Björn hat sich das Kochen zum Beruf gemacht und wird demnächst ein eigenes veganes Restaurant nach dem Motto „von Veganern für Verganer“ aufmachen. Darauf freuen wir drei uns schon wirklich sehr – haben wir doch von ihm am Abend ein leckeres drei Gänge Menü kredenzt bekommen (erst Aioli mit Brot, dann Lasagne mit Salat und später russischer Zupfkuchen).

Nun kochen wir zwar auch schon seit geraumen Wochen vegan, trotzdem war es super inspirierend, dem Chefkoch dabei über die Schulter zu schauen und ihm zuzusehen wie er eine vegane Lasagne bereitet. Er hat den Standpunkt, dass z.B. geschmacklich gesehen vegan leben nicht Verzicht und Askese ist. Da gebe ich ihm recht, bisher hat es eher meine Kreativität und Experimentierfreude beim Essen angeregt. Ich beschäftige mich mehr mit den Inhaltsstoffen der Nahrung und dabei hat sich mir ein ganz neuer Horizont eröffnet.

Björn und Sandra, vielen Dank für den netten Abend!

Erlaube mir mal deine Homepage hier noch etwas zu bewerben…(Björn gibt Kochkurse!)

http://www.veganheadchef.com/


Vegan unterwegs

15. März 2010 von BUNDjugend

Die letzten Tage habe ich nicht geblogt. Lebe immer noch vegan, war nur unterwegs…

Sich auf Reisen vegan zu ernähren habe ich mir eher schwierig vorgestellt. Ist z.B. Imbiss-Essen gerade mal so vegetarisch, in der Bäckerei alles mit Ei und Milch… Allerdings wurde ich positiv überrascht: ich war z.B. bei einem Fussballspiel von St.Pauli und bekam im Stadion stehend Hunger. Ich befürchtete schon, es gäb‘ da nur Bratwürste oder so was… Aber da lag ich voll daneben! Es gab auch ein verschiedene vegane take aways… (@Fußballfans: Ist das bei anderen Vereinen auch so?)

Beim Klimateamtreffen waren wir in einer Jugendherberge untergebracht. Das Abendessen war ziemlich knapp für alle, was wohl an den Veganern lag. (Die Küchenfee meinte, die veganen Produkte seien teurer als die sonst üblichen Käse- und Wurstwaren und das Budget fürs Essen sei so schneller erschöpft…) Hmmm- eigentlich dachte ich, dass durch pflanzliche Ernährung mehr Leute satt werden… Mit meinem FÖJ-Budget komme ich im Übrigen mit veganen und bio Lebensmitteln ganz gut über die Runden (sind doch im Bioladen Fleisch und Käse „Kostentreiber“-zu recht-, die jetzt wegfallen).