BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

Zu Hause

24. Februar 2010 von BUNDjugend

Himbeere_200Die erste Woche veganes Leben ist vorbei. Ich sitze zu Hause bei meinen lieben Eltern und mache bisschen Urlaub.
Kurzer Rückblick: Ich geh mit Mutti einkaufen und brauche 20 Minuten um vegane Chips zu finden, während meine Mutter in der selben Zeit den ganzen Einkaufskorb voll kriegt. Vorher standen wir übrigens 10 Minuten beim Bäcker, der erst mal telefonisch rausfinden musste, welches Brot vegan ist (also nix mit „kann Spuren von Milch enthalten“!). Nachdem ich weitere 10 Minuten verzweifelt und schweißüberströmt durch den Laden hetzte – auf der Suche nach diesen tollen veganen Aufstrichen – ruft mich meine Mutter plötzlich und drückt mir ein winziges Glas in die Hand („Vegetarischer Brotaufstrich mit Sonnenblumenkernen Italiano“ – zufällig auch vegan). Der einzige vegane Aufstrich in der ganzen Kaufhalle – so ein Saftladen!
Mein Vater sitzt mir jetzt am Küchentisch gegenüber und sucht immer wieder nach neuen Möglichkeiten mich zu provozieren und zu quälen. Er hat eine riesige Milka-Schokolade aufgemacht, isst genüsslich und schiebt sie mir dann vor die Nase. Aber anscheinend hat er inzwischen ein schlechtes Gewissen (und Hunger) gekriegt und kocht jetzt Tofu-Gemüse-Pfanne mit Asia-Nudeln. Boa lecker! Ich kann es kaum erwarten…


Seminare…

24. Februar 2010 von BUNDjugend

Himbeere_200Vom FÖJ-Seminar ging es gestern (das war Freitag – habs jetzt erst reingestellt) direkt zum BUNDjugend Seminar nach Mühlhausen. Als es dann ans Abendessen geht fällt mir was ein: Aaaargh! Ich bin ja jetzt vegan! Nachdem ich die reichlich bestückten Käse und Wurstplatten an mir vorbei auf den Tisch wandern sehe, kriege ich ein mulmiges Gefühl im Bauch. Wie zum Teufel soll ich heute satt werden?
Als die Küchenchefin noch mal in die Runde fragt, ob es Leute mit „Laktose-Intoleranz oder solche Krankheiten“ gibt, werde ich immer kleiner und erwähne mit leiser, unterwürfiger Stimme (bei steigendem Erröten meines Gesichtes), ich sei „spontan am Mittwoch vegan geworden“. Ich beobachte ihren sich verändernden Gesichtsausdruck und füge schnell hinzu, dass ich ECHT keine Umstände machen möchte und auch einfach Brot essen kann und sonst mach ich halt mal ne Ausnahme…Jaja und natürlich macht das einen echt großen Aufwand extra was anderes zu kochen, für nur eine Person und man muss sich ja auch an den Kochplan halten…was sollte es morgen noch mal geben? Ach ja Lasange…Menno! Das ist so gemein!
Was ich daraus lerne: Bei Seminaren immer unbedingt vorher Bescheid sagen, dass man vegan isst und am Besten gleich selbst Essen mitnehmen.


Warum eigentlich nicht?

24. Februar 2010 von BUNDjugend

zucchiniAuch meine Motivation soll hier nicht auf der Strecke bleiben, also:

Warum ich den Selbstversuch mache:
Veganes Essen hat mich schon immer interessiert und ich habe noch eine Menge Fragen, die ich mir und euch im Laufe des Selbstprojekts beantworten möchte:
Welche Nährstoffe fehlen mir, wenn ich auf tierische Produkte verzichte und wie kann ich diese durch pflanzliche Nährstoffe ersetzen?
Wirkt sich eine vegane Ernährung positiv oder negativ auf meine Gesundheit aus?
Büße ich durch den Verzicht Lebensqualität ein oder gewinne ich dadurch sogar etwas?
Ich probiere es an mir selbst aus und werde euch darüber berichten!

Wie habe ich mich vorher ernährt:
Ich habe die letzten 4 Jahre fast vegetarisch gelebt – heißt: ich habe ca. 3 mal im Jahr ein Stück Biofleisch gegessen.
Ansonsten stehe ich total auf Käse und Joghurt – bin also echt gespannt wie das ohne Milch weiter geht!


Warum eigentlich?

24. Februar 2010 von BUNDjugend

karottenJetzt ist eine vegane Woche vorbei. Zeit zu beschreiben, warum ich mitmache!

Zunächst mal: schön das ihr auf dem Klimateam-Blog gelandet seid! Wo wir schon den Bezug haben: Klima und Ernährung…
Zu 18% stammen die klimaschädlichen Gase in der Atmosphäre aus der Landwirtschaft .

Hauptverantwortlich für diesen hohen Anteil ist die Viehwirtschaft und der Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern wie sie im konventionellen Landbau benutzt werden.

Durch eine vegane und ökologische Ernährung werden diese Emissionen vermieden und so kann jedeR zum Klimaschutz beitragen und muss nicht warten, bis sich z.B. die UNO dazu bequemt, das Problem des Klimawandels endlich anzupacken.

Unter vegan leben verstehe ich, dass man keine tierischen Produkte wie Eier oder Milch zu sich nimmt. Ich esse schon seit längerem größtenteils vegetarisch, weil die Fleischproduktion etwa siebenmal mehr Fläche als pflanzliche Lebensmittel beansprucht und ich das ziemlich kritisch sehe (s. Welthunger, Landverteilung).

Der Schritt zum Veganen ist eigentlich die Konsequenz aus meiner bisherigen Überzeugung Fleisch zu reduzieren. Nun bin ich gespannt, ob mir vegan Leben auch mit regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln gelingt.


AufstricheAufstricheAufstriche

23. Februar 2010 von BUNDjugend

zucchiniHey Leute,

also bis jetzt find ich die vegane Zeit echt super!! Dadurch, dass ich am Anfang so Angst vor zu wenig Abwechslung und eintönigem Essen hatte, hab ich beim Einkaufen sehr darauf geachtet mir voll die Vielfalt zu gönnen!! Jetzt weiß ich immer gar nicht was ich als erstes essen soll:) – vor allem morgens beim Müsli zusammenstellen…

Außerdem probiere ich jetzt ständig neue Sachen aus. Heute habe ich z.B mit Judith 2 vegane Aufstriche gemacht. Tomatenaufstrich und Hummus! Super lecker sag ich euch… das Rezept dafür kommt morgen. Hier aber schon mal von 3 Leuten die Bewertung der Aufstriche in 3 Worten:)

Jakob: leicht zu machen
Max: mhhhmm lecker yammyamm
Christiane: einfach sakrisch guat – sie kommt aus Bayern:)


Sojamilch im Kaffe ist jetzt Standard!

22. Februar 2010 von BUNDjugend

Letzte Woche bei einem gemeinsamen Früstück in der BUNDjugend
Bundesgeschäftsstelle erfuhren wir von der Idee dass Judith, Jakob und
Max sich während der Fastenzeit vegan ernähren werden. Wir, Eva, Nicole
und Dauko von der BUNDjugend Berlin, waren begeistert. Mit Butter, Käse
und Milch vollgestopften Mündern hatten auch wir uns entschieden die
kommenden Wochen ganz und gar auf vegane Kost umzusteigen! Jetzt wird
bei uns im Büro in Prenzlberg ausschliesslich vegan gekocht und auch die
Sojamilch im Kaffe ist jetzt Standard!


Mission what is eatable? – der 1. Einkauf

18. Februar 2010 von BUNDjugend

Beim ersten gemeinsame Einkauf (fandschon am Wochenende statt) ging es erst mal darum sorgfältig auf die Zutatenlisten zu schauen. Sind die Produkte auch wirklich vegan?
tofu copyTofu in allen Geschmäckern


Landesgeschäftsstellen-Laura zieht mit!

17. Februar 2010 von BUNDjugend

.Tag:
Ich wache schon mit Sodbrennen auf, als hätte mein Körper schon gewusst, dass es ab jetzt hart wird. Bauchschmerzen haben ich auch. Mist.

Ich werde von Judith geweckt mit „Guten Morgen in deinem neuen veganen Leben!“ – ach scheiße, da war ja was! Vielleicht hab ich deshalb so schlecht geschlafen. Yasmin ruft von oben, dass sie gern meine Schokolade übernimmt. Oh das tut weh. Ich hatte mir ganz viel Süßes mitgenommen, was ich ab jetzt nicht mehr essen kann. Nicht mal die Müsliriegel kommen in Frage, da ist nämlich Honig drin.

Beim Frühstück bewahrheitet sich, was ich schon befürchtet hatte: Es gibt keine Sojamilch zum Kaffee. Dieser ist aber essentiell für mich, wenn ich den Tag überstehen will. Also hardcore – Kaffee schwarz. Nagut mit bisschen Zucker ist es erträglich… Während ich panisch nach veganen Brotaufstrichen auf dem Tisch suche, räkelt sich die Salami verführerisch direkt vor meinem Teller. Ich schau nach vorn und entdecke veganen Schokoaufstrich – oh mein Gott! Danke!

Ich bin gespannt, wie sich der Tag entwickelt und was es zum Mittagessen gibt.

Laura


Au revoir Caffé au Lait

17. Februar 2010 von BUNDjugend

b Mittwoch heißt es also für voraussichtlich vier FÖJler (Christiane ich setz auf dich:) der Bundesgeschäftsstelle 8 Wochen vegan!
Max, Jakob und ich wagen das Experiment und hoffen natürlich, dass einige von euch mitziehen und uns zahlreich unterstützen!
So waren wir vorbereitend zu dritt einkaufen und stellten erstaunt fest, wie viele Milch-Alternativen existieren, Max verabschiedete sich von seinen heißgeliebten Schokokeksen, Jakob entdeckt Tofu für sich und ich freu mich auf viele tolle Aufstriche.
Gerade versuche ich mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass in den nächsten Wochen Vollmilchschokolade, Camembert oder Milchkaffee tabu sein werden. Klar, das wird nicht leicht werden – aber wir sind ja zu dritt und wollen viel zusammen kochen und euch viel von der Zeit erzählen und auffordern mitzumachen. (Nebenbei haben mein Freund und mein Bruder eine Wette am Laufen, wie lange ich es durchhalten werde^^).
Aber genauso freue ich mich auch auf die Zeit, denn einerseits erhoffe ich mir ein paar unnötige Pfunde zu verlieren, Vorurteile zu bekämpfen und ich finde, dass es eine großartige Herausforderung ist.
Die nächsten Wochen werden sicher spannend (und mit etwas Selbstdisziplin ist das sehr sicher zu bewältigen, Jungs :)


Mission Vegetable – es hat begonnen!!!

17. Februar 2010 von BUNDjugend

Heute, am 17. Februar 2010, beginnt unser kulinarischer Selbstversuch!
Was bisher geschah:
Jakob hat Brot mit div. Aufstrichen und Müsli mit Reismilch gefrühstückt.
Ich habe verschlafen und habe um die S-Bahn noch zu bekommen, nur einen Apfel gegessen…
Und Judith? Sie is(s)t auf Seminar im Funk- und Internetloch. Aus

Ja, wir essen im stehen und singen vorher BUJU-Songs... das ist doch ganz normal!

vertraulichen Quellen ist uns aber bekannt, dass das Tagungshaus auch veganes Essen zubereitet.

Zur Feier des Tages haben Jakob und ich hier in der Geschäftsstelle ein veganes Mahl zubereitet ->

Vegan_Tag 1 090_klein

Das Rezept ist ziemlich easy:

Basmatireis mit Gemüsepfanne (Zwiebeln, Möhren, Zucchini – ist eigentlich nicht die Saison dafür! -, Brokoli und (Erd-)Nüsse anbraten und dünsten lassen, dann mit Kokusmilch/Sojasahne – auch nicht gerade regional- abschmecken.) Et voilà.