BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

KLIMAFLÜCHTLINGE IM KANZLERAMT

8. Dezember 2009 von Björn

Rechtzeitig zum Start unserer Aktivitäten rund um die Klimakonferenz in Kopenhagen, können wir einen weiteren Erfolg vor Ort in Berlin vermelden. Unsere Onlinekampagne „Gefährliche Brandung“ (zu erreichen unter www.bundjugend.de/protest) ist weit ins Kanzleramt vorgedrungen. Morgen um 13.00 Uhr werden wir mit den lebensgroßen Figuren aus den beiden Filmen, die insgesamt 1.400 online und offline Unterschriften an Berthold Goeke, Umweltreferatsleiter im Bundeskanzleramt, übergeben. Wohlstandsmerkel lassen wir vielleicht lieber im Büro? Was denkt ihr? Kommentare sind erwünscht!
Wir erwarten natürlich eine Reaktion auf unsere Forderungen:

1. Klimaflüchtlinge in die Genfer Flüchtlingskonvention aufnehmen!
2. Eine Reduktion der CO2-Emissionen in den Industrieländern bis 2020 um 40% und bis 2050 um 100% !
3. Reiche Länder sollen ihre Klimaschulden bezahlen und die betroffenen Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell und durch Technologien unterstützen!

Das Thema Klimaflüchtlinge darf bei den laufenden internationalen Verhandlungen für ein neues Weltklimaabkommen nicht länger ausgespart werden. Die westlichen Industrieländer müssen sich ihrer Verantwortung stellen. Über 20 Millionen Menschen fliehen bereits vor den Folgen des Klimawandels. Innerhalb der nächsten 30 Jahre werden es laut Schätzungen der UNO 200 Millionen sein. Der Klimawandel wird jedoch nicht dort verursacht, wo er seine verheerenden Folgen zeigt. Während die Industrienationen durch ihren unverhältnismäßigen Ausstoß von Treibhausgasen für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich sind, leiden die Ärmsten der Armen unter den Folgen.


DIE BUNDJUGEND FORDERT KLIMAGERECHTIGKEIT IM ZDF

8. Dezember 2009 von Björn

Am 07.12.2009 wurde im ZDF ein langer Beitrag über die UN-Klimaverhandlungen (COP15) in Kopenhagen gesendet. Darin zu sehen David Wagner, Klima Campaigner der BUNDjugend. In dem Interview nimmt er die Industrienationen in die Verantwortung und fordert starke Reduktionsverpflichtungen der Industrieländer bei gleichzeitiger finanzieller Unterstützung der sogenannten Entwicklungsländer für Klimaschutzmaßnahmen. Die gesamte Sendung könnt ihr euch hier anschauen: ZDF heute in europa!

Menschliche Flutwelle für mehr Klimagerechtigkeit.
Das Act-Now-Team plant für den 12. Dezember gemeinsam mit Friends of the Earth International eine Großaktion “Flood for Climate Justice” für mehr Klimagerechtigkeit. Du willst mehr über das Act-Now-Team erfahren? Dann schau auf dem Blog vorbei!

Online-Kampagne für mehr Klimagerechtigkeit
Du hast noch nicht bei der Online-Kampagne der BUNDjugend teilgenommen? Dann aber schnell! Video schauen und unterzeichnen!


BERICHT KLIMAKONFERENZ IN KOPENHAGEN – ERSTER TAG!

8. Dezember 2009 von BUNDjugend

Hey
Ich bin Bene aus dem Klimateam und schreibe euch gerade von der Kopenhagener Klimakonferenz. Wie ihr sicher schon wisst, sind wir hier von der BUND jugend aus in Kopenhagen. Die BUND jugend finanziert ein “Patenprojekt”, d.h. sie finanziert 5 Jugendliche aus dem globalen Süden und fünf deutsche “Paten” um in Kopenhagen an der Klimakonferenz teilzunehmen. Wir sind nun hier mit Paten aus Uruguay, Kiribati, Costa Rica, Indonesien und Ruanda.

Gestern war nun der erste Tag der großen Klimakonferenz an der ca. 15.000 Menschen teilnehmen. Es sind Vertreter aus 194 Staaten anwesend und verhandeln über ein (hoffentlich) bindendes, ambitioniertes und gerechtes Klimaschutzabkommen.

Gestern morgen begann ab 10 Uhr die Eröffnungszeremonie der Klimakonferenz. Leider gab es sehr wenig Plätze für Mitglieder von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) in dem Plenary Saal, sodass ich das ganze über Liveübertragung in einem anderen Saal der Klimakonferenz anschauen durfte.
Der dänische Ministerpräsident Rasmussen forderte in seiner Eröffnungsrede ein ambitioniertes, bindendes und starkes Abkommen für Kopenhagen. Er sieht es als ein hoffnungsvolles Zeichen, das 110 PräsidentInnen und PremierministerInnen der Länder dieser Welt zugesagt haben auf die Klimakonferenz zu kommen. Natürlich betonte er auch das Engagement von Kopenhagen für die Konferenz und das diese so weit wir möglich CO2 frei organisiert wurde.
Nach dieser Eröffnungsrede wurde Ritt Bjerregaard, die Bürgermeisterin von Kopenhagen auf das Podium gebeten. Sie sagte, dass sich Kopenhagen während dieser Konferenz wirklich zu Hopenhagen verwandelt, da Hoffnungen (hopes) der ganzen Welt auf dieser Konferenz und Stadt liegen. Sie erwähnte auch noch die hoch gesteckten Klimaschutzziele von Kopenhagen. Die Stadt will 2025 CO2 frei sein und schon jetzt fahren fast 50% der Einwohner von Kopenhagen jeden Tag mit dem Fahrrad. Nun sprach auch noch Rajendra K. Pachaur, der Chef des IPCC (Intergovermental Panel on Climate Change).
Auch Yvo de Boer, der Generalsekretär des UNFCCC, gab bei der Eröffnungszeremonie ein Statement ab. Er forderte die Regierungen auf jetzt zu handeln, da schon sehr viele Menschen unter den Folgen des Klimawandels leiden!
Schon jetzt sterben Menschen an Überschwemmungen, Wasserknappheit und Hurrikans die durch den Klimawandel verursacht sind. Nun werden nicht formale Statements der Länder, sondern echte Ziele und finanzielle Mittel gebraucht. Wir müssen jetzt handeln!
Natürlich hielt auch die Präsidentin der diesjährigen COP15, Connie Hedegaard Doch diese Rede klang eher wie ein formales Statement und nicht wie eine echte Lösungssuche.

Nach diesen Reden hatte Papa Neuguinea eine Anfrage zu organisatorischen Änderungen der Regeln der Verhandlungen. In den Verhandlungen wird nur etwas beschlossen, wenn allgemeiner Konsens herrscht. Das heißt es wird nur ein Abkommen geben, das auch das Klima unfreundlichste Land akzeptiert. Nun hatte Papa Neuguinea den Vorschlag, dieses System umzugestalten, da es um die Zukunft von Millionen von Menschen ja sogar um die Zukunft ganzer Staaten geht. Papa Neuguinea schlug vor, dass Mehrheitsprinzip einzuführen. Doch die Präsidentin verschob den Vorschlag auf einen späteren Zeitpunkt.
Auch die verschiedenen Gruppierungen der Länder gaben Statements zum Beginn der Verhandlungen ab. So forderte die Afrikanische Gruppe eine Vorreiterrolle der Industrieländer beim Klimaschutz. Auch die Gruppe der am wenigsten Entwickelten Länder (LDC) gab ein Statement ab. Der Temperaturanstieg müsse unter 1,5 Grad Celsius gehalten werden, da nur so das Überleben aller Staaten dieser Erde gewährleistet ist. Außer wird viel Geld für die Anpassung der Entwicklungsländer an den Klimawandel gebraucht, da diese nicht das Geld haben um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen.


DIE KLIMAPIRATEN STECHEN IN SEE

7. Dezember 2009 von Björn

Klimapiraten Leinen los!

vom Blog der Klimapiraten …

Wie lange haben wir Klimapiraten auf diesen Augenblick gewartet! Richtung Kopenhagen in See zu stechen, zum Klimagipfel mit dem Segelschiff, durch Wind und Wetter, Nässe und Kälte…

Endlich ist der Tag gekommen: angefangen mit einem gutbesuchten Hafenfest, Klavierspiel mit spontaner Begleitung und vielen freudig tanzenden Piraten, haben wir um 12 Uhr mit einer spektakulären Performance den Greifswalder Museumshafen verlassen. Bejubelt von der Greifswalder Bevölkerung ist die entschlossene Meute mit Sack und Pack aufgebrochen. „Auf nach Kopenhagen – Klimaschutz wagen!“ tönte es durch den Greifswalder Hafen.

Nach Passieren der Wiecker-Brücke hissten wir die Segel, auf denen in großen Lettern „Act the f**ck now!“ prangt. Die erfahrene Loviscrew half den Landratten unter uns das Piratenhandwerk aufzufrischen. Denn nicht Allen sind die Künste der Seefahrt in die Wiege gelegt worden. Um der Kälte zu trotzen, packten wir uns in den folgenden Stunden dicker und dicker ein.

In Stralsund angekommen erwartete uns das zweite Piratenschiff die Petrine. 21 wild entschlossene Piraten enterten das Schiff auf der Stelle. So können wir nun voller Tatendrang mit zwei voll bemannten Booten gen Dänemark steuern. Harrr!

Ihr wollt mehr über die Aktionen der Klimapiraten erfahren, dann besucht ihre Seite. In den nächsten Tagen werdet ihr aber auch hier Berichten von den beiden Segelboten finden. Tolle Fotos gibt es hier!


ANGRY MERMAID

1. Dezember 2009 von BUNDjugend

Deine Stimme für den “Angry Mermaid Award”! Welche Firma oder Lobbygruppe blockt sich am Meisten gegen effektives Handeln gegen den Klimawandel? Mach mit unter: Angry Mermaid