BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

FRIENDS OF THE EARTH VON DEN KLIMAVERHANDLUNGEN AUSGESCHLOSSEN!

16. Dezember 2009 von

Fri­ends of the Earth In­ter­na­tio­nal wurde heute früh von den Kli­ma­ver­hand­lun­gen in Ko­pen­ha­gen aus­ge­schlos­sen. Nie­mand von den ak­kre­di­tier­ten Be­ob­ach­ter/innen kommt in das Bel­la-Cen­ter, in dem die Ver­hand­lun­gen statt­fin­den. Be­trof­fen sind auch an­de­re NGOs.

Fri­ends of the Earth EWNI (Eng­land…) hat eine On­line-Pe­ti­ti­on an Yvo de Boer, Exe­cu­ti­ve Secreta­ry der UNFCCC, ge­star­tet: Mitmachen!

Un­ter­zeich­net jetzt schnell die Pe­ti­ti­on an Yvo de Boer, be­schwert Euch über den Aus­schluss von FoEI und anderen NGOs aus den Kli­ma­ver­hand­lun­gen — die Ver­hand­lun­gen dür­fen nicht unter Aus­schluss der Zi­vil­ge­sell­schaft in die letz­te Runde gehen!


Die große Demonstration – 100.000 Beteiligte!!!

15. Dezember 2009 von BUNDjugend

Demonstration

Samstag 12.12.09

Jey heute ist ein super Samstag. Warum dieser so toll ist erzähle ich gleich.
Wir standen um ca. 7 Uhr auf und aßen Frühstück. Dieses ist übrigens das beste am Hostel;) Man hat ein sehr gutes Buffet. Nun fuhren wir um 8 Uhr los zum Klimaforum. Das Klimaforum ist ein „alternativ Gipfel“ zu der COP15 und es gibt dort jeden Tag Workshops, Vorträge und Partys.
Auf einem Platz in der Nähe des Klimaforums sollte um 10 Uhr eine menschliche „Flut“ stattfinden, die durch die Straßen von Kopenhagen flutete. Diese ist von Friends of the Earth International organisiert und symbolisiert die möglichen Auswirkungen des Klimawandels wenn wir nicht jetzt handeln.. Wir halfen ab 9 Uhr blaue Ponchos auszuteilen, Ordner zu sein etc.
Um 10 Uhr fing nun die Aktion an.
Es wurden erst einige Reden gehalten. Unter anderem von dem Vorsitzenden von Friends of the Earth International. Diese Rede war sehr gut und begeisterte die Zuhörer. Nach diesen Reden zogen dann 5000 blau gekleidete Menschen durch die Straßen von Kopenhagen. Das war super! Es gab auch noch einige „CO2 Händler“, die mit CO2 Zertifikaten handelten (natürlich nur gespielt) und diese den Demonstranten anboten. Diese machten ihren Job zwar sehr gut, wurden aber von der Menge ausgebuht (siehe http://www.youtube.com/watch?v=oryi_9xmaQI ).

Wir kamen um ca. 12 Uhr auf einem großen Platz an. Dort gab es gute Musik und warme Suppe. Innerhalb der nächsten Stunde kamen immer mehr Menschen dazu und der Platz füllte sich langsam. Auch die Busse aus Deutschland kamen an, doch einige wurden an der Grenze aufgehalten. Eigentlich sollte die Demonstration um 13 Uhr anfangen, doch wir warteten noch ein wenig länger, sodass auch die letzten DemonstrantInnen ankommen konnten. Als wir dann los liefen, war die Demonstration in verschiedene Blocks aufgeteilt. Als erstes lief der Block der Vertreter der Ureinwohner dieser Welt. Danach kam der Greenpeace Blog mit einem riesigen aufblasbaren Schneemann etc. Ich hatte inzwischen auch Daniel, einen Freund aus Deutschland, mit dem ich durch die Demonstration lief.
Die Stimmung in der Demo war super! Es gab Musik, Trommeln, Gesang und Tanz. Und dann erfuhren wir, dass 100.000 Menschen sich an der Demonstration beteiligten. Das ist ein riesiger Erfolg!!!:)
Ich war während der ganzen Zeit mehr im forderen Teil der Demonstration. Später erfuhr ich, dass es einen „schwarzen Block“ am Ende der Demonstration gab, dass heißt, dort waren viele Radikale Demonstranten. Anscheinend gab es dort Randale und es wurden Scheiben ein geschmissen. Daraufhin wurden die Randalierer, aber auch sehr viele Unschuldige von der Polizei eingekreist und mehr als 900 Menschen verhaftet. Da anscheinend nicht genügend Polizeitransporter zur Verfügung standen, mussten die Verhafteten mehrere Stunden auf dem Boden mit Handschellen sitzen.

Nach meiner Einschätzung, ist es zwar nötig dass die Polizei die Leute festnimmt die Krawalle macht und es ist verständlich dass unter den Festgenommenen auch einige Unschuldige sind. Es ist aber nicht akzeptabel, die Festgenommenen mehrere Stunden in der Kälte auf dem Boden sitzen zu lassen. Das ist Körperverletzung!
Diese ganzen Berichte über die Gefangen genommenen kann ich aber leider nicht aus erster Hand erzählen, da ich von den Festnahmen nichts mitbekommen habe. Leider berichteten die Medien auch wieder in erster Linie von den Verhafteten, obwohl diese nur 1% der Demonstration waren.
Am Ende der Demonstration wurden noch Reden geschwungen, unter anderem von der 19 jährigen Deepa aus Australien. Das war sehr gut. Nach diesen Reden wurde die Demonstration beendet.

Trotz der Festnahmen war die Demonstration ein riesiger Erfolg! Ich persönlich fand auch die Stimmung auf der Demonstration sehr schön. Natürlich hoffen wir nun, damit etwas bewegt zu haben.

Nach der Demonstration gab es noch die „After Demo Party“, wo ich aber leider nicht mehr hin ging, da ich noch zwei Freundinnen aus Deutschland zu ihren Turnhallen brachte und es danach zu spät war.

Insgesamt war dies ein sehr, sehr erfolgreicher Tag! Hier sieht man, das die Problematik des Klimawandels Massen mobilisiert und in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Nun ist die große Herausforderung dieses Wissen auch in Tat umzusetzen und selbst zu handeln.


Und wieder ein Tag:)

14. Dezember 2009 von BUNDjugend

11.12.09 Freitag

Hey nun der Bloggeintrag vom Freitag. Es tut mir echt Leid dass dieser so spät kommt, aber ich hatte einfach keine Zeit zu schreiben;)
Alllsooo heute kam ich um ca. 9 Uhr im Bella Center an. Dort hatte ich ein bisschen Stress, da ich noch an diesem Morgen ein Interview von mir korrigieren musste (dass hatte der Journalistin der „Erziehungskunst“ gemacht und sie hatte es mir zum korrigieren geschickt). Außerdem suchte machte ich noch Bilder um sie an die Erziehungskunst und den Spiegel zu schicken. Dieses musste alles bis um 12:00 Uhr passieren, da die Erziehungskunst dann Redaktionsschluss hatte.
Um 11:30 machte AOSIS ein Statement, in dem sie 1,5 Grad Celsius als Höchsttemperaturanstieg, 350 ppm (parts per Million) als Höchstgrenze der Treibhausgase in der Atmosphäre und Anpassungshilfen forderten. Dazu hielten wir Schilder mit „AOSIS wir stehen zu euch“ oder „350 = Überleben“ hoch:) Das war eher eine sehr kleine Aktion.
Nach dieser Aktion schaute ich mir meine Mails an, antwortete endlich mal;) und schrieb Zusammenfassungen.
Um 14 Uhr begann nun das CAN Meeting wo über die aktuellen Entwicklungen der Verhandlungen von Freitag berichtet wurde.
Nun war um 15:30 Uhr eine Aktion der Internationalen Jugend in der großen Halle der Konferenz. Bei dieser Aktion „froren“ ca. 50 Jugendliche auf Kommando plötztlich ein. Nach ca. fünf Minuten war die Aktion vorüber und wir hielten Banner hoch und gaben Pressestatements ab. Die Aussage war, das die Verhandlungen nicht einfrieren dürfen.
Nach dieser Aktion schrieb ich meinen Blogeintrag für Donnerstag, was jetzt auch wieder lange her ist:) Um 18 Uhr aßen wir dann mit unserer Gruppe zu abend, das heisst mit den Leuten aus dem Patenprojekt. Das war ganz lustig:)
Ab 20 Uhr begann dann ein Meeting mit Yvo de Boer und dem Vorsitzenden des AWG-KP Tracks in den Verhandlungen. Max, Anna und ich gingen da auch noch hin, kamen aber leider zu spät um die Reden zu hören. Es war aber doch ganz nett und es gab kostenlos essen. Ich fande es aber etwas langweilig.
Nach diesem kurzen Aufenthalt auf diesem Meeting gingen wir noch etwas trinken in der Stadt;)
Ich war an diesem Abend aber zu müde um noch irgendwas mitzubekommen.

Abends um ca. 23 Uhr kam dann ein Freund aus Deutschland an. Ich holte ihn am Kopenhagener Bahnhof ab und wir liefen noch ein wenig durch die Stadt. Um ca. 1:30 am Samstag morgen kam ich dann im Hostel an und ging schlafen;)

Jey dies war ein anstrengender Tag obwohl ich nicht so viel gemacht habe.


KLIMAFORUM KOPENHAGEN

13. Dezember 2009 von

klimaforum

Ein Besuch im Klimaforum: Das Klimaforum „Peoples‘ Climate Summit“ ist Hauptanlaufort für viele Klimaaktivisten hier in Kopenhagen. Alle Menschen, auch die ohne Akkreditierung für das Konferenzgebäude, können sich hier treffen, austauschen und arbeiten. Viele NGOs nutzen das Forum gezielt für interessante Informations- und Diskussionsveranstaltungen: Climate Justice Now Assembly, Transition Towns – A Concrete Pracicial Alternative und Voices of Victims – um nur einige der vielen Angebote zu nennen. Das Forum bietet in Gegensatz zu den Veranstaltung im Konferenzgebäude mehr Raum für Nichtregierungsorganistationen. Vor Allem die Länder des globalen Südens machen hier auf sich aufmerksam und das Klimaforum bildet somit den nötigen Gegenpol zur Konferenz.

Mehr über das Klimaforum findest du hier.


Human Flood flutet Kopenhagen

12. Dezember 2009 von

IMG_3223Zum Auftakt des Aktionstages trafen sich heute um 10.00 Uhr tausende Aktivisten in Kopenhagen, um eine riesige menschliche Flutwelle in den Straßen Kopenhagens zu erzeugen. Bei der von Friends of the Earth International organisierten Demonstration forderten die Menschen Regierunsvertreter der Konferenz dazu auf, für Klimagerechtigkeit einzutreten und ein starkes, bindendes Klimaschutzabkommen abzuschließen, in dem auf Emissionshandel verzichtet wird. Bilder!


Nun war es schon Donnerstag – Und wir hatten eine super Aktion!!!!

11. Dezember 2009 von BUNDjugend

10.12.9 Donnerstag

Heute ist ein veregneter Donnerstag in Kopenhagen:) Anna und ich standen sehr früh auf, um noch rechtzeitig zum Treffen der internationalen Jugend zu kommen!
Wir kamen auch exakt pünktlich im Bella Center an und konnte so das ganze Treffen erleben. Dieses war mehr oder minder interessant und ging bis um 9 Uhr. In dem Treffen wurden aktuelle politische Sachen, Vorschläge für Strategie und Aktionen und die Aktionen des kommenden Tages besprochen.

Nach diesem Meeting konnten wir noch einen Kaffee bei Greenpeace trinken und gingen dann, wie jeden Tag, daran unseren Tagesplan zu machen. Das war mehr oder minder interessant:)

Um 10 Uhr begann eine Verhandlung über die zweite Periode des Kyoto Protokolls. Diese begannen wieder etwas später und zu Anfang wurden wieder nur unwichtige organisatorische Sachen besprochen.
Nun wurden einige Länder verlesen, die Vorschläge zu dem verhandlungstext oder der Verfahrensweise etc. hatten. Tuvalu hatte ca. 8 Vorschläge und schlug deshalb vor, die Vorschläge in einer eigenen Arbeitsgruppe besprechen zu lassen.
Diese Vorschläge sind sehr stark: Tuvalu forder ein neues Protokoll von 2013-2018, 45% Redunktion der Industrieländer bis 2025 und einen maximal Temperaturanstieg von 1,5 Grad Celsius.
Nach den Vorschlägen von Tuvalu wurden noch Vorschläge von anderen Ländern hervorgebracht. Meistens waren es Zustimmung oder Ablehnung des Vorschlags von Tuvalu. Grenada (als Vertretung aller AOSIS=Alliance of Small Island Staates), Äthiopien (als Vertretung der LDC = Least Developed Countries), El Salvador, Bangladesch, Jamaika und auch Burkina Faso unterstützten offensiv die Forderung von Tuvalu.
Bolivien brachte noch einen eigenen Vorschlag hervor, in dem es auch betonte, dass weniger als 20% der Weltbevölkerung für über 75% der Treibhausgase verantwortlich sind.
China und einige andere Länder, sind prinzipiell für Tuvalus Vorschlag, die hervorgebrachten Vorschläge schnell zu bearbeiten, bestanden aber darauf, dass diese Entscheidungen dann in der zweiten Periode des Kyoto Protokolls verankert sind und nicht ein neues Abkommen bilden. Dies bekräftigte dann auch noch mal der Gesandter von Tuvalu.

Nun fasste die Präsidentin der COP15 die Statements zusammen und machte den Vorschlag, am nächsten Samstag über den Vorschlag von Tuvalu zu diskutieren. Diesen Punkt wollte sie schnell abhacken, doch Tuvalu meldete sich nocheinmal zu Wort und legte Wiederspruch ein.
Die Entscheidung über diesen Vorschlag könnte nicht bis Samstag verschoben werden, da es eine grundlegende Entscheidung ist. Würde die Arbeitsgruppe am Samstag gebildet werden, hätte sie nur noch drei Tage Zeit die Vorschläge zu bearbeiten bis die Staatschefs und Staatschefinnen eintreffen würden. Tuvalu bekräftigt nochmal, dass es nicht das Ende des Kyoto Protokolls wolle, sondern ein starke, ambitionierte und verbindliche zweite Periode des Kyoto Protokolls.
Nun meldeten sich sehr viele Länder die Tuvalu zustimmten. Unter ihnen waren auch Grenada, Kiribati, El Salvador, Costa Rica, Malaysia, Marschall Inseln und Brasilien.
Da die Präsidentin aber fande, das kein Konsenz im Raum herrscht, unterbrach sie die Verhandlungen um 15 Minuten um sich mit den Gruppenvorsitzenden der verschiedenen Länder zu besprechen.

Nach diesen zehn Minuten kam die Entscheidung, das keine Entscheidung getroffen werden konnte und so der Vorschlag von Tuvalu auf das nächste Treffen verlegt werden müsste.

An diesem Beispiel sieht man wieder, wieviel die Delegierten (häufig der Industrieländer) reden, aber nichts beschliessen. Wichtige und elementare Entscheidungen werden immer aufgeschoben.

In der ca. zwanzigminütigen Pazuse hatte ich ein sehr interesantes Gespräch mit mehreren NGO Vertretern aus der USA. Wir unterhielten uns über das größte Problem dass die Welt insgesamt hat, nämlich das lineare und kurzzeitige Denken. Das heisst, die meisten Menschen in der USA und in Deutschland denken nur an den nächsten Tag, die nächste Woche oder an die nächste Gehaltsauszahlung. Sie denken oft nur an sich, obwohl ihnen das offenbar nicht bewusst ist oder sie es verdrängen.
Was wir brauchen und was sehr viele Probleme der Welt lösen würde, ist globales und weitreichendes Denken. Die Menschen sollten nicht nur an den nächsten Tag oder die nächsten Wochen denken, sondern sich auch immer bewusst sein, das ihr handeln Auswirkungen auf zukünftige Generationen oder auch auf andere Kontinente hat. Die Hungerkrise, die Klimakrise und die Wasserknappheit liessen sich so lösen. Kriege würden gar nicht mehr ausgefochten, da den Menschen bewusst ist, was sie damit anrichten. Die Finanzkrise wäre gar nicht erst passiert, da kein Banker so assozial gehandelt hätte.
Die große Frage die wir hatten war, wie kann man Menschen dazu bringen sich so zu verändern oder warum verändern sich die Menschen nicht.
Eine eindeutige Antwort haben wir leider nicht gefunden. Warscheinlich ist es am besten, wenn jede/r erst mal bei sich anfängt.

Nun fing um 14 Uhr die Rainstorm Aktion an. Bei dieser waren wir über 100 Jugendliche die im Konferenzzentrum einen Rainstorm nachmachten. Wir schnalzten, klatschten, pfiffen und trommelten mit unseren Körperteilen und wurden dabei lauter und leiser. Zwischendrin hielten noch zwei Jugendliche aus den Fiji Inseln und noch einem anderen Entwicklungsland Reden, in denen sie die westlichen Staaten aufforderten zu handeln. Diese Jugendliche erleben schon am eigenen Leibe die Auswirkungen des Klimawandels.
Die Aussage dieser Aktion war, „We will not die quietly – Wir werden nicht leise untergehen“. Dieser Spruch kommt von dem Präsident der Malediven, der die internationale Staatengemeinschaft immer wieder um effektives Handeln gegen den Klimawandel auffordert.
Diese Aktion erhielt große Presseaufmerksamkeit und war die größte Aktion der internationalen Jugend auf dieser Konferenz.

Nach der Aktion die ca. eine halbe Stunde ging, entstand eine spontan Aktion für die Rechte der Ureinwohner aller Staaten. Wir bildeten mit ca. 100 Jugendlichen und Delegierten eine lange Schlange und liefen Sprüche rufend durch das Konferenzzentrum.

Achja Wenn ich von „Jugendlichen“ spreche, sind das keine Jugendlichen im deutschen Sinne. Die hier vertretenen Jugendlichen sind alle ca. 18-28 Jahre alt. Ich habe bis jetzt erst drei „wirkliche“ Jugendliche getroffen und die waren 16 und 17 Jahre alt.

Um 15 Uhr hatte ich dann ein Telefoninterview mit einer Reporterin des Uni Spiegels. Das war nett und ging eine halbe Stunde. Um 16 Uhr hatte ich dann ein Skype Interview mit einer Reporterin der „Erziehungskunst“.
Um 18 Uhr traf sich unsere Gruppe und wir aßen im Konferenzzentrum zu abend. Danach beschlossen wir, zu einer Art „Party“ mit Yvo de Boer (Generalsekretär der UNFCCC) und dem Vorsitzenden der AWG-KP zu gehen. Das war genz interessant, da es dort auch kostenloses Essen gab;)
Wir blieben aber nur eine halbe Stunde, gingen dann noch was trinken in der Stadt und um 23 Uhr hollte ich einen Freund vom Kopenhagener Hauptbanhof ab. Mit diesem war ich dann noch bis um 00:30 Uhr in der Stadt, sodass ich erst um 1:15 Uhr ins Bett kam und am nächsten Tag sehr unausgeschlafen war;)
Naja ich bin ja nicht in Kopenhagen um zu schlafen;)

Jey das war der Bericht von meinen Erfahrungen am Donnerstag!


Zeitungsartikel

11. Dezember 2009 von BUNDjugend

Hey,

hier zwei Artikel über meinen Aufenthalt in Kopenhagen von lokalen Zeitungen aus Deutschland;)

http://www.rnz.de/zusammen26/00_20091210100300_quotChina_gefaellt_schon_das_Logo_nichtquot.php

http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/685238553.html

Achja mein nächster Blogeintrag sollte noch heute kommen;)

Liebe Grüße,

Bene


JEYY UND NUN FOLGR DER MITTWOCH IN KOPENHAGEN – TUVALU IST SEHR GUT!

9. Dezember 2009 von BUNDjugend

Hey
hier bin ich wieder.
Heute ist Mittwoch und wir wollten eigentlich morgens pünktlich zum internationalen Jugendtreffen um 8 Uhr kommen. Dies klappte aber leider wieder nicht, sodass wir erst um 8:30 Uhr dort eintrafen. Nun haben wir den guten Vorsatz für morgen, es dann zu schaffen.

Das Jugendtreffen war sehr gut, da dort die aktuellen Entwicklungen der Verhandlungen, die Aktionen die an diesem Tag passieren und organisatorische Fragen besprochen wurden. Dieses Treffen ging bis um 9 Uhr und dann hatte ich Zeit, meinen Tagesplan zu erstellen, im Internet meine Emails zu checken und die Websiten von YOUNGO nach neuen Terminen abzusuchen;)

Um 10 Uhr fingen die Verhandlungen unter der COP statt. Dort gingen Anna und ich hin, doch der Beginn verzögerte sich um ca. eine halbe Stunde.
Am Anfang wurden einige organisatorische Dinge besprochen wie zum Beispiel, dass die nächste COP in Mexiko stattfinden wird und der Präsident dieser Konferenz jemand aus Lateinamerika oder dem Karibischen Bereich sein soll. Die COP 17 wird voraussichtlich in Südafrika stattfinden.
Nun meldete sich der Delegierte von China zu Wort und sprach ca. 10 Minuten (obwohl eigentlich nur 3 Minuten erlaubt sind) darüber, dass er das Logo der diesjährigen Klimakonferenz nicht gut finde. Nach ihm meldete sich noch Saudi Arabien zu Wort, um China zu bekräftigen. Für mich kam dass so herüber, als wollten sie Zeit schinden mit sehr unwichtigen Dingen, um nicht in die richtigen Verhandlungen zu gehen.
Nach diesen langen und ausführlichen Statements, meldete sich der Delegierte von Tuvalu zu Wort.
Diese machten ein sehr gutes und starkes Statement. Sie sagten, dass es für ihr Land, im wahrsten Sinne des Wortes, über-lebenswichtig ist, dieses Jahr ein starkes, faires und bindendes Abkommen zu schließen. Sie forderten eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius und eine Maximalkonzentration von 350 ppm (parts per million) CO2 in der Atmosphäre.

Sie betonten nochmals, dass es hier nicht um irgendwelche Verhandlungen geht, sondern das Leben GANZER VÖLKER auf dem Spiel steht!!!

Nach dieser Rede klatschte der ganze Saal.
Ich denke, dass diese Rede einen entscheidenden Augenblick in den Verhandlungen darstellt!

Leider mussten Anna und ich früher aus diesen Verhandlungen heraus gehen, da wir um 11 Uhr ein Treffen mit unserer Gruppe hatten.
Dieses Treffen war sehr konstruktiv, da offen geredet wurde und wir einige Probleme klärten.

Huuu nach diesem Treffen dass um 12 Uhr zu ende war, hatte ich wieder eine Stunde Zeit um mit Leuten zu reden, Emails zu checken etc. Denn um 13 Uhr startete dann die Aktion von Friends of the Earth International, über die wir auch akkreditiert sind.
Wir hatten Schilder und Banner und zogen, Sprechchöre rufend, durch die Gänge. Wir „demonstrierten“ für mindestens 40% Emissionsreduktionen für Industriestaaten bis 2020 gegenüber 1990 und dabei kein Off-setting. Wir verteilten Sticker an die Delegierten, die sie als Zeichen ihrer Zustimmung auf ihre Jacketts oder Badges kleben konnten. Außerdem verteilten wir noch Flyer.

Um 13:50 wartete nun die nächste „Aktion“. Unsere Gruppe hatte ein Skypetelefonat mit einer Klasse aus Deutschland. Das war interessant und wir erzählten Ihnen über die Konferenz etc.

Nach dieser Aktion wiederum erfuhren wir, das die Klimapiraten (www.klimapiraten.net) um 16:30 Uhr im Kopenhagener Hafen einlaufen würden. Das wollten wir gerne sehen und so fuhren wir zu viert mit der Metro zum Hafen. Auf diesem Weg, hatte ich eine Telefongespräch mit einem Reporter der Rhein Neckar Zeitung. Es war etwas laut in der Bahn, aber ich hoffe es ist trotzdem etwas geworden:)

Nach einer Dreiviertelstunde Wartens in der eisigen Kälte am Hafen entschied ich mich, wieder zurück zum Bella Center zu fahren, da ich noch etwas schreiben und eigentlich auch den Verhandlungen folgen wollte.
Im Bella Center angekommen, hatte ich kurz Zeit ein bisschen zur Ruhe zu kommen und zu entspannen.

Um 18:30 hatten Anna und ich (Max wollte nun nicht mehr) ein Treffen mit der ganzen Aktionsgruppe. Das war sehr interessant und wir planten weiter Aktionen. Die kann ich hier leider nicht veröffentlichen, da sonst der Überraschungseffekt vorbei wäre;)

Dieses Treffen ging bis um 20 Uhr und danach gingen Anna, Max und ich etwas essen im Bella Center. Dieses ist übrigens für Dänemark recht günstig. Ein Essen kostet ca. 3,50 Euro.

Ja und seit dem Essen sitze ich nun hier im Sofa im Bella Center und schreibe Bloggeinträge für euch;)

Ich denke,das dieser Tag sehr erfolgreich für mich, aber auch für die Verhandlungen war. Tuvalus Statement war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und unsere Aktionen wecken die Aufmerksamkeit der Delegierten und hoffentlich auch der Bevölkerung (durch die Medien).

Jetzt will ich aber zum Hostel fahren und schlafen gehen;) Bis bald


KOPENHAGEN KLIMAKONFERENZ – EIN WEITERER TAG ;)

9. Dezember 2009 von BUNDjugend

Heute ist der 8.12.09 und wir kamen wir um 8:30 Uhr im Bella Center (dem Tagungsort der Konferenz) an. Dort passierten wir die Sicherheitsschleusen, die man aus jedem Flughafen kennt. Um 10 Uhr traf unsere Gruppe Antje von Broock, Delegierte des BUND. Sie berichtete uns über den aktuellen Stand der Verhandlungen und über die Meinung des BUND zu diesen Entwicklungen.
Nach diesem Treffen teilte sich unsere Gruppe auf. Mauro und Michele gingen zu einem Interview mit dem Präsident von Greenpeace International, Kumi Naidoo und die anderen machten sich auf den Weg zu verschiedenen Verhandlungen, Meetings und Side Events.
Ich machte mich auf den Weg zur Pressekonferenz des CAN (Climate Action Network). Das Climate Action Network ist ein Netzwerk von über 500 verschiedenen Organisationen.
Auf der Pressekonferenz wurden die positiven und negativen Entwicklungen der Verhandlungen aufgezeigt. Zum Beispiel wurde die Eröffnungsrede von Herrn Rasmussen bemängelt, da sie für solch ein wichtiges Zusammenkommen der Länder dieser Erde zu schwach war.

Nach dieser Pressekonferenz checkte ich erstmal meine Emails, schrieb Berichte, aß etwas und vervollständigte meinen weiteren Tagesplan;)
Um 14 Uhr begann nun das tägliche CAN-Meeting, auf dem die verschiedenen Experten der verschiedenen Verhandlungspfade (AWG-LCA, AWG-KP, SBI, REDD, etc.) Diese berichteten von den Verläufen und Inhalten der Verhandlungen an diesem Tag, besprachen die Strategie und wählten das „Fossil of the Day“. Das „Fossil of the day“ ist eine tägliche „Siegerehrung“. Dort wird das Land presentiert, das an diesem Tag die Verhandlungen am meisten blockiert und somit am klimaschädlichsten und zukunfstunfreundlichsten war.
Das CAN Meeting war sehr interessant, da man dort eine Menge über die Verhandlungen erfährt, an denen man nicht teilnehmen konnte.

Leider musste ich nach einer halben Stunde das CAN Meeting verlassen, da dann eine Treffen mit der beiden Vorsitzenden von AWG-LCA und AWK-KP begann.
Ah nun eine kurze Erklärung über diese beiden Fachbegriffe:
Die AWG-KP ist eine Abkürzung für Ad hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol. Dies ist aber nicht so kompliziert wie es scheint. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten die Länder, die das Kyoto Protokoll ratifiziert haben. Sie arbeiten daran, für nach 2012 neue Klimaschutzverpflichtungen zu schaffen.

Das AWG-LCA ist eine Abkürzung für Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action under the Convention. In ihr werden Sachen wie Anpassung der Entwicklungsländer an den Klimawandel, Technologietransfer etc. behandelt.

Ja nun wieder zurück zu dem CAN Meeting:) Ich verließ es wie gesagt eine halbe Stunde früher, da ich noch auf das Treffen mit den beiden Vorsitzenden des AWG-LCA und des AWG-KP gehen wollte. Das war sehr interessant, da die beiden Vorsitzenden sehr gute Anfangsreden hielten und auch, aus unserer Sicht, positiv die Fragen beantworteten.
Dieses Treffen dauerte aber leider nur eine halbe Stunde.

Danach kam Anna, auch ein Mitglied des Patenprojekts, zu mir, und erzählte mir von einer Avaaz Aktion (Avaaz ist eine Organisation), bei der wir uns als Alien verkleiden müssen. Wir kamen etwas zu spät zu deren Treffen, aber es reichte noch, um mich von der Aktionsidee zu überzeugen;)
Nun verkleideten wir uns als Alien mit weiß-silbernen Anzügen, grünem Gesicht, Handschuhen und einem undefinierbaren Ding auf dem Kopf:)
Wir waren Alien von Planet B und unser Planet war vom Klimawandel zerstört worden. Wir sind nun in Kopenhagen, um nach „Klimaführern“ zu suchen. Wir gingen auf Delegierte zu , fragten sie nach Ihren Zielen und nach ihren finanziellen Zusagen. Wir fanden heraus ob dieses „altes Geld“ oder „neues Geld“ war. Altes Geld, ist zum Beispiel Geld, dass von der Entwicklungshilfe genommen wird um dann für Anpassungsmaßnahmen der Entwicklungsländer bereit ustehen.
Wir forderten ein verbindliches, ambitioniertes und faires Klimaabkommen.
Dies war nach meinem Empfinden eine super Aktion, da ersichtlich war um was es ging, eine Geschichte dahintersteckte und wir auch direkt mit den Delegierten kommunizierten.

Nach dieser Aktion ging ich daran mein Gesicht von der Farbe zu befreien, was mir bis jetzt nicht ganz gelang;)
Nun schrieb ich noch an meiner Zusammenfassung, checkte Emails, redete mit Menschen;) usw.

Um 18:30 Uhr hatte ich mein nächstes Treffen. Dieses war mit der Aktionsgruppe von YOUNGO (mehr Infos über YOUNGO bekommt ihr auf http://sites.google.com/site/unfcccyoungo/ ).
Dieses Treffen fand außerhalb des Bella Centers statt und ich ging dort mit Anna und Max (ein weiterer deutscher aus unserer Gruppe;)) dorthin. Wir hatten erst einige Probleme dort hinzukommen, schafften es am Ende aber doch;)
Dieses Treffen war sehr konstruktiv und es gab viele Aktionsideen.
Außerdem gab es noch mehrere „Updates“, wie z.B. dass für die große Demonstration am Samstag den 12. Dezember 2009 über 60.000 Menschen erwartet werden;) Das ist richtig super!!!!!!!
Die Aktionsgruppe plant Aktionen für die nächsten Tage und für die nächsten zwei Wochen.

Jeyyy nach diesem Treffen was bis um ca. 21:45 (mit Rückfahrt) Uhr ging, hatte ich keine anderen Treffen mehr;) Das war auch ganz gut, da ich noch etwas schreiben wollte. Ins Internet konnte ich leider nur beschränkt gehen, da man in unserem Hostel für das WLAN Geld zahlen muss.

Insgesamt war dieser Tag ein voller Erfolg für mich. Leider konnte ich heute nicht live die Verhandlungen verfolgen, doch diese entwickeln sich teils positiv teils negativ. Der Entwurf , für den Dänemark heimlich versucht hatte unter den Delegierten der Länder Zustimmung zu finden und der noch gar nicht vorgestellt wurde, zeigt eindrucksvoll, wie untransparent die Verhandlungen sind.
Doch es gibt Grund zur Hoffnung, dass Barack Obama jetzt teilweise frei über neue Klimaschutzbestimmungen entscheiden kann und nicht den Senat fragen muss!

Nun das war mein Bloggeintrag für den zweiten Tag auf den Verhandlungen;)
Die ganzen Schreibfehler tun mir leid, ich hab aber gerade keine Zeit und Lust sie zu korrigieren;)


LOGBUCH DER KLIMAPIRATEN

8. Dezember 2009 von BUNDjugend

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6.12.09 – Kotzt du noch oder segelst du schon?

Am Sonntag wagten wir also die Überfahrt nach Dänemark. Trotz der langen Nacht hieß es für die Mannschaften beider Schiffe früh aufstehen, um das Tageslicht für die längste Fahrt zu nutzen – 32 Seemeilen bis nach Klintholm. Trügerisch ruhig war die See, als wir um 8.00 Uhr morgens den Hafen in Stralsund verließen. Der anfängliche Nebel lichtete sich allmählich und wir konnten uns über den Anblick einiger Seeadler auf einer Sandbank mitten im Meer erfreuen.

Vorbei an Rügen, an Hiddensee und einem Schiff der deutschen Küstenwache, das uns durch einen kurzen Anstandsbesuch an den Grenzübergang erinnerte. Mittags erreichten wir Windstärke vier bis fünf. Verbunden mit heftigem Seegang wurde einigen langsam mulmig. Als dann die Dämmerung langsam einsetzte, hatten wir an Bord der Petrine fünf Seekranke und auf der Lovis drei zu verzeichnen. Um sicher in den Hafen zu gelangen, mussten dann zu guter letzt in einer spektakulären Bergungsaktion alle Segel eingeholt werden. Ich denke wir waren alle froh, wieder festen dänischen Boden unter den Füßen zu haben.

Ahoi!

IMG_93087.12. – Hisst die Segel – Auf nach Schweden!

Um noch vor Sonnenuntergang im schwedischen Falsterbo anzukommen war ein erneutes zeitiges Frühstück nötig. Doch erfreute vorerst ein beeindruckender Sonnenaufgang die Gemüter. Insgesamt ein sehr entspannter Tag mit viel Schlaf und einem Utopieworkshop. Die Mannschaft genoss den Blick aufs Meer, die Blackstories an Deck und das gemeinsame Hissen und Bergen der Segel.

Langsam festigte sich auch das benötigte seglerische Vokabular und wir können uns piratig im Fachjargon unterhalten. Außerdem gab es keine Seekranken denn die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 3 Knoten. So wurde allerdings auch nichts aus dem Vorhaben, vor der einbrechenden Dunkelheit anzukommen und es musste auf den Motor an Bord zurückgegriffen werden.

8.12.09 – Hey jo Ahoi Kopenhagen…

In der Nähe unsere Anlegestelle, kurz hinter dem Hafen, versammelten sich eine riesige Schar Wildgänse, die sich grüppchenweise auf den Weg machten und unsere Konzentration zeitweise raubten, denn wir befanden uns mitten im spannenden Aktionstraining.

Unterbrochen von einer Kontrolle der Schwedischen Küstenwache konnten wir ablegen, um uns dann auf den Weg zur schwedischen Insel Ven zu machen. Erstaunlich, dass es nie ernsthaft geregnet hat, denn auch heute begleitete uns die Sonne aus dem Hafen hin zur Oresund-Brücke, die Schweden mit Dänemark verbindet und sich über den gesamten Horizont erstreckte. Das Wetter ist mit uns.

Morgen kommen wir endlich in Kopenhagen an! Ahoi.