BUNDjugend Blog - ... und jetzt noch die Erde retten!

LOGBUCH DER KLIMAPIRATEN

8. Dezember 2009

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6.12.09 – Kotzt du noch oder segelst du schon?

Am Sonntag wagten wir also die Überfahrt nach Dänemark. Trotz der langen Nacht hieß es für die Mannschaften beider Schiffe früh aufstehen, um das Tageslicht für die längste Fahrt zu nutzen – 32 Seemeilen bis nach Klintholm. Trügerisch ruhig war die See, als wir um 8.00 Uhr morgens den Hafen in Stralsund verließen. Der anfängliche Nebel lichtete sich allmählich und wir konnten uns über den Anblick einiger Seeadler auf einer Sandbank mitten im Meer erfreuen.

Vorbei an Rügen, an Hiddensee und einem Schiff der deutschen Küstenwache, das uns durch einen kurzen Anstandsbesuch an den Grenzübergang erinnerte. Mittags erreichten wir Windstärke vier bis fünf. Verbunden mit heftigem Seegang wurde einigen langsam mulmig. Als dann die Dämmerung langsam einsetzte, hatten wir an Bord der Petrine fünf Seekranke und auf der Lovis drei zu verzeichnen. Um sicher in den Hafen zu gelangen, mussten dann zu guter letzt in einer spektakulären Bergungsaktion alle Segel eingeholt werden. Ich denke wir waren alle froh, wieder festen dänischen Boden unter den Füßen zu haben.

Ahoi!

IMG_93087.12. – Hisst die Segel – Auf nach Schweden!

Um noch vor Sonnenuntergang im schwedischen Falsterbo anzukommen war ein erneutes zeitiges Frühstück nötig. Doch erfreute vorerst ein beeindruckender Sonnenaufgang die Gemüter. Insgesamt ein sehr entspannter Tag mit viel Schlaf und einem Utopieworkshop. Die Mannschaft genoss den Blick aufs Meer, die Blackstories an Deck und das gemeinsame Hissen und Bergen der Segel.

Langsam festigte sich auch das benötigte seglerische Vokabular und wir können uns piratig im Fachjargon unterhalten. Außerdem gab es keine Seekranken denn die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 3 Knoten. So wurde allerdings auch nichts aus dem Vorhaben, vor der einbrechenden Dunkelheit anzukommen und es musste auf den Motor an Bord zurückgegriffen werden.

8.12.09 – Hey jo Ahoi Kopenhagen…

In der Nähe unsere Anlegestelle, kurz hinter dem Hafen, versammelten sich eine riesige Schar Wildgänse, die sich grüppchenweise auf den Weg machten und unsere Konzentration zeitweise raubten, denn wir befanden uns mitten im spannenden Aktionstraining.

Unterbrochen von einer Kontrolle der Schwedischen Küstenwache konnten wir ablegen, um uns dann auf den Weg zur schwedischen Insel Ven zu machen. Erstaunlich, dass es nie ernsthaft geregnet hat, denn auch heute begleitete uns die Sonne aus dem Hafen hin zur Oresund-Brücke, die Schweden mit Dänemark verbindet und sich über den gesamten Horizont erstreckte. Das Wetter ist mit uns.

Morgen kommen wir endlich in Kopenhagen an! Ahoi.


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